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Statistisches Bundesamt Deutsches Staatsdefizit sinkt auf 1 Prozent

24.02.2012 ·  Deutschland macht weniger neue Schulden: Das solide Wirtschaftswachstum ließ die Steuern im vergangenen Jahr sprudeln und die Neuverschuldung auf 1 Prozent sinken. Damit hält Deutschland erstmals seit 2008 wieder den EU-Stabilitätspakt ein.

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© F.A.Z.

Die robuste Konjunktur in Deutschland hat die Steuereinnahmen des Staates deutlich verbessert. In der Folge sank das Staatsdefizit im vergangenen Jahr auf 1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP), teilte das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden mit. Es bestätigte damit seine erste Schätzung von Mitte Februar.

1,15 Billionen Euro eingenommen

Damit hielt Deutschland 2011 erstmals seit 2008 wieder die Obergrenze des EU-Stabilitätspaktes ein, nachdem das Defizit auch wegen der Konjunkturpakete in den beiden Vorjahren deutlich höher ausgefallen war. Die europäischen Regeln erlauben ein Defizit von maximal 3 Prozent. In den Jahren 2009 (3,2 Prozent) und 2010 (4,3 Prozent) hatte Deutschland dagegen verstoßen.

Insgesamt nahmen Bund, Länder, Gemeinden und die Sozialversicherungen knapp 1,15 Billionen Euro ein und gab rund 1,17 Billionen Euro aus. Der genaue Fehlbetrag betrug 25,8 Milliarden Euro. 2010 hatte der Finanzierungssaldo noch viermal höher gelegen. Um die Folgern der Wirtschaftskrise zu mildern hatte insbesondere die Bundesregierung damals tief in die Tasche gegriffen und so ein Loch von 106 Milliarden Euro in die Staatskassen gerissen.

Gleichzeitig bestätigten die Statistiker, dass die schwächelnde Weltkonjunktur den zuvor rasanten Aufschwung zum Jahresende stoppte. Preis-, saison- und kalenderbereinigt schrumpfte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im vierten Quartal um 0,2 Prozent zum Vorquartal. Diesen Dämpfer begründeten die Statistiker vor allem mit dem schwächelnden Außenhandel. Auch der private Konsum ging zum Vorquartal zurück, während der Staat seine Konsumausgaben leicht erhöhte. Positive Impulse kamen demnach von den Investitionen im Bausektor. Hingegen stagnierten die Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge auf dem Niveau des dritten Vierteljahrs. Das Gesamtjahr 2011 war mit einem BIP-Wachstum von 3 Prozent dennoch ein sehr gutes für die deutsche Wirtschaft.

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