Home
http://www.faz.net/-gqe-78mlw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Stiftung Warentest Gebühren für Siegel-Nutzung

Die Stiftung Warentest nimmt künftig Lizenzgebühren für die Nutzung ihres Testsiegels. Mindestens 7000 Euro sollen Unternehmen zahlen, die damit werben wollen.

© dapd Vergrößern Begehrt bei Unternehmen: gute Noten bei der Stiftung Warentest

Unternehmen, die das Logo für Werbezwecke einsetzen, müssten ab dem 1. Juli zwischen 7.000 und 25.000 Euro Lizenzgebühren zahlen, sagte eine Stiftungs-Sprecherin am Dienstag und bestätigte einen Bericht des „Handelsblatts“. Es habe immer wieder Fälle von irreführender oder unlauterer Werbung gegeben, weil das Produkt nach einem Test verändert wurde. Mit den Gebühren wolle die Stiftung erreichen, dass sich Kunden zu 100 Prozent auf das Testurteil verlassen können, sagte die Sprecherin.

Bisher zahlen Firmen, die mit dem Testsiegel werben, eine Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. Künftig kostet die Lizenz 7.000 Euro, wenn das Logo ein Jahr lang auf Verpackungen, in Printkampagnen oder im Internet erscheinen soll. Für zwei Jahre sind 10.000 Euro fällig, für Kino- und Fernsehwerbung sogar 15.000 bis 25.000 Euro.

Das Geld solle zum Teil in Nachtests und stärkere Kontrollen investiert werden, sagte die Sprecherin. Dem „Handelsblatt“ zufolge wird es auch benötigt, weil das Stiftungskapital von 50 Millionen Euro wegen der niedrigen Zinsen derzeit zu wenig Geld abwirft. Um dem Verdacht vorzugreifen, die Stiftung verliere mit dem Geschäft ihre Unabhängigkeit, übernimmt das gemeinnützige Unternehmen RAL die Vermarktung des Logos.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA-AFX

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Streit mit Stiftung Warentest Ritter Sport verzichtet auf Schadenersatz

Ein Jahr ist es her, dass die Stiftung Warentest der Voll-Nuss-Schokolade von Ritter Sport die Note fünf gab, weil die Inhaltsstoffe irreführend gekennzeichnet seien. Der Schokohersteller zog mit Erfolg vor Gericht - und will es dabei belassen. Mehr

16.11.2014, 15:00 Uhr | Wirtschaft
Internetkonzern Google testet Webseiten ohne Werbung

Google verdient sein Geld mit Werbung. Doch gegen eine monatliche Gebühr will der Internetkonzern Werbung auf Partnerseiten nun ausblenden. Mehr

21.11.2014, 11:55 Uhr | Wirtschaft
Das Verbraucherthema Zur Kasse bitte!

Lastschrift oder Kreditkarte, Sofortüberweisung oder Paypal - im Internet haben Kunden beim Zahlen die Wahl. Ein Überblick mit Tipps zu Sicherheit und Gebühren. Mehr Von Petra Kirchhoff

21.11.2014, 12:35 Uhr | Rhein-Main
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 23.04.2013, 13:46 Uhr

Zurück auf Null

Von Manfred Schäfers

Der Etatausgleich kann nur der Anfang sein - wer die Zukunft sichern will, muss mehr tun. Wählerfreundliche Politik ist damit jedenfalls nicht gemeint. Mehr 4 10


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Deutsche fühlen sich für Unternehmerdasein nicht gerüstet

Nur 34 Prozent der Deutschen glauben, ihre Ausbildung habe ihnen die Fähigkeit vermittelt, ein eigenes Unternehmen zu führen. Mehr 4

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden