01.09.2009 · Konkurrenz belebt das Geschäft. So ist ein Wettlauf der Krisenkümmerer zwischen Steinbrück und zu Guttenberg zu beobachten. Dies, obwohl sich die Wirtschaftslage leicht entspannt und es keine Zeichen für eine echte Kreditklemme gibt.
Von Heike GöbelKonkurrenz belebt das Geschäft. So ist ein Wettlauf zwischen dem sozialdemokratischen Bundesfinanzminister und dem christsozialen Bundeswirtschaftsminister zu beobachten, beide tun sich als Krisenkümmerer vor dem Herrn hervor. Dies, obwohl sich die Wirtschaftslage leicht entspannt und es keine Zeichen für eine echte Kreditklemme gibt. Es schiene also ratsamer, erst einmal abzuwarten, wie die kaum übersehbare Zahl der Hilfsangebote für Unternehmen genutzt wird und welche Wettbewerbsverfälschungen sich hier ergeben.
Doch Peer Steinbrück und Karl-Theodor zu Guttenberg ficht das nicht an, schließlich ist Wahl. Nachdem Guttenberg mit weiteren Kredit- und Bürgschaftsprogrammen vorgeprescht ist und diesem Zweck Teile des schon vorhandenen Deutschlandfonds umwidmet, zieht Steinbrück mit einer Selbstverpflichtung der Banken nach. Diese versprechen schriftlich, sich um eine günstigere Kreditversorgung zu bemühen. Darauf kann sich im Zweifelsfall kein gepeinigter Bankkunde berufen. Immerhin werden die Steuerzahler aber weder von Guttenberg noch von Steinbrück stärker in Haftung genommen - und das muss in diesem Wahlkampf schon als gute Nachricht gelten.
Heike Göbel Jahrgang 1959, verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.
Jüngste Beiträge
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?