03.07.2004 · Gleiche Chancen für alle? Wie eine Studie belegt, hat der elterliche Sozialstatus einen großen Einfluß auf den Bildungserfolg der Kinder.
Stimmt. Mit wenigen Ausnahmen. Wie Bayer-Chef Werner Wenning: Er kommt aus kleinen Verhältnissen und hat es ganz nach oben geschafft. In der Regel aber stammen die deutschen Top-Manager aus wohlsituierten Familien.
Bildung ist neben Talent und Beziehungen die Voraussetzung zur Karriere. Fair ist ein Bildungssystem, das Kindern aus allen sozialen Schichten gute Chancen einräumt.
Die Pisa-Studie zeigt nicht nur, daß die Qualität des Systems dürftig ist, sondern auch, daß in Deutschland der elterliche Sozialstatus einen großen Einfluß auf den Bildungserfolg der Kinder hat: Stärker als in allen anderen an der Studie beteiligten Ländern.
Vier soziale Schichten
Die Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks untermauert diesen Befund. Nur 20 Prozent der Arbeiterkinder besuchen die gymnasiale Oberstufe. Aber 84 Prozent der Kinder von verbeamteten Eltern schaffen es dorthin. Wichtig ist die Schulbildung des Vaters: 37 Prozent der Kinder von Hauptschulabsolventen sind in den Klassen 11 bis 13 zu finden, aber 84 Prozent der Kinder von Abiturienten.
Die Wissenschaftler haben für die Sozialerhebung vier soziale Schichten unterschieden: hoch, gehoben, mittel, niedrig. Die untere Schicht repräsentieren 50 Prozent der Bevölkerung. Aber nur 11 Prozent der Kinder aus dieser Herkunftsgruppe studieren. Aus der Herkunftsgruppe hoch (13 Prozent der Bevölkerung) sind 81 Prozent der Kinder in einer Hochschule eingeschrieben. Die Bildungsbeteiligung der Kinder aus der Unterschicht ist zuletzt schwach gestiegen, die der Oberschichtkinder stark.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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