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HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, FRANK SCHIRRMACHER, HOLGER STELTZNER

Sorge vor Wiederinbetriebnahme von Reaktoren 170.000 Japaner protestieren gegen Atomkraft

 ·  In Japan wächst der Protest gegen die Atomkraft. Rund 170.000 Menschen demonstrieren in Tokio auf einer der größten Kundgebungen seit Jahren gegen die Energiepolitik der Regierung.

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Klaus Ermecke

Was geschah in Japan? Was geschieht in Japan? Was wird in Japan sein?

Es gibt viele Menschen, die aus dem Unfall in Fukushima Schlußfolgerungen von nationaler Tragweite ziehen, ohne zu wissen, was dort eigentlich geschehen ist und worin die Schwierigkeiten der Japaner lagen, die Reaktorkrise unter Kontrolle zu bringen. Danach hatten die Japaner vor allem Schwierigkeiten, den Druck in den Reaktordruckbehältern abzubauen, weil dort Armaturen für den Notbetrieb von Hand fehlten. Solche Notsysteme sind aber in jedem deutschen oder schweizerischen KKW selbstverständlich, so daß selbst bei Ausfall aller elektrischen Systeme ein Reaktor immer noch gesichert werden könnte. Dazu reicht ein einziger Wagen einer Dorffeuerwehr mit Pumpe und genügend Schlauch. Jetzt rüstet Japan nach. Eine große Zahl von Maßnahmen sind angeschoben oder schon fertiggestellt. Daher werden die Reaktoren dort wieder ans Netz gehen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:28 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.07.2012 00:28 Uhr

Herr Ermecke,

Sie meinen also, dass mit dem Anbrigen von einem Handventil sind die Atomkraftwerke wieder sicher ? Alternativ noch ein einziger Wagen einer Dorffeuerwehr, richtig?

Das ist es was Sie meinen wenn Sie sagen "Jetzt rüstet Japan nach".

Ich will Sie nur richtig verstehen, ist es das was Sie sagen wollten?

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Walter Engl
Walter Engl (yomogi) - 16.07.2012 22:52 Uhr

Korrekturen

Korrekturen mit Quellenangabe an einem Artikel sind offenbar unerwuenscht und werden daher nicht veroeffentlicht.
Ueber die Freitagsdemos wurde berichtet: NHK, Mainichi, Yomiuri (groesste Tageszeitung der Welt). Japan Times.
Die Fragestellung war nicht: 0 oder 15% Strom aus Kernenergie, sondern: 0, 15 oder 20 bis 25%.
Ich erwarte nicht, dass diese Anmerkungen veroeffentlicht werden.

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Lars Werner

Die jaspaner hatte ihren freien Tag und sind demonstrieren gegangen.

Die Sehnsucht nach einem Solidarpartner bei dem Atomausstieg wird sich nicht erfüllen. In Japan existiert keine Anti-Atom-Bewegung. Es bleibt leider nur die Möglichkeit die Dinge rational anzugehen und sich von grüner Ideologie zulösen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:31 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.07.2012 00:31 Uhr

Herr Werner

Sie sagen also, dass die Japaner wegen dem "freien Tag" demonstrieren waren. Hm. Komisch, hat es denn in Japan früher nie Feiertage gegeben?

Und von wegen Solidarpartner und so:

"Indien,[573] Pakistan,[574] Russland[575] und Spanien[576] kündigten eine Prüfung ihrer laufenden Kernkraftwerke an. Venezuelas Präsident Hugo Chávez[576] und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu[577] erklärten, sie wollten Pläne für das jeweils erste Kernkraftwerk in ihren Ländern stoppen. China fror die Genehmigungen für alle neuen Kernkraftwerke ein.[578]" Die Quellen finden Sie auf dem Wikiartikel Fukushima.

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Olaf  Heinrichs

Die Japaner scheinen es begriffen zu haben....

mal sehen, wann in Deutschland so viele Menschen auf die Staße gehen.

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Jens Muche
Jens Muche (Me-110) - 16.07.2012 17:17 Uhr

Mit Speck fängt man Mäuse,

mit der Verbreitung von Angst lassen sich Menschen mobilisieren, die nicht über die Hintergedanken der Angsttromper aufgeklärt sind. Die Greenpeacer und Co. haben durch Fukushima in Japan erst Wasser unter den Kiel bekommen. Doch statt aus den gemachten Fehlern und Versäumnissen beim Kraftwerkbau und deren Betrieb zu lernen und die Umsetzung und Kontrolle von der Regierung einzufordern, lassen sich die Menschen ins Bockshorn jagen.

