17.06.2005 · Ein amerikanisches Konsortium um den größten Weinanbieter der Welt steigt aus dem Bieterkampf um den britischen Spirituosenhersteller Allied Domecq aus. Jetzt kann die Pernod-Ricard-Gruppe zugreifen.
Der weltgrößte Weinanbieter Constellation Brands Inc. und drei andere amerikanische Firmen haben in der Schlacht um den großen britischen Spirituosenkonzern Allied Domecq Plc das Handtuch geworfen. Damit kommt der französische Spirituosenriese Pernod Ricard SA bei Allied Domecq zum Zug.
Constellation und seine Parner hatten ein Angebot für Allied Domecq (Ballantines, Canadian Club, Courvoisier, Kümmerling, Teacher´s, Tia Maria) geplant, das nach unbestätigten Berichten 7,75 Milliarden Pfund (11,6 Milliarden Euro) betragen sollte. Pernod hatten rund 7,6 Milliarden Pfund offeriert und wollte einige Allied-Domecq-Marken an die Fortune Brands und den globalen Branchenführer Diageo verkaufen.
Das von Constellation geführte Konsortium, dem auch der amerikanische Spirituosenkonzern Brown-Forman sowie die Investmentfirmen Lion Capitol und Blackstone Group angehören, habe sich gegen ein Angebot entschieden, betonte Constellation. Die in Fairport (New York) ansässige Gesellschaft führte wirtschaftliche Gründe an. Sie glaube nicht, daß man nach eingehender Prüfung ausreichende Werte für ein Angebot gefunden habe.
Brown-Forman zeigte sich in einer separaten Stellungnahme enttäuscht darüber, daß das Konsortium nicht aktiv werden wolle. Constellation-Konzernchef Richard Sands will aber nach weiteren strategischen Akquisitionen Ausschau halten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?