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Lieferung nach Nordkorea? : Südkorea beschlagnahmt Öltanker

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Die „Lighthouse Winmore“ wird schon seit Tagen von Südkorea festgehalten. Bild: dpa

Wird Nordkorea von Russland mit Öl versorgt? Es gibt einige Hinweise. Jetzt hat Südkorea ein weiteres Schiff beschlagnahmt.

          Im Nordkorea-Konflikt hat Südkorea wegen der möglichen Verletzung von internationalen Sanktionen ein Schiff beschlagnahmt. Die unter der Flagge von Panama fahrende „KOTI“ steht unter dem Verdacht Öl nach Nordkorea zu transportieren, wie ein Vertreter des südkoreanischen Zolls am Sonntag mitteilte.

          Zusammen mit dem Geheimdienst werde der Vorfall untersucht, bestätigte das Außenministerium. Weitere Details wurden von offizieller Seite her nicht genannt. Die Nachrichtenagentur Yonhap berichtete, dass das Schiff 5100 Tonnen Öl transportieren kann und die Crew hauptsächlich aus China und Myanmar stamme.

          Es ist bereits das zweite Schiff, dass Südkorea wegen der möglichen Umgehung von Nordkorea-Sanktionen beschlagnahmt. Das Land erklärte am Freitag, es habe ein unter der Flagge Hongkongs fahrendes Schiff festgesetzt, das im Verdacht stehe, an Ölschmuggel beteiligt gewesen zu sein. Die „Lighthouse Winmore“ soll 600 Tonnen Öl auf hoher See an das nordkoreanische Schiff „Sam Jong 2“ übergeben haben. Insidern zufolge werden auch russische Tanker verdächtigt, in den vergangenen Monaten mindestens dreimal Nordkorea mit Treibstoffen versorgt zu haben.

          Wegen des nordkoreanischen Raketen- und Atomwaffenprogramms hatte der UN-Sicherheitsrat vor kurzem einstimmig schärfere Sanktionen gegen das abgeschottete Land verhängt. Sie sehen unter anderem Einschränkungen der Treibstofflieferungen vor. US-Präsident Donald Trump warf China am Freitag vor, illegale Öllieferungen nach Nordkorea zu erlauben. China, der einzig verbliebene Verbündete Nordkoreas, wies die Anschuldigung zurück. China habe sich stets genau an die Resolutionen des UN-Sicherheitsrates gehalten, teilte das chinesische Außenministerium am Sonntag mit.

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          Quelle: Reuters

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