18.07.2008 · Bundesverkehrsminister Tiefensee will im kommenden Jahr 22 Verkehrsschilder aus dem Straßenbild verschwinden lassen. „Ich möchte den Schilderwald lichten“, sagte der Minister. Unter den Streichkandidaten finden sich die vor Glätte warnende Schneeflocke und das Ufer-Warnschild.
Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will den Schilderwald auf den deutschen Straßen lichten. Zum 1. Januar 2009 sollten eine Reihe von Verkehrszeichen aus der Straßenverkehrsordnung gestrichen werden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Freitag in Berlin. Insgesamt sollen 22 Zeichen wegfallen, darunter die vor Eis- und Schneeglätte warnende Schneeflocke sowie die Warnschilder vor Ufern, Fußgängerüberwegen und Bahnübergängen. Gestrichen würden auch die Warnhinweise vor Splitt oder Schotter auf der Fahrbahn sowie vor Steinschlag.
Der Katalog werde in Zusammenarbeit mit den Ländern erarbeitet, sagte die Sprecherin. Die Vorschläge seien derzeit in der Anhörung. „Ich möchte den Schilderwald lichten“, sagte der Minister am Freitagmorgen der Nachrichtenagentur dpa. „Weniger ist oft mehr.“ Veraltete Zeichen ohne Nutzen sollen weg: „Aus meiner Sicht sind viele Verkehrsschilder überflüssig.“
Fahrlehrerverbände finden Streichliste sinnvoll
Er wolle sich jetzt mit den Ländern abstimmen, „um dann den Spaten in die Hand zu nehmen und Zeichen abzubauen, sagte Tiefensee. „In enger Zusammenarbeit straffen und vereinfachen wir die Verwaltungsvorschriften. Damit wird es übersichtlicher auf deutschen Straßen.“ Verkehrsteilnehmer würden von unnötigen Informationen entlastet und hätten den Kopf frei, sich mehr auf die Straße zu konzentrieren. „Weniger Ablenkung bedeutet mehr Sicherheit.“
Die Fahrlehrerverbände bezeichneten die Streichliste als sinnvoll. Es gebe ein allgemeines Verkehrszeichen für Gefahrenstellen. Deshalb seien Schilder, die einen Bahnübergang ankündigten oder vor Steinschlag warnten, nicht extra notwendig, sagte der Vorsitzende ihrer Bundesvereinigung, Gerhard von Bressensdorf, bei MDR INFO. Die FDP übte dagegen Kritik. „Minister Tiefensee setzt an der falschen Stelle an“, sagte der FDP-Verkehrsexperte Patrick Döring. „Sicherheitsrelevante Schilder wie 'Glätte' und 'Steinschlag' müssen erhalten bleiben.“
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| DAX | 6.750,91 | +0,87% |
| FAZ-INDEX | 1.507,22 | +0,81% |
| TecDAX | 773,33 | +0,45% |
| MDAX | 10.316,60 | +0,66% |
| SDAX | 5.003,83 | +0,38% |
| REX | 421,06 | −0,02% |
| Eurostoxx 50 | 2.501,60 | +0,84% |
| F.A.Z. EURO INDEX | 80,74 | +0,91% |
| Dow Jones | 12.801,20 | −0,69% |
| Nasdaq 100 | 2.547,32 | −0,65% |
| S&P500 | 1.342,64 | −0,69% |
| Nikkei225 | 8.999,18 | +0,58% |
| EUR/USD | 1,3272 | +0,26% |
| Rohöl Brent Crude | 118,27 $ | +0,31% |
| Gold | 1.711,50 $ | −2,09% |
| Bund Future | 137,81 € | −0,58% |