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Steuerlast Weniger Netto vom Brutto im nächsten Jahr

Arbeitnehmer haben im Jahr 2011 weniger Geld in der Tasche. Das hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet. Der Grund: Zwar sinkt die Steuerlast, weil ein größerer Teil der Aufwendungen für die Altersvorsorge abgezogen werden kann.

© ddp Vergrößern Am härtesten trifft es verheiratete Arbeitnehmer mit einem Kind

Arbeitnehmer haben im kommenden Jahr weniger Geld in der Tasche. Das hat der Bund der Steuerzahler ausgerechnet. Der Grund: Zwar sinkt die Steuerlast, weil ein größerer Teil der Aufwendungen für die Altersvorsorge abgezogen werden kann. Doch die steigenden Beiträge für Krankenkasse und Arbeitslosenversicherung fressen diesen Vorteil mehr als auf. Weil die Sozialabgaben gedeckelt sind, fällt die Mehrbelastung bei Geringverdienern sogar besonders groß aus. Die bessere Abzugsfähigkeit der Altersvorsorge beruht auf der langfristigen schrittweisen Umstellung auf die nachgelagerte Besteuerung, bei der der Fiskus im Gegenzug stärker auf Renten und Pensionen zugreift.

Am härtesten trifft es nach den Musterberechnungen des Steuerzahlerbundes verheiratete Arbeitnehmer mit einem Kind und einem monatlichen Bruttoeinkommen von 2500 Euro (Steuerklasse 3). Ihnen zieht der Arbeitgeber 2011, wenn sie keiner Kirche angehören, insgesamt 93,96 Euro mehr vom Gehalt ab. Beträgt die Vergütung 1000 Euro, liegt die Mehrbelastung zwar nur bei 48 Euro. Wer 6000 Euro verdient, kommt aber bereits mit bloßen 35,64 Euro davon. Beträgt das Monatsgehalt 8000 Euro, kassieren Finanzamt und Sozialversicherer zusammen sogar lediglich 16,56 Euro mehr.

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Für Ledige ohne Kinder steigt die Mehrbelastung am kräftigsten, wenn das Bruttogehalt 3500 Euro beträgt. Sie liegt dann bei 62,40 Euro. Von einem Monatsgehalt von 1000 Euro ziehen ihnen die öffentlichen Kassen künftig 39,96 Euro zusätzlich ab, von 6000 Euro monatlich an jedoch nur 1,32 Euro. Alleinerziehenden mit einem Kind geht es ähnlich: Bei einem Bruttogehalt von 1000 Euro werden 48 Euro zusätzlich fällig. Bei 3500 Euro sind es 64,20 Euro, von 6000 Euro an dagegen nur noch 48 Cent mehr als bisher.

Quelle: F.A.Z.

 
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