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Steueraffäre Der Informant: Der Fall Heinrich K.

20.02.2008 ·  Wer ist der anonyme Informant, der dem Bundesnachrichtendienst wichtige Informationen zusteckte und den Liechtensteiner Steuerskandal ins Rollen brachte? Nach und nach sickern Informationen durch.

Von Andreas Ross
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Nachdem die LGT-Bank einen Zusammenhang zwischen der deutschen Steuerfahndungsaktion und dem Datendiebstahl durch einen 2004 verurteilten früheren LGT-Mitarbeiter und Liechtensteiner Staatsbürger hergestellt hat, der nach F.A.Z.-Informationen Heinrich K. heißt, hat die Staatsanwaltschaft in Vaduz zu dem damaligen Verfahren nähere Angaben gemacht.

Sie wollte aber nicht spekulieren, ob K. der Informant des BND war und ob er sich, wie von Vaduzer Quellen berichtet, in Australien aufhalte oder in Obhut des BND in Deutschland. Nach einem Bericht der Zeitung „Wall Street Journal“ hatte K. Steuerbehörden „auf mehreren Kontinenten“, auch in den Vereinigten Staaten, vertrauliche Bankkundendaten angeboten.

Verurteilt wegen versuchter Nötigung und Urkundenunterdrückung

Nach Angaben der Vaduzer Staatsanwaltschaft war der Mann 2001 bis 2002 anderthalb Jahre lang bei der LGT Treuhand AG beschäftigt - in Vaduz heißt es, als Computerfachmann - und hatte Kundendaten entwendet. Zu einer einjährigen Bewährungsstrafe verurteilt wurde er aber vornehmlich wegen eines betrügerischen Immobiliengeschäftes in Barcelona, wegen dessen er 2003 in Spanien und Liechtenstein gesucht wurde.

Er versuchte daraufhin, von Liechtenstein zwei Reisepässe auf falsche Namen zu erpressen, widrigenfalls er die Daten „an ausländische Medien und Behörden weitergeben“ werde. Liechtenstein lehnte ab. Vom „Verbrechen der Auskundschaftung eines Geschäfts- und Betriebsgeheimnisses“ wurde er freigesprochen; verurteilt wurde er wegen versuchter Nötigung und Urkundenunterdrückung.

Quelle: F.A.Z., 20.02.2008, Nr. 43 / Seite 2
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