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Steuerhinterziehung : Strafbefehl gegen Sparkassen-Präsident Fahrenschon

  • Aktualisiert am

Gegen Georg Fahrenschon liegt ein Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung vor. Bild: dpa

Die Staatsanwaltschaft München hat gegen den Georg Fahrenschon Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung erlassen. Der ehemalige bayrische CSU-Finanzminister hat mehrere Steuererklärungen verspätet eingereicht.

          Die Staatsanwaltschaft München hat laut Medienbericht einen Strafbefehl wegen Steuerhinterziehung gegen Georg Fahrenschon erlassen. Das bestätigt der frühere bayrische CSU-Finanzminister und jetzige Präsident des Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) der „Bild am Sonntag“. Es gehe dabei um die verspätete Abgabe seiner Steuererklärungen der Jahre 2012, 2013 und 2014, die er erst im Jahr 2016 beim Finanzamt einreichte.

          „Das ist ein Ver­säum­nis, das ich sehr be­dau­re. Dies gilt be­son­ders vor dem Hin­ter­grund, dass mir meine Vor­bild­rol­le ab­so­lut be­wusst ist“, erklärte Farnschon in einem Statement der Zeitung. Im Jahr 2016 seien alle vom Fi­nanz­amt fest­ge­stell­ten Steu­ern, Zin­sen sowie die zu Recht er­ho­be­nen Säum­nis­zu­schlä­ge be­zahlt worden.

          Fahrenschon sieht in der ver­spä­te­ten Ab­ga­be der Steu­er­er­klä­run­gen keine vor­sätz­li­che Steu­er­hin­ter­zie­hung. Ihm sei vor­zu­wer­fen, dass er sei­ner Pflicht zur recht­zei­ti­gen Ab­ga­be der je­wei­li­gen Er­klä­run­gen nicht nach­ge­kom­men sei. Das sei kri­tik­wür­dig, aber keine vor­sätz­li­che Straf­tat. „Ich habe den erlassenen Strafbefehl nicht akzeptiert, sondern bitte das zuständige Gericht um eine vollständige und gerechte Bewertung des Sachverhalts", so Fahrenschon.

          Fahrenschon war von 2002 bis 2007 Bundestagsabgeordneter und von 2008 bis 2011 bayerischer Staatsminister der Finanzen. Ende November 2011 wurde er zum DSGV-Präsidenten gewählt. Die Nachricht kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Fahrenschon, denn morgen sollte er eigentlich auf der Mitgliederversammlung des Sparkassen- und Giroverbands wiedergewählt werden. Seine Kandidatur wolle er wegen des Steuerstrafverfahrens nicht zurückziehen, berichtet die „Bild am Sonntag“ mit Berufung auf Quellen aus seinem Umfeld.

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