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Tabakkonsum Die Freiheit des Rauchers

 ·  Verbote und Steuern zeigen Wirkung, vor allem bei jungen Leuten. Für Liberale ist das schwer zu schlucken.

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Uwe Bussenius
Uwe Bussenius (uwebus) - 13.02.2012 13:03 Uhr

Zitat: "Selten hat die Politik so geschickt in die Dispositionsfreiheit von Unternehmen

und Konsumenten eingegriffen wie beim Rauchen. Seit Jahren drängt sie den Tabakkonsum durch gezielte Verbote, Steuererhöhungen und Marketingkampagnen zurück. Heute muss man resümieren: Sie hatte durchschlagenden Erfolg." Dann wäre es doch sinnvoll, jetzt die gleichen Maßnahmen auf dem Gebiet des Alkoholkonsums zu ergreifen, um die ständig steigende Zahl von Säufern unter Jugendlichen wie Erwachsenen zu verringern. Es mag ja weniger geraucht werden, aber die Zahl der im öffentlichen Bereich anzutreffenden vor allem junger Alkoholikerinnen scheint ständig zu steigen. Beginnen könnten Politiker z.B. damit, bei öffentlichen Auftritten sichtbar nichtalkoholische Getränke zu sich nehmen statt wie bisher in den jetzt bevorstehenden Karnevalssitzungen mit hochgehaltenen Bierseideln in die Fernsehkameras zu lallen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 01:28 Uhr
Helga Zießler

Ja, dann führen wir doch die Prohibition in Deutschland ein

Sie meinen es ganz ernst, Herr Bussenius, ja?

Nur zu, der Staat muss uns bevormunden, wir können ja nicht allein entscheiden, was wir für uns selber für richtig halten.

Aber Sie können ganz beruhigt sein - Ihr Wunsch wird bestimmt in Erfüllung gehen. Wahrscheinlich auch noch viel mehr. Neuerdings steht ja die Fleischeslust, ich meine, der zu große Appetit auf Fleisch, im Visier der Politik, hörte ich vorhin im Radio. Na, dann wird es nicht mehr lange dauern, bis entweder der Fleichkonsum ganz verboten wird oder jeder eine monatliche Ration zugeteilt bekommt.
Da ließe sich noch vieles machen: den Verbrauch von Zucker, Kaffee z.B. könnte man auch beschränken. Lassen Sie Ihrer Phantasie die Zügel locker - da fällt Ihnen noch viel mehr ein, was der Staat uns noch vorschreiben kann... Machen Sie den Politikern doch mal ein paar Vorschläge!

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Helga Zießler

"Die staatlichen Eingriffe in die Freiheit sind gerechtfertigt, weil sie Jugendliche schützen,

... die schutzbedürftig sind."

Recht hat der Autor nur mit der Feststellung: "Für Liberale ist das schwer zu schlucken". In der Tat. Die Anmaßung des Staates, immer mehr und immer weiter bis in die privatesten Bereiche des Lebens seiner Bürger einzugreifen, scheint den meisten nicht einmal mehr aufzufallen. Wir alle sind schon derart abgestumpft gegenüber den ungezählten diktatorischen Eingriffen der Politik in unser Leben, dass wir sie schlicht hinnehmen - und oftmals sogar gutheißen. Kaum jemand denkt darüber nach, wie weit der Staat uns unser Recht auf Selbstbestimmung verwehrt mit der frechen Behauptung, das geschehe nur zu unserem Besten. Realisieren wir wirklich nicht, dass wir uns so zu unmündigen Kleinkindern degradieren lassen? Den Staat interessiert doch unser Wohlergehen überhaupt nicht, sondern nur unser Geld zwecks Umverteilung. Ließe er uns frei selber entscheiden - auch über unsere Risiken - wären wir zu kritisch und zu unbequem. Und genau das will der Staat verhindern.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 14.02.2012 01:17 Uhr
Helga Zießler

Mir ist schon lange angst und bange, Herr Addicks

und zwar nicht nur, was den Staat angeht - denn der nimmt sich Macht, so viel er kriegen kann - , sondern sehr viel mehr wegen des Gleichmuts und des offensichtlichen Desinteresses der Bürger an dieser Entwicklung. Es ist eine Staats-Hörigkeit entstanden, die nur noch schlimme Folgen haben kann. Und es sieht nirgends so aus, als wollte daran jemand etwas ändern.

