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Steuerrechner : Welche Partei gut für Ihren Geldbeutel ist

Bild: F.A.Z.

Wie teuer käme Sie ein Wahlsieg der Linken? Was bedeuten die Vorschläge der CDU für Ihre Finanzen? Mit dem Steuerrechner der F.A.Z. und des Ifo-Instituts können Sie genau das schnell und einfach ausrechnen.

          Die Einkommensteuer bringt dem Staat jedes Jahr knapp 300 Milliarden Euro ein. Allerdings möchten die meisten Steuerzahler selbst dazu möglichst wenig beitragen. Insbesondere vor einer Bundestagswahl interessieren sich deshalb viele dafür, wie viel Steuer sie laut den Wahlprogrammen der Parteien künftig zahlen sollen.

          Christoph Schäfer

          Redakteur vom Dienst bei FAZ.NET.

          Mit dem Steuerrechner der F.A.Z. und des Ifo-Instituts können Sie genau das nun schnell und einfach ausrechnen. Der Steuerrechner zeigt Ihnen, wie sich der Vorschlag einer Partei auf Ihre Steuerlast auswirken würde. Zugleich zeigt der Steuerrechner, ob damit ein Loch in den Bundeshaushalt gerissen wird, und welche Auswirkungen der Tarif auf die Verteilung der Steuerlast in Deutschland hat.

          Mit Hilfe des Steuerrechners können Sie auch Ihren persönlichen Einkommensteuertarif entwerfen. Sie können selbst entscheiden, wie hoch der Grundfreibetrag sein soll, wie hoch der Spitzensteuersatz, ab welchem Einkommen er gelten soll und natürlich auch, mit welchem Steuersatz die Besteuerung beginnt. Wohlgemerkt: Im Eingabefeld geht es um das „zu versteuernde Einkommen“, also um das Einkommen nach allen Ausgaben, die steuerlich geltend gemacht werden können und die die Steuerlast mindern (etwa die Pendlerpauschale, Kindergartengebühren, Versicherungen).

          Falls Ihnen der Steuerrechner nicht korrekt angezeigt wird, klicken Sie bitte hier.

          Der Rechner zeigt auch, wie viel die Armen und wie viel die Reichen dieses Landes zur Einkommensteuer beitragen würden, wenn Sie darüber zu entscheiden hätten. Er berücksichtigt allerdings nicht, dass die Deutschen bei anderen Steuersätzen möglicherweise mehr oder weniger arbeiten würden. „Die Forschung hat aber gezeigt, dass Anpassungsreaktionen an Veränderungen der Einkommensteuer sehr gering ausfallen“, sagt Andreas Peichl, Finanzwissenschaftler am Ifo-Institut in München. „Wenn man keine radikale Reform macht, sind die tatsächlichen Auswirkungen sehr nah an den Werten, die wir in unserem Steuerrechner ausweisen.“

          Der Steuerrechner ist von Ökonomen des Ifo-Instituts erarbeitet worden. Das jeweilige Steueraufkommen haben sie konkret ermittelt, indem sie die Wahlprogramme der Parteien auf die Einkommensverteilung in Deutschland angewendet haben. Die Basis dafür bildet eine Datenbank des Statistischen Bundesamts mit über drei Millionen Steuererklärungen aus dem Jahr 2010, die auf die Gesamtbevölkerung hochgerechnet werden können. Neuere Daten liegen bisher nicht vor – deshalb werden die Steuerdaten anhand der makroökonomischen Entwicklung von 2010 auf 2017 fortgeschrieben.

          CDU: Vor allem Gutverdiener profitieren

          Bei einem Blick in das Wahlprogramm der CDU/CSU zeigt sich, dass diese mittlere und höhere Einkommen entlasten will. Konkret will die Union den derzeitigen Spitzensteuersatz (42 Prozent) erst ab 60.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen gelten lassen. Die CDU/CSU möchte zudem den „Mittelstandsbauch verringern“. Der Steuerrechner modelliert dies nach den Plänen der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung (MIT) der CDU/CSU, welche eine Verringerung des Grenzsteuersatzes an der Knickstelle von 24 auf 20 Prozent vorsieht. Diese Pläne entlasten zwar auch Einkommen ab etwa 14.000 Euro im Jahr, das aber in deutlich geringerem Umfang als etwa höhere Einkommen.

          Im F.A.Z.-Ifo-Steuerrechner können Sie nachrechnen, was dies für Sie bedeutet. So spart beispielsweise ein Single mit 30.000 Euro zu versteuerndem Jahreseinkommen 744 Euro Steuern im Jahr, während ein Single mit 60.000 Euro Jahreseinkommen 1.637 Euro Steuern spart. Durch die Steuersenkungen würden die Staatseinnahmen um etwa 22 Milliarden Euro sinken.

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