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Staatsbahn : Kampf ums Schienennetz

Was in den Staatsbahnen zwischen Netz und Betrieb finanziell passiert, muss transparenter werden. Vor einer scharfen Regulierung darf sich die Bundesregierung nicht länger drücken.

          Mehr Dementi kann kaum sein: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bahnchef Rüdiger Grube haben sich nicht getroffen, sie haben nicht über die EU-Pläne zur Zerschlagung des Bahnkonzerns geredet, und Grube hat nicht mit Rücktritt gedroht, weil Brüssel ihm sein Schienennetz wegnehmen will. Soweit die offizielle Version.

          Inoffiziell, aber nicht unauffällig kämpft die Bahn um ihr Geschäftsmodell, um das Zusammenspiel von Infrastruktur und Betrieb, das ihr die Macht auf der Schiene sichert. In der Politik rennt Grube damit offene Türen ein. Merkel will eine starke Bahn, auch weil sie dem Finanzminister eine halbe Milliardendividende bringt.

          Die EU-Kommission denkt nicht uneigennützig

          So kämpfen beide gemeinsam gegen die EU-Kommission, die integrierte Bahnen entmachten will. Dabei denkt die Kommission nicht uneigennützig an den Kunden, der vom Wettbewerb profitieren könnte. Sie sucht nach einem Hebel für eine von Brüssel aus gesteuerte EU-Infrastrukturpolitik.

          Auch wenn dieses Ziel fragwürdig ist: Was in den Staatsbahnen zwischen Netz und Betrieb finanziell passiert, muss transparenter werden. Dazu bedarf es keiner Zerschlagung. Aber vor einer scharfen Regulierung darf sich die Bundesregierung nicht länger drücken.

          Kerstin Schwenn

          Wirtschaftskorrespondentin in Berlin.

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          Quelle: F.A.Z.

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