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Closed via SSO
Jörg Addicks (JADH) - 13.02.2012 18:05 Uhr

Recht haben Sie, Frau Zießler! Erschreckend recht!

Die beiden Sätze („Die staatlichen Eingriffe in die Freiheit sind gerechtfertigt, weil sie Jugendliche schützen, die schutzbedürftig sind. Sie sind zweitens legitimiert, weil sie offenkundig funktionie-ren.“) muten wie ein Plädoyer für die Abschaffung der Selbstbestimmung an. Die in ihnen steckenden Botschaften sollten wir sorgfältig wahrnehmen, weil sie sich unschwer verallgemeinern lassen.

Wo immer der Staat Schutzbedürftige entdeckt, soll er deren Freiheit beschränken dürfen? Da werden wir aber ganz schnell alle miteinander zu Schutzbedürftigen mutieren.
Noch verhängnisvoller: Freiheitseinschränkungen sind, sofern sie funktionieren, allein deshalb legitimiert?

Wie weit wir in diesem Lande doch schon wieder gekommen sind. Uns sollte angst und bange werden.

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Thomas Lindenmeyer

Mehr Gelassenheit

Natürlich zeigen alle relevanten und wissenschaftlich validen Untersuchungen einen starken Zusammenhang zwischen Preis und Konsum. Auch das strikte Rauchverbot und das Ächten des Rauchens als 'uncooles' Verhalten zeigen gerade bei jungen Menschen Wirkung, während díe reine Aufklärung nachweislich wenig bewirkt. Warum sonst stemmt sich die Alkohollobby so vehement gegen ein ähnliches Vorgehen beim Thema Branntweinsteuer? Aber siehe da, die Jugendlichen trinken von Jahr zu Jahr weniger (Statistik lesen), allerdings nimmt bei der Gruppe derjenigen, die trinken, das sog. Komasaufen zu. Beim Alkohol sind es vor allem die Sekundärschäden, die einzudämmen sind: Straßenverkehr, Gewaltdelikte und sexuelle Übergriffe. Hier liegen die wirklichen Gefahren und dagegen etwas zu tun, ist sehr sinnvoll.

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Peter Bayer

Welch großes Glück...

dass sich der Staat über die im Grundgesetz garantierten Freiheitsrechte von Millionen Bürgern hinweggesetzt hat! Endlich habe ich die Möglichkeit, mein Minderwertigkeitsgefühl, Rauchern gegenüber, in Wut ausdrücken zu dürfen. Wie habe ich doch Jahrzehnte lang gelitten! Egal wo ich war, immer stand ich im Abseits. Immer war ein Raucher da, der meiner Herzensdame galant Feuer gab, und ich hatte nichts, außer meiner Biederkeit zu bieten. Immer standen Raucher lachend in Grüppchen beisammen, und ich stand stumm daneben. Immer waren Raucher die Gewitzteren, wenn es um Visionen ging, und meine Ideen waren blass. Aber jetzt, jetzt kann ich auftrumpfen! Endlich kann ich im Brustton der moralischen Empörung diese schrecklichen Raucher, diese Albträume meines Lebens, diffamieren und stigmatisieren, und ich weiß, dass ich politisch absolut korrekt handle. Das ist wahrlich besser als jede Therapie!

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Lutz von Peter

Schön, schön, ....

dass Sie das restriktive Eingreifen des "nanny states" als Erfolg werten. Als Nichtraucher sei mir der Kommentar erlaubt, dass der Rückgang der Raucherzahlen nichts mit Preisen (wohin verschwindet eigentlich die Tabaksteuer?) zu tun hat, sondern mit dem aggressiven mobbing, dem Raucher überall ausgesetzt sind. Man wird selbst im Freien von Wildfremden schräg angemacht, wenn man raucht. Leut, denen es nichts ausmacht, sich kampfgasartig mit Parfum zu überschütten greifen andere an, die draussen rauchen.
Und nun soll der "Erfolg" auf Alkohol ausgedehnt werden? Na bravo.

Und dann? Kaffee? Millionen Deutsche putschen sich mit Kaffe auf. Gar nicht gut.
Und dann? Fette Speisen? Abends spät aufbleiben? Fernsehen?

