09.03.2005 · Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas-Salomon gibt sich optimistisch für das laufende Geschäftsjahr. An die Aktionäre will das Unternehmen künftig einen höheren Gewinnanteil ausschütten.
Der weltweit zweitgrößte Sportartikelkonzern Adidas-Salomon sieht sich nach dem stärksten Auftragszuwachs seit zwei Jahren auch 2005 auf dem Weg zu deutlichen Ertragssteigerungen.
Nach dem Gewinnplus 2004 um gut ein Fünftel auf 314 Millionen Euro will Adidas seinen Aktionären eine Dividende von 1,30 Euro auszahlen, 0,30 Euro mehr als im Vorjahr. Zugleich stellte das Unternehmen am Mittwoch seinen Anteilseignern auch für die Zukunft eine höhere Gewinnbeteiligung in Aussicht.
Aufträge stagnieren 2004 auf dem europäischen Markt
Währungsbereinigt habe der Auftragsbestand der Kernmarke Adidas zum Jahresende um neun Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, teilte Adidas in Herzogenaurach mit. Im umkämpften Hauptmarkt Europa blieb der Auftragsbestand 2004 unverändert, nachdem sinkende Bestellungen per Ende September noch Besorgnis bei Analysten ausgelöst hatte.
Firmenchef Herbert Hainer bekräftigte, 2005 solle der Konzernumsatz bereinigt um Währungseffekte um eine mittlere bis hohe einstellige Prozentzahl wachsen. Im Vorjahr hatte Adidas 6,48 Milliarden Euro erlöst, dies war währungsbereinigt ein Plus von sieben Prozent. Auch für den Kernmarkt Europa geht Adidas von Zuwächsen aus. Der Gewinn soll den Vorjahreswert um zehn bis 15 Prozent übertreffen. „Ich bin überzeugt, daß wir stärker und wettbewerbsfähiger sind als jemals zuvor", sagte Hainer. Trotz schwieriger Marktbedingungen sei das Unternehmen gut positioniert.
Prozentual höhere Ausschüttungen an Aktionäre
Vom Konzerngewinn sollen künftig 15 bis 25 Prozent statt bisher 15 bis 20 Prozent an die Anteilseigner ausgeschüttet werden. Gleichzeitig kündigte Adidas den Rückkauf von bis zu zehn Prozent der eigener Aktien an, ohne den genauen Umfang des Rückkaufprogramms oder den Zeitrahmen zu nennen. An der Börse legte die Adidas-Aktie am Vormittag um 2,5 Prozent auf 115,20 Euro und damit stärker als der Gesamtmarkt zu. Adidas hat keinen Großaktionär, die Anteilsscheine befinden sich vollständig in Streubesitz.
Für den Kernmarkt Europa, wo Adidas mehr als die Hälfte seiner Umsätze erzielt, geht der Konzern für 2005 währungsbereinigt von einem Umsatzzuwachs im mittleren einstelligen Bereich aus. In Nordamerika, wo Adidas nach einer längeren Problemphase die Wende erreicht sieht, solle der Umsatz prozentual um einen mittleren bis hohen einstelligen Wert wachsen. In Asien werde ein zweistelliges Wachstum erwartet. Die operative Rendite des Konzerns soll einen Rekordwert erreichen, nachdem sie im vergangenen Jahr bei neun Prozent lag. Für 2006 hat sich Adidas ein Ziel von zehn Prozent vorgegeben.
Umsatz der Kernmarke hat um acht Prozent zugelegt
Wachstumsträger des Unternehmens im vergangenen Jahr war die Kernmarke Adidas, deren Umsatz währungsbereinigt um acht Prozent zulegte. Im Kernmarkt Europa steigerte der Konzern seinen Umsatz bereinigt um Wechselkurseffekte um drei Prozent.
Die stark gesteigerten Erträge erreichte Adidas trotz deutlich höherer Kosten für Marketing-Aufwendungen für die Fußball-Europameisterschaft und die Olympischen Spiele, den Ausbaus des eigenen Einzelhandels und die Restrukturierung des Wintersportartikel-Herstellers Salomon.
Sportartikel-Hersteller wie Adidas und der benachbarte kleinere Konkurrent Puma profitieren seit längerem von dem Trend zu sportlicher Freizeitmode und der guten Nachfrage auch im angestammten Sportartikel-Geschäft. Zudem hat der starke Euro-Wechselkurs die Erträge gestützt, da die Unternehmen überwiegend in Asien fertigen lassen und Zulieferungen daher stark in Dollar abrechnen.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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