http://www.faz.net/-gqe-78llp
 

Steuerhinterziehung : Preiswerte Fahrkarte Selbstanzeige

  • -Aktualisiert am

Spannend am Fall Hoeneß ist, was diesmal für den Betroffenen schief lief: Nur weil trotz Selbstanzeige sein Haus durchsucht wurde, konnten Informationen darüber durchsickern.

          Die Politik hat sich die Köpfe heißgeredet über das Steuerabkommen mit der Schweiz - die Steuerhinterzieher nicht. Vielmehr zeigen die Erfahrungen von Finanzämtern und Steueranwälten einhellig: Das Platzen des Vertrags hat kaum zu einem Anstieg der Selbstanzeigen geführt.

          Denn meist waren und sind diese ohnehin die preiswertere Fahrkarte zur Straffreiheit - und nicht, wie die Opposition glauben machen wollte, die gescheiterte Pauschalversteuerung für Altsünden durch die Schweizer Banken. Auch als noch Hoffnung auf ein Inkrafttreten bestand, haben Anwaltskanzleien zahlreiche Fälle auf herkömmlichem Wege bereinigt - klammheimlich und nicht selten in derselben Größenordnung wie im Fall Hoeneß.

          Richtig ist: Die mutmaßliche Steuerhinterziehung des Münchner Fußball-Präsidenten wäre nie ans Licht der Öffentlichkeit gekommen, wenn SPD und Grüne nicht im Bundesrat das Abkommen hätten scheitern lassen. Das gilt für Selbstanzeigen aber in aller Regel eben auch. Spannend ist daher die Frage, was diesmal für den Betroffenen schiefgelaufen ist: Nur weil es trotz Selbstanzeige zu einer Hausdurchsuchung kam, konnten Informationen darüber durchsickern.

          Quelle: F.A.Z.

          Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben.

          Topmeldungen

          Digitale Welt : Der PC stirbt einen schönen Tod

          Auf einen PC kommen inzwischen fünf verkaufte Smartphones. Die Welt wird nicht nur digitaler, sondern auch immer mobiler. Es ist ein dramatischer Wandel voller Chancen – und Gefahren.

          Gastbeitrag : Europa droht die Spaltung

          Auf dem Kontinent werden teuer erkämpfte Freiheiten über Bord geworfen. Deutschland müsste wichtige Gegenimpulse setzen. Doch Berlin ist mit sich selbst beschäftigt.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.