Nun trifft es auch die P+S-Werften. Der vorpommersche Schiffbaubetrieb hat Insolvenz angemeldet. Zwar hatte der Geschäftsführer Rüdiger Fuchs in den vergangenen Tagen alle Hebel in Bewegung gesetzt, um die Zahlungsunfähigkeit noch abzuwenden, aber ohne Erfolg: Kunden und Lieferanten wollten offenbar kein Geld für die Sanierung eines Unternehmens bereitstellen, das schon seit Jahren unter finanziellen Problemen leidet.
Für den Werftenstandort Deutschland ist diese Insolvenz ein weiteres Warnsignal. Die Strategie der Schiffbauer, sich von der Massenfertigung zu verabschieden und dem Spezialschiffbau zuzuwenden, ist schwieriger als gedacht erfolgreich umzusetzen. Die Konkurrenz aus Asien wird stärker. Zwar bauen Chinesen und Koreaner bisher vor allem Containerschiffe, doch es wird nicht lange dauern, bis sie in großem Stil Errichterschiffe für Windparks, schwimmende Bauplattformen und andere Spezialanfertigungen liefern werden.
So schmerzhaft die Insolvenz eines Unternehmens für die Beschäftigten ist: Der Schiffbau in Deutschland hat nur noch in wenigen Nischen eine Zukunft. Die Bundesregierung sollte daher auf gar keinen Fall versuchen, einen Teil der Branche mit Rettungshilfen am Leben zu halten.
Warum eigentlich nicht?
Sabine Mersmann (Sabine2772)
- 01.09.2012, 17:09 Uhr
Gnadenlos dumm ...
Samuel Lang (Orendel)
- 29.08.2012, 19:20 Uhr