04.02.2005 · theu. MÜNCHEN, 4. Februar. Die Augsburger Fachverlagsgruppe Weka ist mit ihren Schadensersatzforderungen gegen den Süddeutschen Verlag (SV) gescheitert. Das Landgericht Augsburg wies am Freitag eine Klage von Weka auf rund 76 Millionen Euro Schadensersatz zurück.
theu. MÜNCHEN, 4. Februar. Die Augsburger Fachverlagsgruppe Weka ist mit ihren Schadensersatzforderungen gegen den Süddeutschen Verlag (SV) gescheitert. Das Landgericht Augsburg wies am Freitag eine Klage von Weka auf rund 76 Millionen Euro Schadensersatz zurück. In dem jahrelangen Rechtsstreit warf Weka dem Verlag der "Süddeutschen Zeitung" vor, er habe die im April 2001 vertraglich besiegelte Übernahme des Fachverlags zum Preis von 157 Millionen Euro absichtlich scheitern lassen. Das Bundeskartellamt hatte den Weka-Kauf durch den SV nur unter der Auflage genehmigt, daß dieser sich von zwei Zeitschriften trenne. Zwar interessierte sich der Konkurrent Bertelsmann-Springer für die Blätter, doch scheiterten die Verhandlungen Ende 2001. Karl-Heinz Haeusler, Vorsitzender Richter am Landgericht Augsburg, bezeichnet die Behauptung von Weka, dies habe der SV absichtlich herbeigeführt, in seiner Urteilsbegründung als "durch nichts belegte Spekulationen". Gleichwohl dürfte das Scheitern der Großübernahme dem SV damals angesichts der einsetzenden Krise im Zeitungsgeschäft zumindest gelegen gekommen sein. Ein Weka-Sprecher sagte am Freitag, das Unternehmen habe noch nicht entschieden, ob es gegen das Urteil Rechtsmittel einlege.
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