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Antwort (1) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:32 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.07.2012 00:32 Uhr

Ähm

Nein, Greenpeace und Co haben die Leute nicht auf die Strasse getrieben.

Ich glaub die haben einfach verstanden was für ein unverschämtes Glück sie gehabt haben... der Wind stand gut - nur deshalb musste nicht bspw. Tokyo evakuiert werden.

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Jan Froehlich

Nachsicht mit Japan / Informationsaustausch auf Regierungsebene

Wenn man die Bilder vor einem Jahr erinnert, kann man auch Verständnis dafür zeigen, dass der Schock des Erdbebens, der verschiedenen GAU´s in den Atomkraftwerken und der weitreichenden Zerstörungen "erst jetzt" Zeit für Demonstrationen lassen. Diese verschiedenen Katastrophen apokalyptischen Ausmaßes haben doch wohl viele Menschen erst einmal um das eigene Überleben kämpfen lassen. Umso mehr würde mich interessieren, inwiefern es denn einen Informationsaustausch mit den deutschen Behörden gab oder gibt. Warum sollte es denn eines Tages keinen GAU in Deutschland geben aus welchem Grund auch immer, wenn man sich dies nicht wünscht, aber doch wohl nicht ausschließen kann.

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Holger Salvador

Deutschland doch kein Sonderweg

im Atomausstieg?

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Walter Engl
Walter Engl (yomogi) - 16.07.2012 16:05 Uhr

2 Anmerkungen

Doch anders als in der Vergangenheit, als die meisten japanischen Medien jeden Anti-Atom-Protest schlicht ignorierten und nicht meldeten, wurde dieses Mal wenigstens berichtet.
1) Die Im Artikel erwähnte Zeitung Mainichi hat regelmäßig über die Freitagsdemos berichtet. Japan Times u.a. auch.
2) Im August soll entschieden werden, wieviel Atomkraft Japan künftig noch haben soll: 0 Prozent, 15 oder 20 Prozent.
Die korrekte Frage war: 0 Prozent, 15 Prozent oder 20bis25 Prozent, siehe z.B. Mainichi von heute.
Richtigstellungen wurden bisher unterschlagen. Diesmal wieder?

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Reinhard Zöllner

NHK-Angaben waren korrekt

In der Haupt-Nachrichtensendung von 19 Uhr berichtete das staatliche Fernsehen NHK in Wort und Schrift von 170.000 (nach Veranstalterangaben) bzw. 75.000 (nach Polizeiangaben) Teilnehmern. Warum behauptet Carsten Germis etwas anderes?

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 16.07.2012 14:50 Uhr

Japan kann an Deutschland lernen was man beim Energieumbau falsch macht

Der verstärkte Import von Flüssiggas, Öl und Kohle kostet Japan derzeit 40 Milliarden $ pro Jahr. Das Land rutschte bei hoher Verschuldung erstmals kräftig ins Defizit. Japan hat jetzt einen gewaltiges Handelsbilanzdefizit. Wie lange es dies durchzuhalten ist, steht in den Sternen. Entweder es reaktiviert seine AKWs wieder entgegen alle Proteste, oder es sucht sich bezahlbare Energiequellen aber das dauert. So wie es derzeit ist geht es jedenfalls nicht lange. Es bleiben eigentlich nur 2 Lösungen. Entweder die AKWs auf Dauer zu reaktivieren oder ein zeitverträgliches Ausstiegsprogramm zu definieren wobei die AKWs noch bis zu 20 Jahre weiterlaufen müssen bis ausreichend Alternativen verfügbar sind. Der Massenprotest, der der Angst geschuldet ist wird dann verebben, wenn Wirtschaftsprobleme Arbeitslosigkeit generiert. Japan kann an Deutschland gerade studieren was falsch läuft wenn Panik als Ratgeber im Spiel ist und wenn Sozialismus bei Energieumbau Vorrang vor Marktwirtschaft hat.

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Antworten (7) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 00:34 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.07.2012 00:34 Uhr

Herr Ermecke

darf ich Sie ganz vorsichtig darauf hinweisen, dass in Japan gerade alle Atomkraftwerke ausgeschaltet werden mussten weil ihr Betrieb zu riskant ist? Meinen Sie DAS mit "Planbarkeit"? Wetter lässt sich prognostizieren. Der nächste GAU nicht.

