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„Taktische Anpassung“ Deutsche Bank streicht 1000 Stellen

 ·  An den Kapitalmärkten sind die Geschäfte eingebrochen und nun reagiert die Deutsche Bank: Sie will 1000 Stellen im Investmentbanking abbauen, berichtet eine Zeitung.

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Die Deutsche Bank will anscheinend in den kommenden Wochen mehr als 1000 Stellen im Investmentbanking abbauen. Das Geldhaus reagiere damit auf den Geschäftseinbruch an den Kapitalmärkten, berichtete die Zeitung „Handelsblatt“ am Donnerstag unter Berufung auf informierte Kreise. Die Stellen sollen demnach überwiegend im Ausland gestrichen werden.

Der Stellenabbau erfolge unabhängig von einer neuen strategischen Ausrichtung der Bank, welche die beiden Vorstandsvorsitzenden Anshu Jain und Jürgen Fitschen im September ankündigen wollten, schrieb die Zeitung. Es handle sich um eine „taktische Anpassung und nicht um einen Wechsel der Strategie“, zitierte sie ihre Quelle.

Spekulationen über eine Kapitalerhöhung

Erst gestern war zudem einmal mehr darüber spekuliert worden, ob die Deutsche Bank eine Kapitalerhöhung braucht. Diese Frage stellen sich Börsianer wieder, seit die Credit Suisse mit einem ganzen Strauß von Kapitalmaßnahmen 15 Milliarden Euro einsammeln will. Am Markt wird spekuliert, dass das neue Führungsduo der Deutschen Bank die für September avisierte neue Strategie mit einer milliardenschweren Kapitalerhöhung garnieren könnte. Die Deutsche Bank selbst wollte sich nicht zu dem Thema äußern.

„Niemand kann das ausschließen - aber es ergibt sich nicht zwingend aus den Maßnahmen bei der Credit Suisse“, wiegelt Analyst Guido Hoymann von der Privatbank Metzler ab. Denn die Schweizer, die nach seiner Rechnung nach Basel-III-Standards derzeit gerade auf fünf Prozent hartes Kernkapital kommen, kämen erst mit den angekündigten Kapitalmaßnahmen auf ein Niveau, das die Rivalen Deutsche Bank und UBS schon erreichten.

Doch auch die Präsentation, die Finanzvorstand Stefan Krause alle drei Monate zeigt, sieht ernüchternd aus. Die Effekte von Basel III lassen die harte Kernkapitalquote der Deutschen Bank bis Anfang 2013 von zuletzt 10,0 Prozent auf 7,2 Prozent abschmelzen – einen einbehaltenen Gewinn von drei Milliarden Euro im laufenden Jahr schon eingerechnet. Doch das ist eine Was-wäre-wenn-Rechnung: Zum einen geht Krause davon aus, dass die Vorschriften Knall auf Fall eingeführt werden, wo es lange Übergangsfristen gibt. Zum anderen kann die Deutsche Bank noch gegensteuern, indem sie Risiken aus der Bilanz nimmt, die mit Kapital unterlegt werden müssen. Doch die Frage bleibt, ob die Märkte nicht schneller die neun Prozent als Kapitalpuffer verlangen, die die Deutsche Bank als einer der weltgrößten Banken künftig wohl vorhalten muss.

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