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Staatsanleihen Die Schulden des anderen

21.01.2009 ·  Derzeit sind Bundesanleihen begehrt, während für Anleihen aus Spanien, Italien oder Griechenland hohe Risikoaufschläge aufgerufen werden. Die Zinsdifferenzen zeigen einfach, wie gut Länder wirtschaften. Dem Wunsch schwächerer Staaten, gemeinsame EU-Anleihen zu begeben, sollte Deutschland nicht folgen.

Von Holger Steltzner
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Diese Finanzkrise wird zum Test für die Stabilität von Staaten und Währungen. Manch kleine Länder mit unverhältnismäßig großen Banken wie Island sind schon im Sog des Finanzstrudels. Andere mittelgroße Staaten wie Großbritannien zahlen einen hohen Preis für ihre Abhängigkeit von der Finanzwirtschaft, dazu zählt die Abwertung des Pfund. Auch die EU durchläuft einen Stresstest; den ersten Mitgliedern wird mit Krediten geholfen.

Aber das muss nicht im Scheitern der Währungsunion enden, auch wenn darüber gern in London und New York spekuliert wird. Der Euro ist bislang stabil. Er wird es aushalten, dass Käufer von Staatsanleihen in der Krise liquide Märkte und stabile Schuldner suchen. Derzeit sind Bundesanleihen begehrt, während für Anleihen aus Spanien, Italien oder Griechenland hohe Risikoaufschläge aufgerufen werden.

Das ist nicht neu; vor dem Euro waren die Aufschläge viel größer. Die Zinsdifferenzen zeigen einfach, wie gut Länder wirtschaften. Dem Wunsch schwächerer Staaten, gemeinsame EU-Anleihen zu begeben, sollte Deutschland nicht folgen. Die EU-Verträge sehen den Eintritt eines Staats für die Schulden des anderen nicht vor. Das soll so bleiben.

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Jahrgang 1962, Herausgeber.

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