http://www.faz.net/-gqe-78mlw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 23.04.2013, 13:46 Uhr

Stiftung Warentest Gebühren für Siegel-Nutzung

Die Stiftung Warentest nimmt künftig Lizenzgebühren für die Nutzung ihres Testsiegels. Mindestens 7000 Euro sollen Unternehmen zahlen, die damit werben wollen.

© dapd Begehrt bei Unternehmen: gute Noten bei der Stiftung Warentest

Unternehmen, die das Logo für Werbezwecke einsetzen, müssten ab dem 1. Juli zwischen 7.000 und 25.000 Euro Lizenzgebühren zahlen, sagte eine Stiftungs-Sprecherin am Dienstag und bestätigte einen Bericht des „Handelsblatts“. Es habe immer wieder Fälle von irreführender oder unlauterer Werbung gegeben, weil das Produkt nach einem Test verändert wurde. Mit den Gebühren wolle die Stiftung erreichen, dass sich Kunden zu 100 Prozent auf das Testurteil verlassen können, sagte die Sprecherin.

Bisher zahlen Firmen, die mit dem Testsiegel werben, eine Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. Künftig kostet die Lizenz 7.000 Euro, wenn das Logo ein Jahr lang auf Verpackungen, in Printkampagnen oder im Internet erscheinen soll. Für zwei Jahre sind 10.000 Euro fällig, für Kino- und Fernsehwerbung sogar 15.000 bis 25.000 Euro.

Das Geld solle zum Teil in Nachtests und stärkere Kontrollen investiert werden, sagte die Sprecherin. Dem „Handelsblatt“ zufolge wird es auch benötigt, weil das Stiftungskapital von 50 Millionen Euro wegen der niedrigen Zinsen derzeit zu wenig Geld abwirft. Um dem Verdacht vorzugreifen, die Stiftung verliere mit dem Geschäft ihre Unabhängigkeit, übernimmt das gemeinnützige Unternehmen RAL die Vermarktung des Logos.

Mehr zum Thema

Quelle: DPA-AFX

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Französischer Islam Was Gott gefällt, soll Steuern bringen

Frankreichs Regierung will Moscheen im Land vor nichtfranzösischen Einflüssen schützen. Sie treibt deshalb die Gründung einer Stiftung für einen französischen Islam voran und denkt über Steuern auf Halal-Produkte nach. Mehr Von Michaela Wiegel, Paris

29.08.2016, 21:09 Uhr | Politik
Berlin De Maizière erwartet mehr Selbstkontrolle von Facebook

Bundesinnenminister Thomas de Maiziere hat im Rahmen eines Arbeitsbesuches in den Berliner Geschäfträumen von Facebook abermals eine stärkere eigene Kontrolle von verbotenen Inhalten gefordert. Die Unternehmenssprecherin von Facebook Deutschland, Eva-Maria Kirschsiepe, versicherte, das Unternehmen stelle sich dieser gesellschaftlichen Verantwortung. Mehr

29.08.2016, 18:16 Uhr | Politik
Folgen des VW-Abgas-Skandals Wolfsburg erhöht Hundesteuer

Deutschlands größter privater Arbeitgeber ist auch ein wichtiger Steuerzahler. Das merken Städte nicht nur in Niedersachsen. Hier kommen einige Beispiele. Mehr

29.08.2016, 10:57 Uhr | Wirtschaft
Flüchtlingskrise Gestrandet an der ungarischen Grenze

Flüchtlinge, die über Serbien nach Ungarn kommen, können nur in einem sogenannten Transitbereich Asyl beantragen. Wochenlang warten sie davor - ohne ausreichend Nahrung, ärztliche Versorgung und in notdürftigen Zelten. Mehr

28.08.2016, 15:48 Uhr | Politik
Negativzins Wenn Zinsen zu Gebühren werden

Die Banken geraten wegen des Niedrigzins immer mehr unter Druck und drehen nun an der Gebührenschrauben. Das muss man als Kunde aber nicht mitmachen. Ein Leitfaden verrät, wie man richtig spart. Mehr Von Victor Gojdka

29.08.2016, 12:33 Uhr | Finanzen

Illoyaler Gabriel

Von Henrike Roßbach

Ein Wirtschaftsminister müsste eigentlich den Freihandel seines Landes fördern wollen. Stattdessen betreibt der SPD-Chef Parteipolitik. Mehr 18 50

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden