Home
http://www.faz.net/-gqe-6xbaw
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

SPD Falscher Gegner

Der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel nennt die Finanzmärkte seine „Gegner“. Ein schlichtes Weltbild für jemanden, der Kanzler werden will.

Weil die Bundeskanzlerin unangreifbar scheint, hat sich die SPD einen vermeintlich leichteren Gegner ausgesucht. Man wolle keinen Lagerwahlkampf führen, sagt der Parteivorsitzende Sigmar Gabriel. „Unsere Gegner sind die Finanzmärkte, unser Gegner ist die soziale Spaltung in Deutschland.“ Nimmt man Gabriel beim Wort, ziehen Sozialdemokraten künftig gegen den Markt zu Felde.

Heike Göbel Folgen:  

Seine Einschränkung auf „die Finanzmärkte“ ändert nichts am Kern der Botschaft. Fängt eine Volkspartei an, eine für das Funktionieren der Marktwirtschaft elementare Branche pauschal an den Pranger zu stellen, steht irgendwann das ganze Wettbewerbssystem in Frage. Dass sich die SPD so frei fühlt, liegt auch an dem von Union und FDP ins Amt gehobenen früheren Bundespräsidenten Horst Köhler, der Finanzmärkte als „Monster“ bezeichnet hatte.

Nicht nur auf Banken und Börsen wird politisch herumgetrampelt, auch die Energiewirtschaft kann ein Lied davon singen. Politik soll Märkten einen guten Ordnungsrahmen geben, über die besten Konzepte darf gern im Wahlkampf gestritten werden. Als Gegner taugt der Markt aber nicht. Das sollte wissen, wer in Deutschland Kanzler werden möchte.

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Nicht Übel

Von Kerstin Schwenn, Berlin

Zuwanderung ist gut, der Missbrauch des deutschen Sozialstaates ist schlecht. Die Regierung geht zu Recht dagegen vor. Mehr 2 4

Umfrage

Nerven Sie geschäftliche Mails im Feierabend?

Alle Umfragen

Bitte aktivieren Sie ihre Cookies.


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Umweltschützer sind im Norden selten

Der Süden und die Stadtstaaten glänzen, wenn es um die Anzahl der Umweltschützer geht. Der Norden ist mit ihnen nicht so dicht besetzt. Mehr 2