Irgendwann werden Sie auch erkennen, dass Drogenkonsum nicht in erster Linie mit Verfügbarkeit, sondern mit Labilität zu tun hat. Spätestens wenn irgend ein dahergelaufener Gutmensch ihr persönliches Laster verbieten will.

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Paul Banaschak

Liberale haben mit diesem Verbot weit weniger Probleme

als es uns die Schreiberlinge immer einreden wollen.
Allerdings sehe ich leider immer sehr viele Jugendliche rauchen, wenn ich mit meiner Frau die Unterführung im Bahnhof oder durch die Stadt gehe. Und leider sind die jungen Mädchen/Frauen dabei besonders überrepräsentiert.
Würde mich dennoch freuen, wenn ich falsch liege mit meinen Beobachtungen.

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Thomas Kutzli
Thomas Kutzli (hibouh) - 12.02.2012 07:11 Uhr

gefaehrlicher satz

"Sie sind zweitens legitimiert, weil sie offenkundig funktionieren"

Uff. Mir wird Angst und Bange, was wohl sonst noch alles funktioniert und daher legitim ist........

Gruss! Ein Nichtraucher

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Olaf Fetzer
Olaf Fetzer (OFetzer) - 12.02.2012 02:17 Uhr

Wer ist noch alles schuld?

Hier die Raucher, da die Alkoholiker, was machen wir mit den ganzen Dicken. Am Schlimmsten sind die Dicken, die nicht rauchen und kein Alkohol trinken, denn die können richtig alt werden und kosten dann dementsprechend viel im Alter.
Weder das Rauchen, noch der Alkohol, den ich nicht trinke, noch mein Gewicht, 65 kg bei 1,93 m Länge sind dafür Schuld, dass ich einbeinig durchs Leben hüpfe, es gibt auch noch so etwas wie Veranlagung und dagegen ist man machtlos, da es dagegen keine Medikamente gibt
Ich finde es auf jeden Fall schlecht mit Verboten etwas durchzusetzen, jetzt sind die Raucher dran, der Alkohol kommt als Nächstes, dann verbieten wir Essen, zumindest bei Mc Donalds und Co., vielmehr wir erlauben die Besuchszeiten Sonntags von 11 - 01 Uhr, damit werden wir schon erreichen, dass es weniger Dicke gibt. Was kommt als Nächstes?

Das Autofahren wird verboten, aah, vorher noch das Motorradfahren usw.

Einfach ein bißchen weiterspinnen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt ..

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Johannes Wahl

Soziale Ächtung

Man könnte meinen die Gesellschaft dreht durch. Angeblich haben wir in Deutschland eine moderne, liberale, freiheitliche und pluralistische Gesellschaft. Das bedeutet, so brachte das mir jedenfalls das Bildungssystem bei, dass als Mensch die Freiheit habe mit für oder gegen etwas zu entscheiden, solange die Freiheit des Anderen gewahrt wird.

Was man hier nun feststellt ist die Diskriminierung des Rauchers. Aus Gaststätten ist er entfernt worden, er wird hart besteuert und auch noch gesellschaftlich ausgegrenzt: "Wir müssen für deine schwarze Lunge blechen."

Ich kann selbst entscheiden, ob ich rauche oder nicht. Das kann mir weder Staat noch Gesellschaft verbieten. Und einfach Rauchen als "Droge" und mit "Sucht" gleichzusetzen (und zwar kollektiv!) ist übertrieben. Wer mit dem Rauchen aufhören will, braucht hier. Aber wer nicht aufhören will, der soll ruhig weiterrauchen dürfen.

Das ist ein massiver Einschnitt in die Freiheit des Einzelnen. Das verträgt sich nicht mit der Moderne!

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2012 19:58 Uhr
Olaf Fetzer
Olaf Fetzer (OFetzer) - 12.02.2012 19:58 Uhr

Gruppe A ist tolleraneter als Gruppe B ...

Sie bringen es ziemlich genau auf den Punkt. Man muss aber bedenken, dass es da noch eine andere Spezies gibt, zu der auch Peter Bayer gehört, die in Ihrem vorherigen Leben immer nur gelitten hat, da sie von den pösen, pösen Rauchern immer nur ausgebootet wurde und der liebe H. Bayer immer nur auf den 2. Platz kam. Jetzt endlich kann er sich, rechtlich legitim, rächen, *BRAVO*.
Ich rauche auch heute noch, mittlerweile auf meiner Terasse anstatt in der Kneipe, die Feste feiern wir auch auf meiner Terasse und sogar die Nichtraucher kommen. Das Essen lassen wir uns kommen! Die ganzen Nichtraucher, die vorher getönt haben "Endlich kann man die Kneipen besuchen" sind irgendwie nicht erschienen und viele Kneipen machen zu? Ziel erreicht.

