Home
http://www.faz.net/-gqe-75ue6
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Staatsbahn Kampf ums Schienennetz

Was in den Staatsbahnen zwischen Netz und Betrieb finanziell passiert, muss transparenter werden. Vor einer scharfen Regulierung darf sich die Bundesregierung nicht länger drücken.

Mehr Dementi kann kaum sein: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bahnchef Rüdiger Grube haben sich nicht getroffen, sie haben nicht über die EU-Pläne zur Zerschlagung des Bahnkonzerns geredet, und Grube hat nicht mit Rücktritt gedroht, weil Brüssel ihm sein Schienennetz wegnehmen will. Soweit die offizielle Version.

Kerstin Schwenn Folgen:    

Inoffiziell, aber nicht unauffällig kämpft die Bahn um ihr Geschäftsmodell, um das Zusammenspiel von Infrastruktur und Betrieb, das ihr die Macht auf der Schiene sichert. In der Politik rennt Grube damit offene Türen ein. Merkel will eine starke Bahn, auch weil sie dem Finanzminister eine halbe Milliardendividende bringt.

Die EU-Kommission denkt nicht uneigennützig

So kämpfen beide gemeinsam gegen die EU-Kommission, die integrierte Bahnen entmachten will. Dabei denkt die Kommission nicht uneigennützig an den Kunden, der vom Wettbewerb profitieren könnte. Sie sucht nach einem Hebel für eine von Brüssel aus gesteuerte EU-Infrastrukturpolitik.

Auch wenn dieses Ziel fragwürdig ist: Was in den Staatsbahnen zwischen Netz und Betrieb finanziell passiert, muss transparenter werden. Dazu bedarf es keiner Zerschlagung. Aber vor einer scharfen Regulierung darf sich die Bundesregierung nicht länger drücken.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 18.01.2013, 16:13 Uhr

Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Von Helmut Bünder

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen. Mehr 11 7


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo die Milliardäre wohnen

In den Vereinigten Staaten wohnen mit Abstand die meisten Superreichen der Welt. Deutschland ist unter ihnen aber auch beliebt - in Europa liegt nur ein Land vor der Bundesrepublik. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden