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Tarifstreit Die IG Metall stellt ein Ultimatum

05.02.2004 ·  Ende Februar soll die Entscheidung über eine Urabstimmung im Tarifkonflikt fallen.

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Im Tarifkonflikt der Metall- und Elektroindustrie hat die IG Metall den Arbeitgebern ein Ultimatum gestellt. Die Gewerkschaft werde Ende Februar entscheiden, ob sie Urabstimmungen für einen unbefristeten Arbeitskampf einleiten werde, erklärte der Zweite Vorsitzende Berthold Huber. "Dann heißt es hü oder hott: Entweder wir haben einen Tarifabschluß oder wir müssen tatsächlich einen Arbeitskampf vorbereiten", sagte Huber der "Berliner Zeitung".

Der Gewerkschaftsvorsitzende Jürgen Peters wies in Frankfurt darauf hin, daß sich innerhalb einer Woche rund 260.000 Arbeitnehmer an den Warnstreiks beteiligt hätten, davon 90.000 allein am Donnerstag. Er warnte die Arbeitgeber davor, die Stimmung in den Betrieben falsch einzuschätzen. Der Hauptgeschäftsführer des Verbands der bayerischen Metall- und Elektroindustrie, Stephan Götzl, kündigte an, die Arbeitgeber seien "bereit, einen Streik auszuhalten, um für unsere überlebenswichtige Forderung zu kämpfen". Die Reihen der Arbeitgeber stünden "so geschlossen wie noch nie."

Aus dem Tarifvertrag aussteigen

Eine Lösung des Tarifkonflikts zeichnete sich in Bayern und Baden-Württemberg auch am Donnerstag nicht ab. Die Gespräche sollen am 11. Februar fortgesetzt werden, für den 12. Februar ist bereits die Große Tarifkommission der Gewerkschaft einberufen, um über das weitere Vorgehen zu beraten. Noch sei es zu früh, um über ein Spitzentreffen oder gar ein Schlichtungsverfahren nachzudenken, "weil die IG Metall die Grundsatzfrage noch nicht entschieden hat, ob sie über unseren Vorschlag eines Tarifvertrags verhandeln will", sagte ein Gesamtmetall-Sprecher.

Die Arbeitgeber verlangen eine Öffnungsklausel im Flächentarifvertrag, die es erlauben soll, die Wochenarbeitszeit und die dazugehörige Bezahlung innerhalb eines Korridors von 35 bis 40 Stunden festzulegen. Wenn die Gewerkschaft auf das Angebot nicht eingehe, werde die Tarifbindung weiter erodieren, warnte ein Gesamtmetall-Sprecher. "Wenn die IG Metall die kleine Öffnung im Flächentarif verweigert, werden viele Unternehmen die große Öffnung nutzen und aus dem Flächentarif aussteigen."

Quelle: nf., Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.02.2004, Nr. 31 / Seite 13
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Von Heike Göbel

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