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Start-up Über das Internet zum neuen Mitarbeiter

02.10.2003 ·  E-Recruiting - ein Schlagwort aus der Zeit des Internet-Booms. Was steckt dahinter? Welche Möglichkeiten bietet das Internet Unternehmen bei der Personalsuche?

Von Felix Mühlberg
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E-Recruiting - ein Schlagwort aus der Zeit des Internet-Booms. Was steckt dahinter? Welche Möglichkeiten bietet das Internet Unternehmen bei der Personalsuche?

Bevor Sie als Unternehmer mit der Suche beginnen sollten Sie prüfen, wie viel Zeit Sie für dieses Geschäft investieren können. Große Informationsmengen müssen verarbeitet werden. Planen Sie Ihre Schritte, experimentieren Sie und kontrollieren Sie den Erfolg verschiedener Methoden.

Optimal verwaltet?

Optimal verwalten Sie Bewerbungen mit Hilfe einer passenden Software. In Ansätzen werden diese Funktionen über das Unternehmens-Konto auf Stellenmärkten angeboten. Noch eleganter ist der Einsatz einer Software, mit der lokal alle Stellenangebote und Bewerbungen verwaltet werden können. Hier lohnen sich Investitionen aber erst bei mehr als 50 eingehenden Bewerbungen im Monat - und wenn die Software über das Internet kommunizieren kann. Das hilft etwa beim Import von Bewerbungen oder Export von Stellenanzeigen. Fachzeitschriften geben einen ersten Überblick (Fußnote1) - oder auch Personalberater, die häufig Angebote auf Erfolgsbasis machen (Fußnote 2).

Köder auswerfen

Eine der wichtigsten Methoden, auf Stellenangebote aufmerksam zu machen, ist inzwischen die Publikation von Anzeigen im Internet. Stellenanzeigen können Sie heute in über 400 Stellenmärkten publizieren. Reichweite und Spezialisierung sind wesentliche Kriterien. Von den Stellenmärkten ist ein großer Teil kostenpflichtig. Hier werden Preise zwischen 100 und 500 Euro pro Monat und Stellenanzeige fällig, wie etwa bei www.monster.de, www.jobpilot.de oder www.stepstone.de. Andere Stellenmärkte sind in ihren Basisfunktionen kostenlos, so wie www.arbeitsamt.de, www.stellenmarkt.de oder www.rekruter.de.

Welcher Stellenmarkt für Ihre Suche geeignet ist, hängt vom Suchprofil ab (Fußnote 3). Stellen Sie sich die Frage: „Was würde Ihr Wunschkandidat für Suchkriterien wählen?“. Finden Sie nur wenige und ältere Stellenanzeigen, ist der Stellenmarkt für diese Angebote eher ungeeignet.

Sind Sie vorbereitet?

Bevor Sie eine Stellenanzeige im Internet publizieren, sollten Sie auf genügend Kapazitäten achten, um eingehende Bewerbungen auch sichten und bearbeiten zu können. Versuchen Sie unbedingt, jede Bewerbung zu beantworten. Ein schlechtes Image können Sie sich bei der Mitarbeitersuche nicht leisten. Entwerfen Sie eine informative und ansprechende Stellenanzeige: Dazu gehört eine aussagekräftige Stellenbezeichnung, Arbeitsort, Anstellungsart, Gehalt, Ansprechpartner, Informationen zum Unternehmen (Größe, Branche, Gründungsjahr, Produkte) und zu den Aufgaben des neuen Mitarbeiters, das ideale Profil des Bewerbers sowie seine Perspektiven.

Eine andere Möglichkeit ist die Integration eines eigenen Stellenmarktes in die Webseite Ihres Unternehmens. Dieser kann in der einfachsten Form eine einzige HTML-Seite sein, die alle Stellenangebote listet. Anspruchsvoller ist natürlich ein System, in dem sich Bewerber eintragen können. Ihre Ausbeute hängt stark von der Bekanntheit Ihrer Webseite ab.

Newsgroups und persönliche Websites

Newsgroups sind ein weiterer Kanal, auf Stellenangebote aufmerksam zu machen. Beachten Sie, daß Ihre Stellenanzeigen in thematischen Newsbereichen als Spam gewertet werden. Wenn Sie unsicher sind, was erlaubt ist, wenden Sie sich per Mail an den Webmaster, den Sie üblicherweise im Impressum der jeweiligen Newsgroup finden. Für das Veröffentlichen von Stellenangeboten gibt es spezielle News-Foren. So bietet beispielsweise Google sieben Themen in seinem Newsbereich an (Fußnote 4).

Mittleres Management und technische Mitarbeiter betreiben zunehmend eigene Webseiten, auf denen in der Regel auch Bewerbungsunterlagen zu finden sind. Gehen Sie bei der Suche nach diesen Seiten wie ein Kriminalist vor. Entwerfen Sie das Profil Ihres Wunschmitarbeiters. Entwickeln Sie daraus drei oder vier Suchbegriffe, die Sie in Verbindung mit „CV“ oder „Lebenslauf“ in den Suchabfragen einsetzen. Geeignet für diese Form der Mitarbeitersuche sind Meta-Suchmaschinen die über mehrere Suchportale gleichzeitig suchen - www.metager.de, www.metaspinner.de oder www.vivisimo.com.

Etikette beachten

Bei der Mitarbeitersuche in News-Foren können Sie versuchen, Autoren interessanter Beiträge zu identifizieren. Ihre eigenen Beiträge sollten sich zum Thema äußern, um etwaige Bewerber auf sich aufmerksam zu machen. Beachten Sie hier auf jeden Fall die Etikette. Sonst kann sich Ihr Bemühen rasch ins Gegenteil verkehren. Nichts ist schlimmer als ein verbranntes Image in einem Themenforum, das sich inhaltlich mit dem Business Ihres Unternehmens deckt.

Ein sehr mächtiges Werkzeug für die News-Group Recherche ist beispielsweise Lurker (http://www.stsi.com/lurker.htm). Mit diesem Tool können Sie parallel in sämtlichen News suchen. Die Daten werden lokal in einer Datenbank abgespeichert und lassen sich dank Volltext-Index recherchieren und in andere Datenbankformate exportieren.

Der Autor ist Gesellschafter bei FM-Studios. Erfahrungen im Bereich Rekrutierung sammelte er als Personalberater. Heute entwickelt Mühlberg Branchen-Software für das Bewerber-Management.

Anmerkungen:

(1) Personalwirtschaft, 2/2002, S. 50 ff, management&training 12/2002, S. 28 ff, CoPers 1/2002, S. 52 ff.

(2) Einen Überblick über knapp 1.000 deutsche Personaldienstleister finden Sie unter www.rekruter.de/adressen/

(3) . Einen nicht mehr aktuellen dafür aber sehr umfangreichen Überblick über deutsche Stellenmärkte finden Sie auf den Seiten von Crosswater-Systems: http://www.crosswater-systems.com/ej2000_alpha.htm

(4) http://groups.google.com/groups?hl=en&lr=lang_de&ie=UTF- 8&safe=off&group=de.markt.arbeit

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