16.07.2012 · In Japan wächst der Protest gegen die Atomkraft. Rund 170.000 Menschen demonstrieren in Tokio auf einer der größten Kundgebungen seit Jahren gegen die Energiepolitik der Regierung.
Von Carsten Germis, TokioRichtlinien für Lesermeinungen
Die FAZ.NET-Redaktion bietet allen registrierten und eingeloggten Nutzern die Möglichkeit, sich mit den aktuellen Beiträgen auf FAZ.NET konstruktiv und kritisch auseinanderzusetzen und eigene Leser-Kommentare zu veröffentlichen. Für jede Meinungsäußerung stehen 1000 Zeichen zur Verfügung. Voraussetzung für eine Veröffentlichung ist, dass die Verfasser und Verfasserinnen ihren wirklichen Namen nennen, d.h. in ihrer FAZ.NET-Registrierung den korrekten Vor- und Nachnamen eingetragen haben. Im Falle der Veröffentlichung des Leser-Kommentars weisen wir am Beitrag sowohl den Klarnamen als auch den Nickname des Lesers aus. Unter Pseudonym oder anonym verfasste Texte können nicht berücksichtigt werden.
Veröffentlicht werden nur Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel und sein Thema seriös und sachbezogen eingehen. Links- und rechtsradikale, pornographische, rassistische, beleidigende, verleumderische sowie ruf- und geschäftsschädigende Inhalte können nicht berücksichtigt werden, ebenso wenig sachlich falsche oder in angemessener Zeit nicht nachprüfbare Behauptungen. Links sind in den Leser-Kommentaren von FAZ.NET nicht gestattet. Die Redaktion behält sich vor Leser-Kommentare zu kürzen oder zu modifizieren. Jeder verfasste Beitrag wird von der Redaktion geprüft und schnellstmöglich veröffentlicht, sofern er diesen Richtlinien für FAZ.NET-Lesermeinungen nicht zuwiderläuft. Nutzern, die wiederholt versuchen, den Richtlinien nicht entsprechende Beiträge zu veröffentlichen, kann die Registrierung entzogen werden.
Für veröffentlichte Meinungsbeiträge gewähren Sie uns das unentgeltliche, zeitlich und örtlich unbegrenzte und nicht ausschließliche Recht, diese Aussagen ganz oder teilweise zu nutzen, zu vervielfältigen, zu modifizieren, anzupassen, zu veröffentlichen, zu übersetzen, zu bearbeiten, zu verbreiten, aufzuführen und darzustellen, Dritten einfache Nutzungsrechte an diesen Aussagen einzuräumen sowie die Aussagen in andere Werke und/oder Medien zu übernehmen.
Wir möchten Sie ausdrücklich darauf hinweisen, dass der gesamte Auftritt von FAZ.NET von verschiedenen Suchmaschinen intensiv ausgewertet wird und die Inhalte dort auch gelistet werden. Das schließt die Leser-Kommentare automatisch ein, so dass diese auch über FAZ.NET hinaus im Internet jederzeit recherchierbar sind.
Was geschah in Japan? Was geschieht in Japan? Was wird in Japan sein?
Es gibt viele Menschen, die aus dem Unfall in Fukushima Schlußfolgerungen von nationaler Tragweite ziehen, ohne zu wissen, was dort eigentlich geschehen ist und worin die Schwierigkeiten der Japaner lagen, die Reaktorkrise unter Kontrolle zu bringen. Danach hatten die Japaner vor allem Schwierigkeiten, den Druck in den Reaktordruckbehältern abzubauen, weil dort Armaturen für den Notbetrieb von Hand fehlten. Solche Notsysteme sind aber in jedem deutschen oder schweizerischen KKW selbstverständlich, so daß selbst bei Ausfall aller elektrischen Systeme ein Reaktor immer noch gesichert werden könnte. Dazu reicht ein einziger Wagen einer Dorffeuerwehr mit Pumpe und genügend Schlauch. Jetzt rüstet Japan nach. Eine große Zahl von Maßnahmen sind angeschoben oder schon fertiggestellt. Daher werden die Reaktoren dort wieder ans Netz gehen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:28 UhrHerr Ermecke,
Sie meinen also, dass mit dem Anbrigen von einem Handventil sind die
Atomkraftwerke wieder sicher ? Alternativ noch ein einziger Wagen einer
Dorffeuerwehr, richtig?
