23.05.2009 · Den Vereinigten Staaten droht eine Herabstufung ihrer Kreditwürdigkeit. Die Finanzkrise hat zwar gezeigt, dass auf das Urteil der Ratingagenturen über die Kreditwürdigkeit von Schuldnern nur bedingt Verlass ist. Dennoch sollte die Regierung in Washington das Signal verstehen.
Von Claus TiggesDie Hypothekenkrise in Amerika hat sehr deutlich gemacht, dass auf das Urteil von Ratingagenturen über die Kreditwürdigkeit von Schuldnern nur bedingt Verlass ist. Schon in der asiatischen Finanzkrise Ende der neunziger Jahre hatten Standard & Poor's (S&P), Moody's und die anderen Bonitätsprüfer keine gute Figur gemacht und Ländern der Region auch dann noch ordentliche Bonität bescheinigt, als die Zahlungsunfähigkeit kurz bevorstand.
Die Warnung von S&P, Großbritanniens Einstufung als erstklassiger Schuldner sei womöglich gefährdet, ist darum ebenso mit Vorsicht zu bewerten wie die daraus von Finanzmarktakteuren abgeleitete Befürchtung, auch Amerika drohe seine Note "AAA" zu verlieren.
Die Regierung in Washington sollte die Kursverluste ihrer Anleihen und den Rutsch des Dollar gleichwohl als Warnsignal verstehen.
Haushaltsdefizit und Staatsverschuldung sind durch die Hilfen für Konjunktur und Finanzsystem in schwindelerregende Höhen geklettert. Obamas Versprechen einer Etatkonsolidierung ist vorerst nur ein Lippenbekenntnis. An erheblichen Ausgabenkürzungen führt kein Weg vorbei, soll der Staatsanteil auf ein erträgliches Niveau zurückgeführt werden.
Früher gab es
Johann Vittel (havitt)
- 24.05.2009, 14:43 Uhr
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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