Ich bin dafür, dass Rauchverbot in Deutschland herrscht, jeder sollte dafür, auch die Nichtraucher einen freiwilligen Obulus von 50 € an den Vater Staat zahlen. Ihm entgehen ja durch die nicht mehr rauchende Bevölkerung viel Kohle die ersetzt werden muss.

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Dominik Kleidorfer

Smoke on the Water

ich erfreue mich als BAT-Aktionär seit Jahren steigender Kurse und Dividenden. Die 4 großen Tabakkonzerne generieren den meisten Umsatz in Lateinamerika und Asien. Europa ist marginal. Die EU-Raucherprogrome sind heuchlerisch, wenn gleichzeitig die europäischen Tabakbauern subventioniert werden. Will denn unser Finanzminister auf die Tabaksteuer verzichten?

So, und jetzt nehme ich mir als mündiger Bürger das Recht eine Zigarette zu rauchen, wissend um die Folgen, aber dafür bin ich selbst verantwortlich.

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Sam Tyler

Rauchen für alle, sonst gibt's Krawalle!

Im gesundheitsbewussten Kalifornien wird nicht mehr geraucht, aber dafür Psychopharmaka und Stimmungstreiber aller Art eingeworfen - Produktgruppen, deren Ertragskraft noch weit über der von Tabak liegen und die schlicht und einfach ein unveränderliches menschliche Bedürfnis bedienen, das auch ohne Tabak weiter existieren wird. Der Konsument kann sich einstellen, die Industrie Milliarden verdienen, und Vater Staat kann treu um unser aller Gesundheit besorgt sein auf Kontrolle aller Lebensbereiche ausgerichtetes Herrschaftskonzept weiter verfeinern. Weniger in Gemeinschaft zu rauchen und zu trinken kommt ihm da mehr als gelegen, denn sein Ziel ist es im eigentlichen Sinne des Wortes für Zerstreuung zu sorgen. Eine Win Win Win - Situation - eine in Fesseln geschlagene Gesellschaft ist das Ziel, Konsumgebote (Inlandsnachfrage) und Konsumverbote (Rauchen, Alkohol) sind die trojanischen Pferde der Mächtigen, denen um nichts weniger als unserer Freiheit und unser Wohlergehen geht.

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 11.02.2012 20:47 Uhr

Hilfe beim Drogenausstieg ist die Pflicht jeder Solidargemeinschaft

Den Unterschied zu Alkohol hatte ich schon oben geschrieben - Alkohol ist eine "klassische" Droge mit leichtem Einstieg und bösem Ende, Nikotin hat einen bösen Einstieg und ein böses Ende.

Wenn das missverständlich gewesen sein sollte: Ich halte jede Hilfe der Solidargemeinschaft für sinnvoll, wenn Drogenabhängige entziehen wollen - auch mehrmals und immer wieder, es sind schließlich Drogen.

Die Frage ist nur, wie unabhängig von einem Entzug die Kosten verteilt werden - nicht nur Gesundheitskosten, sondern auch volkswirtschaftliche Folgekosten. Und da sehe ich als effektive Hebel nur die erwähnten zwei Möglichkeiten:

Der erste Hebel ist den Drogendealern den Gewinn streitig zu machen, d.h. den Tabakkonzernen und auch Spirituosen-Herstellern die Rechnung geben. Diese werden dann die Kosten an die Raucher weiterreichen, und das ist der zweite Hebel - wenn auch für Jugendliche eine Packung Zigaretten 25€ kostet und den Erwachsen der Arzt die Rechnung für den Raucherhusten schickt.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2012 11:04 Uhr
Martin Günther

Milchmädchenrechnung

Ein Mensch verursacht die höchsten Gesundheitskosten in seinen letzten Lebensjahren. Diese fallen bei einem Raucher nicht weg, sie finden nur früher statt.

Es ist ja eben nicht so, dass der typische gleichaltrige Raucher und Nichtraucher gesund nebeneinander herleben, bis der Raucher überraschend umfällt und der Nichtraucher dann alt, krank und teuer werden würde.

