23.01.2009 · Noch bevor sie in Kraft ist, wird an der Abwrackprämie nachgebessert. Gleichzeitig droht die ohnehin fragwürdige Aktion nun ganz aus dem Ruder zu laufen: Wenn der Kreis der Begünstigten ständig ausgeweitet wird, werden die bereitgestellten 1,5 Milliarden Euro bald nicht mehr ausreichen.
Von Christoph RuhkampNoch bevor sie in Kraft ist, wird an der Abwrackprämie nachgebessert. Gezahlt wird nicht mehr nur für den Kauf von Neuwagen, sondern auch für Jahreswagen. Außerdem müssen die Wagen nicht auf einen Schlag bezahlt werden, sondern dürfen auch geleast werden.
Beide Erweiterungen dienen zwar dem grundsätzlichen Ziel einer solchen Subvention: Sie soll den Absatz der Autoindustrie in der Rezession stützen, um so möglichst viele Arbeitsplätze in Deutschlands Schlüsselindustrie zu retten. Dazu müssen Autos für die potentiellen Käufer aus den unteren Einkommensschichten erschwinglich gemacht werden. Wer ein mehr als neun Jahre altes Auto fährt, wird in der Regel kein fabrikneues Auto auf einen Schlag bezahlen können.
Aber gleichzeitig droht die ohnehin fragwürdige Aktion nun ganz aus dem Ruder zu laufen: Wenn der Kreis der Begünstigten ständig ausgeweitet wird, kommt sehr bald der Zeitpunkt, zu dem die bereitgestellten 1,5 Milliarden Euro nicht mehr ausreichen. Mit dieser Summe könnten 600 000 Autokäufe durch Zuschuss belohnt werden. Fachleute erwarten, dass schon doppelt so viele Eigentümer von Altfahrzeugen deren Verschrottung und einen Neukauf erwägen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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