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Mittwoch, 19. Juni 2013
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Studie Arbeitsplatzsicherheit wird wichtiger

 ·  Ein sicherer Arbeitsplatz und ein hohes Gehalt - das ist Arbeitnehmern weltweit laut einer neuen Studie besonders wichtig. Dabei haben sich die Prioritäten sich in den vergangenen zwei Jahren deutlich verändert.

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In Krisenzeiten achten Arbeitnehmer in erster Linie darauf, dass ihr Arbeitsplatz möglichst sicher und ihr Gehalt möglichst hoch ist. Das hat eine Umfrage der Unternehmensberatung Towers Watson unter 32000 Arbeitnehmern auf der Welt ergeben. Demnach haben sich die Prioritäten der Beschäftigten in den vergangenen zwei Jahren deutlich verschoben.

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© Towers Watson

Standen bei der Vorgängerumfrage 2010 noch eine herausfordernde Arbeit und ein bequem zu erreichender Arbeitsplatz an oberster Stelle der Wunschliste, achten die Mitarbeiter heute vor allem auf die Sicherheit des Arbeitplatzes und das Grundgehalt, wenn sie sich für einen Arbeitgeber entscheiden. Für überraschend hielten es die Berater, dass auch im Kreis der besten 10 Prozent der Mitarbeiter solche „harten Fakten“ eine wichtige Rolle spielen, obwohl diese „Top-Performer“ im Zweifelsfall schnell eine andere Stelle finden würden. „Viele Arbeitgeber schätzen ihre Mitarbeiter in dieser Hinsicht falsch ein“, sagt Studienautorin Heike Ballhausen.

Insgesamt sind nach der Einteilung von Towers Watson 29 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland mit vollem Elan bei der Sache. Im internationalen Durchschnitt sind es 35 Prozent; vor allem Nordamerikaner und Asiaten treiben den Schnitt nach oben. Zu der Gruppe „Engagiert, aber ausgebremst“, zählen in Deutschland 23 Prozent der Befragten, Dienst nach Vorschrift machen 22 Prozent und die restlichen 26 Prozent sind „richtig frustiert“, wie Ballhausen es nennt. Vergleichszahlen aus 2010 gibt es dazu nicht, weil die Berater das Modell zwischenzeitlich geändert haben. Frauen seien tendenziell deutlich engagierter als ihre männlichen Kollegen – und blieben ihrem Arbeitgeber im Schnitt auch deutlich länger treu. Lob äußerten die Berater für Familienunternehmen, die seit einiger Zeit flexibler als früher auf die Wünsche der Mitarbeiter eingingen.

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Jahrgang 1976, Redakteurin in der Wirtschaft.

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