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Stiftung Warentest : Gebühren für Siegel-Nutzung

  • Aktualisiert am

Begehrt bei Unternehmen: gute Noten bei der Stiftung Warentest Bild: dapd

Die Stiftung Warentest nimmt künftig Lizenzgebühren für die Nutzung ihres Testsiegels. Mindestens 7000 Euro sollen Unternehmen zahlen, die damit werben wollen.

          Unternehmen, die das Logo für Werbezwecke einsetzen, müssten ab dem 1. Juli zwischen 7.000 und 25.000 Euro Lizenzgebühren zahlen, sagte eine Stiftungs-Sprecherin am Dienstag und bestätigte einen Bericht des „Handelsblatts“. Es habe immer wieder Fälle von irreführender oder unlauterer Werbung gegeben, weil das Produkt nach einem Test verändert wurde. Mit den Gebühren wolle die Stiftung erreichen, dass sich Kunden zu 100 Prozent auf das Testurteil verlassen können, sagte die Sprecherin.

          Bisher zahlen Firmen, die mit dem Testsiegel werben, eine Bearbeitungsgebühr von 500 Euro. Künftig kostet die Lizenz 7.000 Euro, wenn das Logo ein Jahr lang auf Verpackungen, in Printkampagnen oder im Internet erscheinen soll. Für zwei Jahre sind 10.000 Euro fällig, für Kino- und Fernsehwerbung sogar 15.000 bis 25.000 Euro.

          Das Geld solle zum Teil in Nachtests und stärkere Kontrollen investiert werden, sagte die Sprecherin. Dem „Handelsblatt“ zufolge wird es auch benötigt, weil das Stiftungskapital von 50 Millionen Euro wegen der niedrigen Zinsen derzeit zu wenig Geld abwirft. Um dem Verdacht vorzugreifen, die Stiftung verliere mit dem Geschäft ihre Unabhängigkeit, übernimmt das gemeinnützige Unternehmen RAL die Vermarktung des Logos.

          Quelle: DPA-AFX

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