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Technologie Mehr Chips in Dresden

16.11.2003 ·  Der amerikanische Elektronikkonzern AMD hat sich offenbar zum Bau einer zweiten Chipfabrik in Dresden entschlossen.

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Der amerikanische Elektronikkonzerns AMD hat sich offenbar für den Bau einer zweiten Chipfabrik in Dresden entschlossen. Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Berufung auf politische Kreise in Berlin. Die Investitionssumme soll sich auf mehr als zwei Milliarden Euro belaufen. Eine Bestätigung in Dresden gab es nicht.

„Wir äußern uns nicht dazu“, sagte die Sprecherin des Wirtschaftsministeriums, Annette Binninger, am Sonntag. Die „Sächsische Zeitung“ hatte zuvor berichtet, Sachsen habe eine Bürgschaft über 250 Millionen Euro für den Bau der Halbleiterfabrik übernommen. Auch AMD-Sprecher Jens Drews wollte sich dazu nicht äußern. In Dresden hat der amerikanische Konzern bereits 1996 eine Chipfabrik gebaut und dafür 2,2 Milliarden Euro investiert.

Mehr als eine Erweiterung

Das neue Projekt gehe über eine bloße Erweiterung hinaus und gelte als drittgrößte Einzelinvestitionen in den neuen Ländern seit der Wiedervereinigung, schreibt das „Handelsblatt“. Bereits an diesem Donnerstag sei der erste Spatenstich geplant. In Dresden ist auch der deutsche Halbleiterhersteller Infineon vertreten. Die sächsische Landeshauptstadt zählt damit bereits zu den europäischen Zentren der Halbleiterindustrie.

Die Bürgschaft für die zweite AMD-Fabrik soll nach dem Bericht der „Sächsischen Zeitung“ vom Finanzausschuß des Landtags bereits am vergangenen Mittwoch in geheimer Sitzung beschlossen worden sein. Nach ihren Angaben will sich die Bundesregierung an diesem Montag in Berlin zu einer weiteren Bürgschaft über 380 Millionen Euro bereit erklären. Die Bürgschaften von Land und Bund würden zu einem großen Teil die Kredite abdecken, die AMD für den Bau seiner neuen Fabrik benötigt.

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Von Heike Göbel

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