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Mittwoch, 19. Juni 2013
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Statistisches Bundesamt Geringfügig Beschäftigte bekommen nur geringfügige Lohnerhöhungen

 ·  Während selbst ungelernte Arbeiter zwischen 2007 und 2011 die Inflation durch Lohnerhöhungen ausgleichen konnten, gelang das geringfügig Beschäftigten nicht. Das besagen neue Daten des Statistischen Bundesamts.

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Geringfügig Beschäftigte haben in Deutschland auch die geringsten Aussichten auf Gehaltssteigerungen. Das geht aus einem am Freitag vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten
Langzeitvergleich der Entgelte verschiedener Berufsgruppen hervor.

Als einziger Gruppe ist es den geringfügig Beschäftigten von 2007 bis 2011 nicht gelungen, die Teuerung von 6,6 Prozent durch höhere Löhne komplett auszugleichen. Sie hatten laut Statistik nur 6,0 mehr Geld in der Tasche, verloren also real Kaufkraft.

Selbst ungelernte Kräfte konnten Inflation ausgleichen

Ganz anders sieht das bei den Voll- und Teilzeitbeschäftigten aus, die nominal Steigerungen um 9,2 beziehungsweise 10,3 Prozent und damit Zuwächse bei den Reallöhnen erreichten. Im Schnitt stiegen die Arbeitsentgelte um 9,4 Prozent. Weit darüber lagen die Steigerungen für leitende Arbeitnehmer (+12,4 Prozent) und herausgehobene Fachkräfte (+9,8 Prozent). Selbst angelernte und ungelernte Arbeiter konnten die Inflation noch ausgleichen, sofern sie nicht geringfügig beschäftigt waren.

Alle profitierten von der seit Jahresbeginn 2010 stetig steigenden Lohnentwicklung. Die Reallöhne sind im Jahresvergleich seit elf Quartalen nicht mehr gesunken, teilten die Statistiker mit. Die
nominalen Löhne stiegen im Osten (+ 10,7 Prozent) etwas mehr als im Westen (+9,2). Die im Schnitt schlechter bezahlten Frauen holten mit 9,6 Prozent gegenüber den Männern leicht auf, die auf ein Plus von 9,3 Prozent kamen.

Ein vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer verdiente den Angaben des Statistischen Bundesamts zufolge im dritten Quartal im Durchschnitt 3404 Euro brutto im Monat - ohne Berücksichtigung von Sonderzahlungen. Die beste Bezahlung erhielten demnach die Beschäftigte von Banken und Versicherungen mit im Durchschnitt 4495 Euro, in der Energieversorgung mit 4494 Euro und im
Bereich Information und Kommunikation (4395 Euro). Am wenigsten verdienten Beschäftigte im Gastgewerbe mit einem durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst von 1987 Euro.

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Von Johannes Pennekamp

Die SPD und noch mehr die Grünen haben höhere Steuern für Top-Verdiener angekündigt - und finden sich dabei besonders ehrlich. Was sie gerne verschweigen: Zu den Top-Verdienern im Land zählen nicht nur Millionäre mit Sportwagen, sondern auch schon leitende Angestellte, Handwerksmeister und Beamte. Mehr 3


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