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Streit über Fleischbetrieb : Machtkampf im Hause Tönnies beendet

  • Aktualisiert am

Clemens und Robert Tönnies (rechts) hatten sich seit mehr als fünf Jahren in verschiedenen Gerichtsverfahren gestritten. Bild: dpa

Jahrelang standen sich Clemens und Robert Tönnies vor Gericht gegenüber. Jetzt ist die Zukunft von Deutschlands größtem Fleischbetrieb offenbar geklärt.

          Im seit Jahren schwelenden Familienstreit um Deutschlands größten Fleischbetrieb Tönnies gibt es eine Einigung. Firmenchef Clemens Tönnies und sein Neffe Robert hätten sich gemeinsam mit Clemens’ Tönnies Sohn Maximilian auf eine Neuordnung der Tönnies-Gruppe und der Zur Mühlen Gruppe geeinigt, hieß es in einer gemeinsamen Pressemitteilung am Freitag. Damit würden alle gerichtlichen und sonstigen Auseinandersetzungen unter den Gesellschaftern endgültig beigelegt „und die in diesem Rahmen erhobenen Vorwürfe gegenstandslos“.

          Die Einigung sieht vor, dass unter dem Dach einer künftigen Tönnies Holding alle bisherigen Aktivitäten der beiden Unternehmensgruppen fortgeführt und weiterentwickelt werden. Clemens und Robert Tönnies sind an der Holding gleichberechtigt beteiligt. Clemens Tönnies wird zudem seinen Sohn Maximilian beteiligen, um den Generationswechsel einzuleiten.

          Mehr als fünf Jahre lang im Streit

          Die Holding werde als Familienholding von Clemens und Robert Tönnies gemeinsam mit einem Beirat geleitet. An der Unternehmensspitze soll künftig die aus vier Mitgliedern bestehende Geschäftsführung der Tönnies Holding stehen, die zu gleichen Teilen von den Gesellschaftern der beiden Familienstämme bestellt werden. Die Einigung stehe noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die Kartellbehörden.

          Clemens und Robert Tönnies hatten sich seit mehr als fünf Jahren in verschiedenen Gerichtsverfahren gestritten. Im Kern ging es dabei um die Vorherrschaft in dem Unternehmen, das 2016 weltweit mit 12.500 Mitarbeitern 6,35 Milliarden Euro Umsatz mit dem Schlachten von Schweinen und Rindern gemacht hat.

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          Quelle: bfch./dpa

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