Home
http://www.faz.net/-gqe-zemd
Mehr Angebote
| Abo|Hilfe
Montag, 13. Februar 2012
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Straßenverkehr Tiefensee will 22 Schilder abschaffen

18.07.2008 ·  Bundesverkehrsminister Tiefensee will im kommenden Jahr 22 Verkehrsschilder aus dem Straßenbild verschwinden lassen. „Ich möchte den Schilderwald lichten“, sagte der Minister. Unter den Streichkandidaten finden sich die vor Glätte warnende Schneeflocke und das Ufer-Warnschild.

Artikel Bilder (24) Lesermeinungen (18)

Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will den Schilderwald auf den deutschen Straßen lichten. Zum 1. Januar 2009 sollten eine Reihe von Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung gestrichen werden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin. Insgesamt sollen 22 Zeichen wegfallen, darunter die vor Eis- und Schneeglätte warnende Schneeflocke sowie die Warnschilder vor Ufern, Fußgängerüberwegen und Bahnübergängen. Gestrichen würden auch die Warnhinweise vor Splitt oder Schotter auf der Fahrbahn sowie vor Steinschlag.

Der Katalog werde in Zusammenarbeit mit den Ländern erarbeitet, sagte die Sprecherin. Die Vorschläge seien derzeit in der Anhörung. „Ich möchte den Schilderwald lichten“, sagte der Minister am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. „Weniger ist oft mehr.“ Veraltete Zeichen ohne Nutzen sollen weg: „Aus meiner Sicht sind viele Verkehrsschilder überflüssig.“

Fahrlehrerverbände finden Streichliste sinnvoll

Er wolle sich jetzt mit den Ländern abstimmen, „um dann den Spaten in die Hand zu nehmen und Zeichen abzubauen, sagte Tiefensee. „In enger Zusammenarbeit straffen und vereinfachen wir die Verwaltungsvorschriften. Damit wird es übersichtlicher auf deutschen Straßen.“ Verkehrsteilnehmer würden von unnötigen Informationen entlastet und hätten den Kopf frei, sich mehr auf die Straße zu konzentrieren. „Weniger Ablenkung bedeutet mehr Sicherheit.“

Die Fahrlehrerverbände bezeichneten die Streichliste als sinnvoll. Es gebe ein allgemeines Verkehrszeichen für Gefahrenstellen. Deshalb seien Schilder, die einen Bahnübergang ankündigten oder vor Steinschlag warnten, nicht extra notwendig, sagte der Vorsitzende ihrer Bundesvereinigung, Gerhard von Bressensdorf, bei MDR INFO. Die FDP übte dagegen Kritik. „Minister Tiefensee setzt an der falschen Stelle an“, sagte der FDP-Verkehrsexperte Patrick Döring. „Sicherheitsrelevante Schilder wie 'Glätte' und 'Steinschlag' müssen erhalten bleiben.“

Weitersagen Kommentieren Merken Drucken
Weitersagen

Mit Schulden

Von Johannes Ritter

Die Stadt Hamburg will ihren Anteil an der Reederei Hapag-Lloyd aufstocken. Solche ordnungspolitischen Sündenfälle haben in der Hansestadt Tradition. Mehr 3

13.02.2012 09:26 Uhr
  Vortag
Dax 6.750,91 +0,87%
 OK
13.02.2012
Name Kurs Prozent
DAX 6.750,91 +0,87%
FAZ-INDEX 1.507,22 +0,81%
TecDAX 773,33 +0,45%
MDAX 10.316,60 +0,66%
SDAX 5.003,83 +0,38%
REX 421,06 −0,02%
Eurostoxx 50 2.501,60 +0,84%
F.A.Z. EURO INDEX 80,74 +0,91%
Dow Jones 12.801,20 −0,69%
Nasdaq 100 2.547,32 −0,65%
S&P500 1.342,64 −0,69%
Nikkei225 8.999,18 +0,58%
EUR/USD 1,3272 +0,26%
Rohöl Brent Crude 118,27 $ +0,31%
Gold 1.711,50 $ −2,09%
Bund Future 137,81 € −0,58%