10.12.2007 · Viele Verbraucher sind wegen Schadstoffen in Spielzeug verunsichert. Nun plant die Europäische Kommission neue Sicherheitsregeln. Die werden für den Weihnachtseinkauf dieses Jahr nicht helfen. Aber die Käufer können viele Mängel selbst feststellen. Die wichtigsten Sicherheitstipps.
Die millionenfachen Rückrufe von Spielzeug mit Mängeln haben viele Verbraucher verunsichert. Die EU plant deshalb neue Sicherheitsregeln. Im Weihnachtsgeschäft müssen sich Spielzeugkäufer aber noch mit den bisherigen Standards zurechtfinden. Hier die Antworten auf die wichtigsten Fragen:
Welche Voraussetzungen muss Spielzeug laut Gesetz erfüllen?
Spielzeuge dürfen keine scharfen Kanten oder verschluckbaren Teile besitzen. Elektrische Spielzeuge dürfen nur mit einer bestimmten Spannung betrieben werden, zahlreiche Schadstoffe sind verboten. Die Regelungen sind aber uneinheitlich und lückenhaft. Viele Schadstoffe sind weiter erlaubt.
Wie sehe ich, ob ein Spielzeug wenigstens die gesetzlichen Vorgaben erfüllt?
Wichtig ist das GS-Zeichen für geprüfte Sicherheit. Unabhängige Stellen, zum Beispiel der TÜV, vergeben es für die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Wichtig ist, dass neben dem Zeichen die
Prüfinstitution angegeben ist. Fehlt diese, kann es sich um ein gefälschtes Siegel handeln.
Gibt es andere vertrauenswürdige Sicherheits-Siegel?
Neben dem GS-Zeichen gibt es hilfreiche Spezialsiegel für Textilqualität (ÖkoTex Standard 100), elektrische Sicherheit (VDE) oder pädagogische Eignung (Spiel gut). Das CE-Siegel der EU dagegen, das auf vielen Spielzeugen prangt, hilft wenig, weil der Hersteller es selbst anbringt und weil es nicht kontrolliert wird.
Was ist bei Kunststoff-Spielzeug zu beachten?
Plastik-Spielzeug sollte frei von PVC und Weichmachern (Phtalaten) sein. Diese Stoffe können beim Verschlucken schädlich für das Kind sein. Besser sind PP (Poly-Propylen) oder PE (Poly-Ethylen). Oft ist die Kunststoffart mit Zahlen von 1 bis 7 in einem Dreieck auf dem Produkt verschlüsselt. Hier steht die 3 für PVC. Die Kunststoffe der anderen Zahlen gelten als kaum bedenklich.
Ist Holzspielzeug unbedenklich?
Auch Holzspielzeug kann Schadstoffe enthalten. Verbraucher sollten zu unlackierten, gewachstem Holz greifen. Vollholz ist besser als geklebtes Holz aus Pressspan oder Sperrholz, das ebenfalls Schadstoffe enthalten kann.
Wie sehe ich, woher das Spielzeug kommt?
Mehr als die Hälfte der Spielwaren in Deutschland stammt aus China. Hersteller müssen aber nicht angeben, wo ein Spielzeug produziert wurde. Viele Unternehmen aber geben neben ihrer Adresse auch das Ursprungsland auf der Verpackung an. Produkte ohne Herstellerangabe sollten nicht gekauft werden.
Worauf sollte ich im Laden noch achten?
Verbraucherschützer empfehlen, auf eigene Faust zu testen. So können Käufer überprüfen, ob ein Spielzeug auf der Haut abfärbt oder ob es unangenehm riecht. Beides kann ein Hinweis auf Schadstoffbelastung sein. Die Qualität kann zum Beispiel auch durch Zupfen an einem Plüschtier getestet werden. Auch sollte geprüft werden, ob sich Kleinteile leicht ablösen.
Was kann ich tun, wenn ich gefährliche Mängel bei einem Spielzeug feststelle?
Wer einen Defekt feststellt, sollte in das Geschäft gehen, wo er das Spielzeug gekauft hat. Wer glaubt, von einem Spielzeug gehe generell eine Gefahr aus, kann dies den Gewerbeaufsichtsämtern seines Bundeslandes melden.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
Anonym bewerben? Ist das gut?