Home
http://www.faz.net/-gqe-nv54
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Technologie Aktienoptionen schmälern Intels Gewinn um ein Drittel

07.08.2003 ·  Die bilanzielle Berücksichtigung von Aktienoptionen für Mitarbeiter als Ausgaben haben den Quartalsgewinn von Intel um fast ein Drittel gesenkt. Zusätzlich drohen Steuernachzahlungen.

Artikel Lesermeinungen (0)

Die bilanzielle Behandlung von Aktienoptionen für Mitarbeiter als Ausgaben hätte den Quartalsgewinn von Intel den Angaben der Firma zufolge um fast ein Drittel geschmälert.

In einer Mitteilung an die amerikanische Börsenaufsicht (SEC) teilte Intel mit, das Nettoergebnis für das zweite Quartal (per Ende Juni) hätte lediglich 606 Millionen Dollar anstatt der ausgewiesenen 896 Millionen Dollar betragen.

Der weltgrößte Halbleiterhersteller setzt sich gegen eine Behandlung von Mitarbeiter-Aktienoptionen als Ausgaben ein. Es gebe keine genaue Möglichkeit, den Wert von Mitarbeiter-Optionen zu schätzen, argumentierte Intel weiter. Die Rechnungsprüfer haben sich dagegen dafür ausgesprochen, die Aktienoptionen als Ausgaben zu bilanzieren.

Steuernachzahlungen in Millionenhöhe drohen

Weiter teilte Intel dem SEC mit, für die Jahre 1999 und 2000 Steuern über 600 Millionen Dollar zuzüglich Zinsen möglicherweise nachzahlen zu müssen. Dies sei das Ergebnis einer Routineprüfung der Umsätze von Intel durch den Internal Revenue Service (IRS), heißt es weiter. Die Steuererhöhung stünde im Zusammenhang mit einer Steuervergünstigung für Export-Umsätze. Gegen eine entsprechende Entscheidung der zuständigen Finanzbehörde wolle Intel Berufung einlegen.

Die Prognose für den Umsatz im dritten Quartal hat Intel bekräftigt. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz zwischen 6,9 Milliarden bis 7,5 Milliarden Dollar, teilte Intel mit. Die Bruttomargen dürften bei rund 54 Prozent liegen, verglichen mit 50,9 Prozent im zweiten Quartal, heißt es in einer Eingabe an die Börsenaufsicht SEC . Intel plant für den 4. September die Veröffentlichung des nächsten Quartalszwischenberichts.

  Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen
Themen zu diesem Artikel

Die Förderlücke

Von Heike Göbel

Der Gesetzentwurf zum Betreuungsgeld ist ein Ausweis unbelehrbaren Glaubens an die unbegrenzte Leistungsfähigkeit des Sozialstaates. Dass Eltern ihre Kinder, wie seit Menschengedenken, unbezahlt hüten, ist in Deutschland offenbar nicht mehr denkbar. Mehr 19 38

30.05.2012 14:30 Uhr
  Vortag
Dax 6.325,99 −1,11%
 OK
NameKursProzent
FAZ-INDEX 1.377,72 −1,18%
Dow Jones 12.580,70 +1,01%
EUR/USD 1,2438 −0,40%
Rohöl Brent Crude 104,76 $ −1,96%
Gold 1.579,50 $ 0,00%
Umfrage

Anonym bewerben? Ist das gut?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.