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Risikoabsicherung

Spanien Arbeitslosigkeit steigt und steigt

Im Vergleich zum Oktober 2011 steigt die Arbeitslosigkeit in Spanien um mehr als zehn Prozent. Jeder vierte Erwerbsfähige ist also ohne Job. Im kommenden Jahr soll die Arbeitslosenquote aber sinken.

© dapd Vergrößern Die Schlangen vor den spanischen Arbeitsämtern werden nicht kürzer

Die Arbeitslosigkeit in Spanien, bereits die höchste überhaupt in einem Industrieland, steigt weiter. Im Oktober nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 128.242 zu, wie das Arbeitsministerium in Madrid am Montag mitteilte. Das sei eine Zunahme um 2,73 Prozent. Gegenüber dem Oktober 2011 stieg die Arbeitslosenzahl demnach sogar um 10,84 Prozent. Insgesamt seien 4,833 Millionen Spanier ohne Job.

Das nationale Statistikamt, das eine andere Berechnungsmethode nutzt, hatte vor wenigen Tagen die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Danach sprang die Arbeitslosenquote von Juni bis September erstmals über die Marke von 25 Prozent: Jeder vierte Erwerbsfähige ist also ohne Job. Bei den 16- bis 24-Jährigen liege die Quote sogar bei 52 Prozent.

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Die Statistikbehörde gab die Zahl der Arbeitslosen für das dritte Quartal mit 5,778 Millionen Menschen an. Laut Arbeitsministerium stieg die Zahl der Arbeitslosen im Oktober vor allem im Dienstleistungsgewerbe - die Sommersaison ist endgültig vorbei. Auch in der Landwirtschaft und in der Industrie wurden mehr Menschen entlassen als eingestellt. Die Regierung rechnet weiter mit einer Arbeitslosenquote von 24,6 Prozent für das ganze Jahr 2012.

Im kommenden Jahr soll sie demnach auf 23,3 Prozent sinken. Spanien steckt tief in der Rezession. Die Regierung aber will weiter sparen, um die Neuverschuldung von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2011 auf 2,8 Prozent im Jahr 2014 zu drücken. 150 Milliarden Euro sollen dafür mittels Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen eingespart werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP

 
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