28.10.2009 · Angesichts der noch immer andauernden Wirtschaftskrise versucht die amerikanische Regierung den Häusermarkt nach Kräften zu stützen. Doch die Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac blasen nun ausgerechnet jenes Marktsegment wieder auf, das den Beinahe-Kollaps des gesamten Finanzsystems ausgelöst hat: die Subprime-Hypotheken.
Von Norbert KulsDas Ansinnen der amerikanischen Regierung in allen Ehren: Angesichts der noch immer andauernden Wirtschaftskrise versucht sie den Häusermarkt nach Kräften zu stützen. Immerhin standen die Immobilien im Zentrum des Bebens. Doch die Methoden dieser Stützung sind mehr als fragwürdig.
Die schon mit 100 Milliarden Dollar Staatshilfe am Leben gehaltenen Immobilienfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac blasen nun ausgerechnet jenes Marktsegment wieder auf, das den Beinahe-Kollaps des gesamten Finanzsystems ausgelöst hat: die Subprime-Hypotheken. Diese Darlehen beinhalten ein so hohes Risiko, dass es garantiert zu weiteren Zahlungsausfällen bei Fannie und Freddie kommen wird. Denn die bonitätsschwachen Schuldner dürften auch in Zukunft Schwierigkeiten haben, ihre Raten zu zahlen. Dafür muss man sich nur die Bilanzen der beiden Staatskonzerne aus den vergangenen Quartalen betrachten.
Die sinnlose Verschwendung von weiteren Steuermilliarden ist abzusehen. Das ist eine Seite der Medaille. Die zweite Seite: Es droht eine neue, staatlich finanzierte Blase am amerikanischen Häusermarkt. An Absurdität ist das kaum zu überbieten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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