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Steve und sein Job Zeitenwende bei Apple

15.01.2009 ·  Natürlich wird Apple auch nach einem Rücktritt Jobs' weiter existieren. Für seinen Übergangs-Nachfolger Tim Cook hingegen tut sich eine Chance auf: Macht Cook seine Sache gut, dürfte er der nächste Apple-Chef werden.

Von Carsten Knop
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Häufig ist es weit hergeholt, wenn das Wohl eines Unternehmens allein mit dem Tun des Vorstandsvorsitzenden verbunden wird. Wenn es aber ein großes Unternehmen gibt, in dem die Gesundheit des Vorstandsvorsitzenden mit dem Geschäft besonders eng verwoben ist, dann ist es der amerikanische Computerkonzern Apple.

Es war Steve Jobs, der das von ihm mitbegründete Unternehmen in den Jahren nach 1997 vor der Insolvenz bewahrt hat. Mehr als das: Er hat den Nischenanbieter Apple mit dem digitalen Musikspieler iPod zu einem Massenhersteller von Unterhaltungselektronik gemacht; er ist dabei, mit dem Mobiltelefon iPhone den etablierten Handyherstellern das Leben schwer zu machen, und er hat seiner Macintosh-Computerplattform mit Chips von Intel und der Öffnung für das Windows-Betriebssystem von Microsoft technologisch eine viel bessere Perspektive verschafft. Wenn Jobs sich nun aus gesundheitlichen Gründen von der Spitze des Unternehmens zurückzieht, ist das ein Schlag, auch wenn es zunächst heißt, dieser Schritt sei nur vorübergehend.

Natürlich wird Apple auch danach weiter existieren. Aber Jobs muss sich den Vorwurf gefallen lassen, dass er möglichen Nachfolgern nur wenig Luft zum Atmen gelassen hat, auch wenn sie in jüngerer Zeit hin und wieder eine Bühne betreten durften. Die sehr verwirrende Informationspolitik über seinen Gesundheitszustand hätte er den Aktionären ebenfalls ersparen sollen. Für seinen Übergangs-Nachfolger Tim Cook hingegen tut sich eine Chance auf: Macht Cook seine Sache gut, dürfte er der nächste Apple-Chef werden.

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Jahrgang 1969, Redakteur in der Wirtschaft, verantwortlich für die Unternehmensberichterstattung, zuständig für „Die Lounge“.

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