10.11.2009 · Bald hat jeglicher staatliche Einfluss auf Opel ein Ende. Leider gilt dies nur vorübergehend. Denn es ist absehbar, dass GM die Sanierung finanziell nicht alleine stemmt. Der Staat ist wohl wieder mit im Spiel, wenn die Schließung der Fabrik in Bochum droht.
Von Christoph RuhkampNun ist General Motors wieder ganz der Herr im Hause Opel. Binnen drei Wochen will GM-Chef Fritz Henderson auch die letzte halbe Milliarde Euro an deutschem Staatskredit zurückzahlen. Dann bleibt der von Bund und Ländern kontrollierten Opel-Treuhand nichts anderes übrig, als dem Konzern alle Anteile an Opel zurückzugeben.
Danach sind die Rüsselsheimer formal wieder ein privates Unternehmen wie jedes andere. Dann hat jeglicher staatliche Einfluss auf Opel eigentlich ein Ende. Leider gilt dies nur vorübergehend. Denn es ist absehbar, dass GM die für die Sanierung benötigten 3 Milliarden Euro nicht allein aufbringen kann. Der nächste Bettelbrief wird wohl an England und Spanien gehen. Dann könnte Deutschland den Spieß umdrehen und von der EU-Kommission in Brüssel verlangen, dass England und Spanien ihre Hilfe an keinerlei Standortzusagen als Voraussetzung knüpfen dürfen.
Aber auch in Deutschland wird Staatshilfe für GM früher oder später wieder ein Thema – leider. Das gilt spätestens dann, wenn es um die Schließung der Fabrik in Bochum geht. Denn in Nordrhein-Westfalen stehen Wahlen an. Und schon einmal waren es Wahlen, die Politiker zu traurigen „Opel-Rettern“ werden ließen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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