Home
http://www.faz.net/-gqe-435n
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Tarifstreit Schlichtung im öffentlichen Dienst geht weiter

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes werden an diesem Donnerstag die Schlichtungsverhandlungen fortgesetzt. Verdi will hart bleiben.

Im Tarifstreit des öffentlichen Dienstes werden an diesem Donnerstag die Schlichtungsverhandlungen in Bremen fortgesetzt. Die als Schlichter berufenen früheren Bürgermeister von Bremen und Leipzig, Hans Koschnick und Hinrich Lehmann-Grube (beide SPD), wollen bis zum Wochenende einen Kompromiss zu Stande bringen.

Spätestens am 6. Januar morgens solle eine Einigungsempfehlung für rund drei Millionen Arbeiter und Angestellten von Bund, Ländern und Gemeinden vorliegen, hatte Koschnick gesagt nach dem ersten Treffen der 20-köpfigen Schlichtungskommission Ende Dezember gesagt.

Mehr zum Thema

Starre Verhandlungsposition bekräftigt

Vor Beginn der zweiten Schlichtungsrunde hat Verdi-Chef Frank Bsirske die Haltung seiner Gewerkschaft bekräftigt. Verdi müsse bereit sein, „mit allen gewerkschaftlichen Mitteln und notfalls auch einem Streik gegen die fatale Logik der leeren Kassen zu kämpfen. Andernfalls geht der ganze Laden vor die Hunde“, sagte er in einem Interview des Hamburgers Magazins „Stern“. Die Arbeitgeber hätten durch ihre Steuerpolitik die „Notlage selbst verschuldet, aus der wir sie nun befreien sollen“.

Die Tarifverhandlungen waren am 19. Dezember bereits in der zweiten Runde gescheitert. Verdi verlangt mindestens drei Prozent mehr Lohn und Gehalt sowie eine Anpassung der Osttarife an das Westniveau bis 2007. Die Arbeitgeber hatten immer wieder auf leere Kassen von Bund, Ländern und Gemeinden verwiesen und zuletzt eine zweistufige Anhebung der Einkommen um 0,9 und 1,2 Prozent angeboten. Für die Anpassung der Osteinkommen nannten sie keinen Termin. Bei einem Scheitern der Schlichtung könnte es schon Mitte Januar zu ersten Streiks kommen. Im öffentlichen Dienst wurde bislang 1974 und 1992 flächendeckend gestreikt.

Quelle: dpa

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Zusatzeinnahmen Klamme Städte erfinden kreative Steuern

Viele Städte nutzen Extrasteuern, um ihre Jahreseinnahmen zu erhöhen. Hagen beispielsweise will mit einer Steuer für Wettbüros mehr Geld in die leeren Kassen spülen. Auch andere Städte sind kreativ. Mehr

16.08.2014, 08:47 Uhr | Wirtschaft
Mindestlohn Private Pflegeanbieter befürchten Lohnkostenschock

Der Bund will Milliarden für die Pflege ausgeben. Doch als Erstes steigen die Kosten. Viele Dienste steuerten in die Insolvenz, warnt ihr Verband. Mehr

19.08.2014, 17:11 Uhr | Wirtschaft
Amazon Adieu, Deutschland! Vorsicht, Hollywood!

Betriebsverlagerung, Kampfansage an Disney, Agitation der Leser gegen die Verlage: Amazon lässt keine Gelegenheit zum gnadenlosen Preiskrieg gegen seine Wettbewerber aus. Mehr

11.08.2014, 15:48 Uhr | Aktuell

Cyber-Abwehr

Von Joachim Jahn

Zum Schutz vor Kriminellen und Spionen tut Thomas de Maizière, was in seiner Macht liegt. Zum Glück hat die Wirtschaft eingesehen, dass sie dabei mithelfen muss. Mehr 3 4


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Berlin, Hamburg und Bremen sind bestens am Netz

Mobiles Internet ist ein wichtiges Thema. Die deutschen Bundesländer sind unterschiedlich weit - am weitesten voran gekommen sind die großen Städte. Mehr

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden