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Veröffentlicht: 23.04.2013, 08:41 Uhr

Steuerhinterziehung Preiswerte Fahrkarte Selbstanzeige

Spannend am Fall Hoeneß ist, was diesmal für den Betroffenen schief lief: Nur weil trotz Selbstanzeige sein Haus durchsucht wurde, konnten Informationen darüber durchsickern.

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Die Politik hat sich die Köpfe heißgeredet über das Steuerabkommen mit der Schweiz - die Steuerhinterzieher nicht. Vielmehr zeigen die Erfahrungen von Finanzämtern und Steueranwälten einhellig: Das Platzen des Vertrags hat kaum zu einem Anstieg der Selbstanzeigen geführt.

Denn meist waren und sind diese ohnehin die preiswertere Fahrkarte zur Straffreiheit - und nicht, wie die Opposition glauben machen wollte, die gescheiterte Pauschalversteuerung für Altsünden durch die Schweizer Banken. Auch als noch Hoffnung auf ein Inkrafttreten bestand, haben Anwaltskanzleien zahlreiche Fälle auf herkömmlichem Wege bereinigt - klammheimlich und nicht selten in derselben Größenordnung wie im Fall Hoeneß.

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Richtig ist: Die mutmaßliche Steuerhinterziehung des Münchner Fußball-Präsidenten wäre nie ans Licht der Öffentlichkeit gekommen, wenn SPD und Grüne nicht im Bundesrat das Abkommen hätten scheitern lassen. Das gilt für Selbstanzeigen aber in aller Regel eben auch. Spannend ist daher die Frage, was diesmal für den Betroffenen schiefgelaufen ist: Nur weil es trotz Selbstanzeige zu einer Hausdurchsuchung kam, konnten Informationen darüber durchsickern.

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