04.09.2012 · Nach Jahrzehnten des Blutvergießens in Kolumbien wollen Regierung und Rebellen verhandeln. Ob der Frieden eine neue Chance bekommt, ist aber offen - früher Initiativen scheiterten.
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Die Friedensgespräche mit der FARC sind ein erster, richtiger
Schritt in die richtige Richtung. Leider bedeutet das noch lange keinen
"Frieden" für die Kolumbianer, weil die FARC lediglich in
1,3% der kolumbianischen Municipals (Gemeinden) aktiv ist und sich
vornehmlich gegen staatliche Einrichtungen gerichtet hat.
Die eigentliche Gefahr, die von den europäischen Steuerzahlern
mitfinanziert wurde, sind die Paramilitärs, die auf derselben
Terrorliste gestanden haben, wie die FARC, nur dass sie mit
europäischen Steuermitteln "demobilisiert" wurden, sich
umbenannt haben und jetzt als "gewöhnliche Kriminelle"
geführt werden, die aber nach wie vor im gesamten Land die
Bevölkerung terrorisieren.
Es sind vornehmlich diese Gruppen, die die Landbevölkerung
vertreiben und ermorden, um deren Land für den Anbau von
Palmöl, den Kohleabbau oder der Erdölförderung frei zu machen.
Von Frieden kann in Kolumbien also noch lange keine Rede sein,
Investitionssicherheit für Konzerne, wäre das Wort dafür.
Sollen Ein- und Zwei-Cent-Münzen abgeschafft werden?
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Soll die Selbstanzeige für Steuerhinterzieher abgeschafft werden?