Das ist es was Sie meinen wenn Sie sagen "Jetzt rüstet Japan nach".
Ich will Sie nur richtig verstehen, ist es das was Sie sagen wollten?
Korrekturen mit Quellenangabe an einem Artikel sind offenbar
unerwuenscht und werden daher nicht veroeffentlicht.
Ueber die Freitagsdemos wurde berichtet: NHK, Mainichi, Yomiuri
(groesste Tageszeitung der Welt). Japan Times.
Die Fragestellung war nicht: 0 oder 15% Strom aus Kernenergie, sondern:
0, 15 oder 20 bis 25%.
Ich erwarte nicht, dass diese Anmerkungen veroeffentlicht werden.
Die jaspaner hatte ihren freien Tag und sind demonstrieren gegangen.
Die Sehnsucht nach einem Solidarpartner bei dem Atomausstieg wird sich
nicht erfüllen. In Japan existiert keine Anti-Atom-Bewegung. Es
bleibt leider nur die Möglichkeit die Dinge rational anzugehen und
sich von grüner Ideologie zulösen.
Herr Werner
Sie sagen also, dass die Japaner wegen dem "freien Tag"
demonstrieren waren. Hm. Komisch, hat es denn in Japan früher nie
Feiertage gegeben?
Und von wegen Solidarpartner und so:
"Indien,[573] Pakistan,[574] Russland[575] und Spanien[576]
kündigten eine Prüfung ihrer laufenden Kernkraftwerke an.
Venezuelas Präsident Hugo Chávez[576] und Israels
Ministerpräsident Benjamin Netanjahu[577] erklärten, sie
wollten Pläne für das jeweils erste Kernkraftwerk in ihren
Ländern stoppen. China fror die Genehmigungen für alle neuen
Kernkraftwerke ein.[578]" Die Quellen finden Sie auf dem
Wikiartikel Fukushima.
Die Japaner scheinen es begriffen zu haben....
mal sehen, wann in Deutschland so viele Menschen auf die Staße gehen.
mit der Verbreitung von Angst lassen sich Menschen mobilisieren, die nicht über die Hintergedanken der Angsttromper aufgeklärt sind. Die Greenpeacer und Co. haben durch Fukushima in Japan erst Wasser unter den Kiel bekommen. Doch statt aus den gemachten Fehlern und Versäumnissen beim Kraftwerkbau und deren Betrieb zu lernen und die Umsetzung und Kontrolle von der Regierung einzufordern, lassen sich die Menschen ins Bockshorn jagen.
Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:32 UhrÄhm
Nein, Greenpeace und Co haben die Leute nicht auf die Strasse getrieben.
Ich glaub die haben einfach verstanden was für ein
unverschämtes Glück sie gehabt haben... der Wind stand gut -
nur deshalb musste nicht bspw. Tokyo evakuiert werden.
Nachsicht mit Japan / Informationsaustausch auf Regierungsebene
Wenn man die Bilder vor einem Jahr erinnert, kann man auch Verständnis dafür zeigen, dass der Schock des Erdbebens, der verschiedenen GAU´s in den Atomkraftwerken und der weitreichenden Zerstörungen "erst jetzt" Zeit für Demonstrationen lassen. Diese verschiedenen Katastrophen apokalyptischen Ausmaßes haben doch wohl viele Menschen erst einmal um das eigene Überleben kämpfen lassen. Umso mehr würde mich interessieren, inwiefern es denn einen Informationsaustausch mit den deutschen Behörden gab oder gibt. Warum sollte es denn eines Tages keinen GAU in Deutschland geben aus welchem Grund auch immer, wenn man sich dies nicht wünscht, aber doch wohl nicht ausschließen kann.
Deutschland doch kein Sonderweg
im Atomausstieg?
Doch anders als in der Vergangenheit, als die meisten japanischen Medien
jeden Anti-Atom-Protest schlicht ignorierten und nicht meldeten, wurde
dieses Mal wenigstens berichtet.
1) Die Im Artikel erwähnte Zeitung Mainichi hat
regelmäßig über die Freitagsdemos berichtet. Japan Times
u.a. auch.
2) Im August soll entschieden werden, wieviel Atomkraft Japan
künftig noch haben soll: 0 Prozent, 15 oder 20 Prozent.
Die korrekte Frage war: 0 Prozent, 15 Prozent oder 20bis25 Prozent,
siehe z.B. Mainichi von heute.
Richtigstellungen wurden bisher unterschlagen. Diesmal wieder?
In der Haupt-Nachrichtensendung von 19 Uhr berichtete das staatliche Fernsehen NHK in Wort und Schrift von 170.000 (nach Veranstalterangaben) bzw. 75.000 (nach Polizeiangaben) Teilnehmern. Warum behauptet Carsten Germis etwas anderes?
Japan kann an Deutschland lernen was man beim Energieumbau falsch macht
Der verstärkte Import von Flüssiggas, Öl und Kohle kostet Japan derzeit 40 Milliarden $ pro Jahr. Das Land rutschte bei hoher Verschuldung erstmals kräftig ins Defizit. Japan hat jetzt einen gewaltiges Handelsbilanzdefizit. Wie lange es dies durchzuhalten ist, steht in den Sternen. Entweder es reaktiviert seine AKWs wieder entgegen alle Proteste, oder es sucht sich bezahlbare Energiequellen aber das dauert. So wie es derzeit ist geht es jedenfalls nicht lange. Es bleiben eigentlich nur 2 Lösungen. Entweder die AKWs auf Dauer zu reaktivieren oder ein zeitverträgliches Ausstiegsprogramm zu definieren wobei die AKWs noch bis zu 20 Jahre weiterlaufen müssen bis ausreichend Alternativen verfügbar sind. Der Massenprotest, der der Angst geschuldet ist wird dann verebben, wenn Wirtschaftsprobleme Arbeitslosigkeit generiert. Japan kann an Deutschland gerade studieren was falsch läuft wenn Panik als Ratgeber im Spiel ist und wenn Sozialismus bei Energieumbau Vorrang vor Marktwirtschaft hat.
Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:34 UhrHerr Ermecke
darf ich Sie ganz vorsichtig darauf hinweisen, dass in Japan gerade alle Atomkraftwerke ausgeschaltet werden mussten weil ihr Betrieb zu riskant ist? Meinen Sie DAS mit "Planbarkeit"? Wetter lässt sich prognostizieren. Der nächste GAU nicht.
Irreführender Zusammenhang
Herr Wedel, wieviel Prozent ENERGIE (gemessen in Megawattstunden) irgendeine Umwandlungsform ("Energiequelle") zum Gesamtverbrauch eines Landes beigetragen hat, ist energiewirtschaftlich eine irrelevante Größe. Es geht vielmehr darum, wieviel PLANBARE Leistung (gemessen in Megawatt) bereitgestellt werden kann. Eine Solaranlage mag bei genügend Fläche sogar ein Megawatt Nominalleistung erbringen (bei idealer Aufstellung und maximaler Sonneneinstrahlung) aber bei Schneefall oder geschlossener Wolkendecke bringt sie nix und nachts bringt sie dreimal nix. Die Leistung ist nicht planbar, und schon gar nicht kontinuierlich. Deshalb müssen sie hinter jeden Windpark und hinter jedes Solardach ein Schattenkraftwerk stellen.
Gerade in Japan sind Solaranlagen sehr sinnvoll,
bei all den vielen kleinen Klimaanlagen, die natürlich
tagsüber in den Büros und zu Hause am meisten
"ackern" müssen!
Ich gebe Ihnen aber Recht, Herr Sax, 40 Yen sind als
Einspeisevergütung auf Dauer viel zu hoch (und auch unnötig)!
Das macht nur die Preise kaputt. Die Hälfte oder ein
"rückwärtslaufender Zähler" würden es auch
tun, wenn der Strom nicht just-in-time verbraucht werden kann, was in
der Regel der Fall sein sollte!
Herr Kirchstein,
der Preiverfall der PV-Module auf dem Weltmarkt macht eine Solarsubvention derzeit bereits sinnlos, weil dieser Strom längst preiswerter ist als der Endpreis den die Verbraucher für Strom zahlen müssen. Leider löst dies Japans Energieproblem nicht, denn ohne Speicherung ist dieser Strom weitestgehend nutzlos. Japan muss daher Geld in die Entwicklung der Speichertechnologie stecken oder Pumpspeicherwerke bauen und finanzieren. Solarsubventionen machten in der Vergangenheit Sinn weil der Modulpreis noch extrem hoch war und eine Speicherung des Stromes wegen des geringen Solarstromanteils nicht notwendig war. Die Situation hat sich aber drastisch geändert. Hier in Deutschland wollen dies die Politiker aber nicht wahrhaben deshalb subventionieren wir sinnlos weiter und vernachlässigen dafür die Speichertechnologie. Vermutlich machen japanische Politiker diesen Fehler jetzt nach. Man sollte mal die Experten fragen.
Das ist großartig, Herr Kirschstein
Nur liegt der Anteil der Photovoltaik an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland nach 12 Jahren EEG bei lediglich 4%. Projiziert man diese Zahlen auf Japan, benötigt das Land also 90 Jahre, um seinen 30% Kernenergie-Anteil an der Stromerzeugung durch PV zu ersetzen. Vorausgesetzt, der Energieverbrauch steigt in Zukunft nicht.
Die Japaner sollten sich beim import von noch mehr Öl+Gas auch darauf einstellen
das sie sich an der Sicherung der Öl+Gasfelder sowie der
Transportwege beteiligen müssen. Nur Geld überweisen und die
anderen holen die Kohlen aus dem Feuer wird auf dauer nicht funktionieren.
Wie sagte Köhler so schön: Wir werden uns daran gewöhnen
müssen unsere wirtschaftlichen Interessen auch militärsch
durchzusetzen. oder so ähnlich, bitte legen sie mich jetzt nicht fest.
Der Witz des ganzen ist: u.a. die Abhängigkeit von fremden
Rohstoffen führte das Land in den Zweiten Weltkrieg mit dem
bekannten Ergebnis!
Japaner: Du mußt dein Leben ändern! ?
Zu spät ;-)
Japan hat eine sehr hohe Solarvergütung festgesetzt. Man holt Versäumtes nach..
...insbesondere wenn man bedenkt, dass die Japaner traditionell sehr
zurückhaltend mit Protest sind. Das sieht mir wie ein kultureller
Dammbruch aus.
Eigenartige Verquickung Herr Stenzler.
Grundlagenforschung am Cern (welche weder Radioaktivität freisetzt
noch eine Kettenreaktion ist) mit AKWs aufzurechnen ist eine ziemlich
krude Gemengelage. Auch weitere Schlussfolgerungen Ihres Kommentars
wirken mir dubios: das "Energieäquivalent" ist
beeindruckend, wohlweisslich verschweigen Sie aber, dass es technisch
ein Klacks ist, 2.000.000 kg zu verbrennnen, um 1 kg Uran zu spalten
brauchen Sie enorme Sicherheitsmassnahmen, und selbst dann haben Sie ein
"Rest"risiko welches offensichtlich nicht vertretbar ist. Zu
jedem kg spaltbaren Uran haben Sie mind. 5 kg abgereichertes Uran,
welches immernoch munter vor sich hin strahlt. Wenn Sie dann noch
berücksichtigen, dass Sie für diese 5 kg Uran mindestens 15
Tonnen Uranerz fördern müssen... da würde ich lieber
Kohle verbrennen - welche übrigens auch endlich ist. An
Regenerativen führt kein Weg vorbei.
Hätte Ihnen jemand vor 15 Jahren gesagt dass heute mehr als 20% des
Stroms von Regenerativen erzeugt werden... :-)
Kernenergie
Alle Technik ist eine Herausforderung. Vor dieser läuft man nicht
davon, sondern man stellt sich ihr. Daher hätten schon längst
überalterte Anlagen ersetzt werden müssen. Das gilt nicht nur
für Japan, USA, Frankreich etc., sondern auch für das
Hochtechnologieland Deutschland. Es geht nicht an, daß man CERN in
Genf betreibt, nach Elementarteilchen aufwendig fahndet, über
dunkle Energie und Materie spekuliert, aber gleichzeitig der Kernenergie
den Rücken kehrt. Schon längst gibt es Kraftwerke der 3.
Generation, neue Wege der Wiederaufarbeitung und Entsorgung, Forschung
und Entwicklung, die weitergeht.
1 kg Uran ist energetisch das Äquivalent von 2.000.000 kg bester
Steinkohle. Ob wir die Kernfusion jemals nutzen können, steht
dahin. Aber Windmühlen und Photovoltaik können immer nur eine
Ergänzung des wachsenden Bedarfs sein. Wenn das Öl einmal
schwindet und Gas nicht mehr so reichlich gefördert werden kann,
wird die Frage lauten: Atom oder Kohle?
Die Alternative: Atomstrom aus dem Ausland kaufen
Die Japaner stehen noch am Anfang ihrer Naivität. Obwohl ich kein Fan von Atomkraft bin, weiß ich sie zu schätzen.
Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.07.2012 08:59 Uhr@ Herr Wrobel/Hr. Blah
LOL mit "Naivität" meine ich den Umstand, das man glaubt
gegen Lobbyisten (und ihre Freunde in der Politik) erfolgreich
demonstrieren zu können. Aber es ist ja nett anzuschauen.
Alternative Energiequellen fangen seit Jahrzehtne mehr Spinnweben und
Staub und das Gejammer will ich bestimmt nicht hören, wenn z. B.
hier in Good Old Germany die ersten Engpässe kommen sollten (weil
man sich aus den falschen Gründen von der Kernkraft verabschiedet).
Was haben wir den aus Tschernobyl gelernt? Wer redet über Fukushima?
Wer ist naiv, Mr. Smith?
Japan soll Atomstrom aus dem Ausland kaufen? Und der soll dann nach Japan "gebeamt" werden oder wie? Wenn die Japaner noch am Anfang der Naivität sind, haben Sie bereits das Ende erreicht!
Rolle rückwärts
Die Möglichkeiten der Erneuerbaren sind begrenzt. Schon die
Speicherproblematik ist eine ganz harte Nuß. Allein ein
Umspannwerk in der Nordsee kostet 1 Milliarde (Drehstrom auf
Gleichstrom).
Und Energie in Methan umzuwandeln, um es dann in unterirdischen Kavernen
zu speichern, erinnert mehr an die Zukunftsromane eines Hans Domnik als
an ernstzunehmende Alternativen.
Der Kraftwerkpark der Kernenergie ist weitgehend veraltet. Er
gehört ersetzt durch neue, moderne Kernkraftwerke. Die Bude
schließen wie in Deutschland ist keine Lösung, schon gar
nicht für ein Hochtechnologieland.
Statt davonzulaufen, hat man sich den Herausforderungen zu stellen. Das
Atomzeitalter hat 1945 gerade erst begonnen - mit zwei furchtbaren
Katastrophen, ausgelöst von Menschenhand. Einzig die friedliche
Nutzung ist die Antwort darauf, weder Tabus noch Panik. Denn diese
Technik, einmal entwickelt, schafft keiner mehr aus der Welt.
Naivität
Sie sprechen von Naivität und verkennen dabei gleichzeitig die
Möglichkeiten der Eneuerbaren. Wer ist denn hier wirklich naiv?
Ausserdem, ich kann doch bestimmt damit rechnen, dass Sie
persönlich dafür gerade stehen, wenn's denn "mal schief
geht" so wie in Fukushima. Sie sind ja schließlich nicht naiv
und haben für diesen Fall sicher schon Vorkehrungen getroffen.
Carsten Germis Jahrgang 1959, Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.
Jüngste Beiträge
Gentests machen Aussagen über das Risiko künftiger Krankheiten. Wollen Sie Ihr Risiko kennen?
| Name | Wert | Änderung | |
|---|---|---|---|
| F.A.Z.-Index | -- | -- | |
| Dax | -- | -- | |
| Dow Jones | -- | -- | |
| Euro in Dollar | -- | -- | |
| F.A.Z.-Anleih… | -- | -- | |
| Gold | -- | -- | |
| Rohöl Brent | -- | -- | |
| Bund Future | -- | -- | |