12.01.2004 · Die Bilanzprobleme bei der Schweizer Adecco treffen den größten Personaldienstleister der Welt. Die Gruppe beschäftigt weltweit in knapp 68 Ländern rund 28.000 Mitarbeiter.
Die Bilanzprobleme bei der Schweizer Adecco treffen den größten Personaldienstleister der Welt. Die Gruppe mit Sitz in Cheserex beschäftigt weltweit in knapp 68 Ländern rund 28.000 Mitarbeiter.
Sie vermitteln nach Firmenangaben pro Jahr rund vier Millionen Arbeitskräfte an hunderttausende Arbeitgeber. In Deutschland arbeiten 900 Menschen direkt für Adecco, hinzu kommen 12.500 Zeitarbeiter. Bislang genoß das Unternehmen auf dem Schweizer Börsenparkett einen guten Ruf. Doch in Erinnerung an die Skandale bei Parmalat oder Enron fürchteten Anleger am Montag zunächst das Schlimmste: Die Adecco-Aktie stürzte ab.
Das Unternehmen hatte in den vergangenen Jahren bereits unter der weltweiten Wirtschaftsflaute zu leiden. Adecco erwirtschaftete 2002 einen Umsatz von 25,1 Milliarden Schweizer Franken (17,1 Milliarden Euro) und damit rund acht Prozent weniger als im Vorjahr. Zudem wurden rund tausend Stellen abgebaut. Die Veröffentlichung der Ergebnisse für 2003 wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.
Insbesondere die Geschäftszahlen in den Vereinigten Staaten müßten überprüft werde, hieß es. Nach Angaben von Dresdner Kleinwort Wasserstein (DKW) liegen die Schwierigkeiten bei der amerikanischen Filiale Olsten, die Adecco 1999 gekauft hatte. Das Nordamerika-Geschäft steht demnach für 23 Prozent der Umsätze der Adecco-Gruppe.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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