http://www.faz.net/-gqe-744yc
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, JÜRGEN KAUBE, BERTHOLD KOHLER, HOLGER STELTZNER
F.A.Z.-Index -- --
DAX ® -- --
Dow Jones -- --
EUR/USD -- --

Veröffentlicht: 05.11.2012, 12:00 Uhr

Spanien Arbeitslosigkeit steigt und steigt

Im Vergleich zum Oktober 2011 steigt die Arbeitslosigkeit in Spanien um mehr als zehn Prozent. Jeder vierte Erwerbsfähige ist also ohne Job. Im kommenden Jahr soll die Arbeitslosenquote aber sinken.

© dapd Die Schlangen vor den spanischen Arbeitsämtern werden nicht kürzer

Die Arbeitslosigkeit in Spanien, bereits die höchste überhaupt in einem Industrieland, steigt weiter. Im Oktober nahm die Zahl der Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 128.242 zu, wie das Arbeitsministerium in Madrid am Montag mitteilte. Das sei eine Zunahme um 2,73 Prozent. Gegenüber dem Oktober 2011 stieg die Arbeitslosenzahl demnach sogar um 10,84 Prozent. Insgesamt seien 4,833 Millionen Spanier ohne Job.

Das nationale Statistikamt, das eine andere Berechnungsmethode nutzt, hatte vor wenigen Tagen die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht. Danach sprang die Arbeitslosenquote von Juni bis September erstmals über die Marke von 25 Prozent: Jeder vierte Erwerbsfähige ist also ohne Job. Bei den 16- bis 24-Jährigen liege die Quote sogar bei 52 Prozent.

Mehr zum Thema

Die Statistikbehörde gab die Zahl der Arbeitslosen für das dritte Quartal mit 5,778 Millionen Menschen an. Laut Arbeitsministerium stieg die Zahl der Arbeitslosen im Oktober vor allem im Dienstleistungsgewerbe - die Sommersaison ist endgültig vorbei. Auch in der Landwirtschaft und in der Industrie wurden mehr Menschen entlassen als eingestellt. Die Regierung rechnet weiter mit einer Arbeitslosenquote von 24,6 Prozent für das ganze Jahr 2012.

Im kommenden Jahr soll sie demnach auf 23,3 Prozent sinken. Spanien steckt tief in der Rezession. Die Regierung aber will weiter sparen, um die Neuverschuldung von 9,4 Prozent des Bruttoinlandsprodukts 2011 auf 2,8 Prozent im Jahr 2014 zu drücken. 150 Milliarden Euro sollen dafür mittels Steuererhöhungen und Ausgabenkürzungen eingespart werden.

Quelle: FAZ.NET mit Material von AFP

 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Parteitag der Republikaner Wie hältst Du’s mit der Wahrheit, Donald?

Donald Trump redet viel, gerne – und vor allem laut. In seiner Rede verspricht er keine Lügen. Wir haben die Fakten überprüft. Mehr Von Aziza Kasumov

22.07.2016, 14:19 Uhr | Politik
Entlegene Regionen Facebook testet Drohnen für bessere Internet-Verbindung

Mit Hilfe von unbemannten Drohnen will Facebook die Internet-Qualität besonders in entlegenen Regionen verbessern. Der Name dieses Prototyps lautet Aquila. Wie die Firma verkündete, sei nun in Yuma im amerikanischen Bundesstaat Arizona ein 96-minütiger Testflug gelungen. Mehr

22.07.2016, 15:16 Uhr | Wirtschaft
Renminbi Chinas Währung verliert erstmals seit Jahren an Bedeutung

Der chinesische Renminbi hat die Führungsrolle im asiatisch-pazifischen Handelsraum wieder verloren. Am Ziel Chinas, die Währung international stärker zu verbreiten, ändert sich indes nichts. Mehr Von Daniel Mohr

22.07.2016, 17:26 Uhr | Finanzen
Marktstart in Japan Pokémon Go erreicht das Mutterland

Rund zwei Wochen nachdem der Hype um das Spiel weltweit für große Aufregung gesorgt hat, startet das Computerspiel auch in Japan. Wie sich Pokémon Go auf den japanischen Markt auswirkt, bleibt abzuwarten. Das Land gilt traditionell als verrückt nach Videospielen. Mehr

22.07.2016, 15:16 Uhr | Wirtschaft
Renten-Politik Nahles will Ostrenten bis 2020 angleichen

Deutschland diskutiert über die Rente: Die Arbeitsministerin hat nun ein Gesetz erarbeitet, mit dem die Altersbezüge im Osten Deutschlands auf Westniveau steigen sollen - in wenigen Jahren. Mehr

21.07.2016, 07:44 Uhr | Wirtschaft

Das blaue Dieselgespenst

Von Holger Appel

Einfahrverbote in Städte helfen nicht dabei, die Luftqualität zu verbessern. Sinnvolle Effekte brächten Taxis, Busse und Behörden. Warum die blaue Plakette schleunigst vertrieben gehört. Mehr 61 84

Abonnieren Sie den Newsletter „Wirtschaft“

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden