Die Region Valencia hat als erste spanische Region die Zentralregierung in Madrid offiziell um finanzielle Unterstützung ersucht. Die ostspanische Region benötigt Hilfe bei der Rückzahlung von Schulden. Haushaltsminister Cristobal Montoro und Wirtschaftsminister Luis de Guindos hatten schon vor vier Monaten zugesichert, den Regionen zu helfen. Spaniens 17 klamme Regionen sind zusammengenommen mit etwa 140 Milliarden Euro verschuldet. Neben Valencia gilt auch Katalonien als besonders hoch verschuldet.
Fast zeitgleich mit dem Hilfsantrag Valencias gaben die Finanzminister der Eurogruppe grünes Licht für die Rettung spanischer Banken. Dabei stellt der Rettungsschirm EFSF bis zu einhundert Milliarden Euro für die Restrukturierung des spanischen Bankensektors bereit.
Da Madrid selbst das Wasser bis zum Hals steht, straften die Märkte die Regierung mit neuen Rekordzinsen von 7,15 Prozent für Zehnjahresanleihen ab. Die Börse brach um 4,8 Prozent ein. Und die Wut auf die Sparmaßnahmen von Ministerpräsident Mariano Rajoy trieb hundertausend Menschen auf die Straße. „Ihr habt uns ruiniert“, stand auf ihren Plakaten.
Das Land steht nicht nun wegen seines angeschlagenen Bankensystems, sondern auch wegen der hohen Schuldenlast und Arbeitslosenquote derzeit besonders unter der Beobachtung der Marktteilnehmer. Vor allem wegen der unsicheren Haushaltslage der Regionen wird weiterhin nicht ausgeschlossen, dass Spanien mittelfristig ein komplettes Hilfsprogramm benötigt, das nicht nur den Bankensektor betrifft.
Schwarzes Loch
Andreas Muench (amffm)
- 21.07.2012, 08:19 Uhr
So viel zur Stabilsierung der Finanzmärkte!
Rolf Huchthausen (huchthausen)
- 21.07.2012, 07:30 Uhr
Surprise, Surprise!
Roland Wagner (Eurofighter77)
- 21.07.2012, 07:12 Uhr
Oh - bald muß in Berlin ein neues alternativloses Euro-Paket
abgenickt werden...
Wolfgang Weinmann (hotwolf)
- 21.07.2012, 06:26 Uhr
Puh-der Tag ist gerettet
stefan maier (sxyxs)
- 21.07.2012, 04:23 Uhr