Bevor der Raucher sein frühes Ende findet, fallen bei ihm ebenfalls lebenserhaltende Behandlungen, Bypass-Operationen und Krebstherapien an.

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Wolfgang Kaeflein
Wolfgang Kaeflein (Wokae) - 12.02.2012 07:54 Uhr

Klar, jetzt auch noch die Rechnung für den Raucherhusten zahlen,

sorry, der Staat kassiert jährlich 17 Milliarden an Tabaksteuer, damit sind die Kosten für den "Raucherhusten" locker abgedeckt. Selbst wenn es nicht so wäre, dann könnte der Arzt aber auch gleich den Dicken die Rechnung präsentieren, den Sportsüchtigen für ihren Gelenkverschleiß, den Aktionsportlern für ihre Unfälle, den Rasern dito, den Arbeitssüchtigen für ihren Herzinfarkt. Dann leben Raucher laut dem Artikel auch noch 13% kürzer, das sind genau die Jahre, in denen Nichtraucher extreme Gesundheitskosten verursachen. So gesehen geht es nicht um die Solidarität der Nichtraucher mit den Rauchern, sondern die Nichtraucher sollten sich, so pervers es klingt, bei den Rauchern für ihren volkswirtschaftlichen Nutzen bedanken.

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Axel Lüssow
Axel Lüssow (alsigma) - 11.02.2012 19:12 Uhr

Liberal wäre es, die Kosten nicht zu sozialisieren

Rauchen ist die einzige Drogensucht, für die man hart arbeiten muss - denn die ersten Zigaretten sind alles andere als eine Freude. Mit dem Hintergrund der manipulativen Tabakwerbung ist es natürlich eine Frage, in wie weit diese Entscheidung informiert und frei ist - aber es ist eine Entscheidung.

Ein weiterer Streitpunkt sind klassischer Weise die Kosten des Rauchens - werden die erhöhten Kosten für Krankheiten durch den früheren Tod kompensiert? Das ist möglich, aber zunächst ist Rauchen für die Sozialkassen teuer.

Wirklich liberal wäre es daher, die gesundheitlichen Folgekosten der Sucht den Rauchern selbst auf die Rechnung zu schreiben - und so lange alles bis auf den ALG2-Satz einzuziehen, bis diese zurück gezahlt sind. Das hätte auch auch eine pädagogische Wirkung, würde also letztlich dem Schutz dienen.

Klingt zu hart, weil man als Jugendlicher Folgen nicht absehen kann? Daher ist mein Vorschlag: Gesundheitskosten konsequent von den Tabakkonzernen zurück holen!

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 11.02.2012 18:01 Uhr

Falsch: ....Die Hamburger meldeten zuletzt einen Rekordumsatz von rund einer Milliarde Euro ....

.... und eine Umsatzrendite von 50 Prozent, für die Josef Ackermann geächtet würde. Falsch! Josef Ackermann sprach von 25 % EIGENKAPITALRENDITE. Das ist etwas völlig anderes als eine Umsatzrendite. Für eine Umsatzrendite von 50 % wäre er vom Volk zumindest geächtet aber von den Aktionären heilig gesprochen worden. 50 % Umsatzrendite bei der Deutschen Bank wären ungefähr 1.900 % Eigenkapitalrendite gewesen. Aber man muss feststellen, nicht nur der "Mann auf der Straße" sondern auch das gesamte politische Personal - auf höchster Ebene - haben ihre Probleme mit der Abgrenzung dieser Begriffe.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 12.02.2012 09:43 Uhr
Paul Banaschak

Dazu müssen sie nur mal den Unterschied zwischen Eigenkapital und Umsatz kennen

und leider hat Herr Noll völlig recht.

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Rüdiger Noll
Rüdiger Noll (krn) - 12.02.2012 08:59 Uhr

.. die Antwort könnte man sich auch "ergoogln", dennoch hier kurz und knapp:

Ein Betrieb macht einen Umsatz von 1.000.000 CHF, hat ein Eigenkapital von 50.000 CHF und einen Jahresgewinn von 20.000 CHF. Daraus ergibt sich eine Umsatzrendite von 2,0 % und eine Eigenkapitalrendite von 40 %. Klar????

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Jahrgang 1963, stellvertretender Ressortleiter Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

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