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Klaus Ermecke

Irreführender Zusammenhang

Herr Wedel, wieviel Prozent ENERGIE (gemessen in Megawattstunden) irgendeine Umwandlungsform ("Energiequelle") zum Gesamtverbrauch eines Landes beigetragen hat, ist energiewirtschaftlich eine irrelevante Größe. Es geht vielmehr darum, wieviel PLANBARE Leistung (gemessen in Megawatt) bereitgestellt werden kann. Eine Solaranlage mag bei genügend Fläche sogar ein Megawatt Nominalleistung erbringen (bei idealer Aufstellung und maximaler Sonneneinstrahlung) aber bei Schneefall oder geschlossener Wolkendecke bringt sie nix und nachts bringt sie dreimal nix. Die Leistung ist nicht planbar, und schon gar nicht kontinuierlich. Deshalb müssen sie hinter jeden Windpark und hinter jedes Solardach ein Schattenkraftwerk stellen.

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Christian Wrobel

Gerade in Japan sind Solaranlagen sehr sinnvoll,

bei all den vielen kleinen Klimaanlagen, die natürlich tagsüber in den Büros und zu Hause am meisten "ackern" müssen!

Ich gebe Ihnen aber Recht, Herr Sax, 40 Yen sind als Einspeisevergütung auf Dauer viel zu hoch (und auch unnötig)! Das macht nur die Preise kaputt. Die Hälfte oder ein "rückwärtslaufender Zähler" würden es auch tun, wenn der Strom nicht just-in-time verbraucht werden kann, was in der Regel der Fall sein sollte!

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Herbert Sax
Herbert Sax (H.Sax) - 16.07.2012 22:24 Uhr

Herr Kirchstein,

der Preiverfall der PV-Module auf dem Weltmarkt macht eine Solarsubvention derzeit bereits sinnlos, weil dieser Strom längst preiswerter ist als der Endpreis den die Verbraucher für Strom zahlen müssen. Leider löst dies Japans Energieproblem nicht, denn ohne Speicherung ist dieser Strom weitestgehend nutzlos. Japan muss daher Geld in die Entwicklung der Speichertechnologie stecken oder Pumpspeicherwerke bauen und finanzieren. Solarsubventionen machten in der Vergangenheit Sinn weil der Modulpreis noch extrem hoch war und eine Speicherung des Stromes wegen des geringen Solarstromanteils nicht notwendig war. Die Situation hat sich aber drastisch geändert. Hier in Deutschland wollen dies die Politiker aber nicht wahrhaben deshalb subventionieren wir sinnlos weiter und vernachlässigen dafür die Speichertechnologie. Vermutlich machen japanische Politiker diesen Fehler jetzt nach. Man sollte mal die Experten fragen.

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Theodor Wedel

Das ist großartig, Herr Kirschstein

Nur liegt der Anteil der Photovoltaik an der gesamten Stromerzeugung in Deutschland nach 12 Jahren EEG bei lediglich 4%. Projiziert man diese Zahlen auf Japan, benötigt das Land also 90 Jahre, um seinen 30% Kernenergie-Anteil an der Stromerzeugung durch PV zu ersetzen. Vorausgesetzt, der Energieverbrauch steigt in Zukunft nicht.

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Weitere Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen
klaus keller
klaus keller (klkeller) - 16.07.2012 17:58 Uhr

Die Japaner sollten sich beim import von noch mehr Öl+Gas auch darauf einstellen

das sie sich an der Sicherung der Öl+Gasfelder sowie der Transportwege beteiligen müssen. Nur Geld überweisen und die anderen holen die Kohlen aus dem Feuer wird auf dauer nicht funktionieren.

Wie sagte Köhler so schön: Wir werden uns daran gewöhnen müssen unsere wirtschaftlichen Interessen auch militärsch durchzusetzen. oder so ähnlich, bitte legen sie mich jetzt nicht fest.

Der Witz des ganzen ist: u.a. die Abhängigkeit von fremden Rohstoffen führte das Land in den Zweiten Weltkrieg mit dem bekannten Ergebnis!

Japaner: Du mußt dein Leben ändern! ?

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Ludwig Kirschstein

Zu spät ;-)

Japan hat eine sehr hohe Solarvergütung festgesetzt. Man holt Versäumtes nach..

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Joachim Haupt
Joachim Haupt (johaupt) - 16.07.2012 14:24 Uhr

Geniale Sache...

...insbesondere wenn man bedenkt, dass die Japaner traditionell sehr zurückhaltend mit Protest sind. Das sieht mir wie ein kultureller Dammbruch aus.

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Antworten (2) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 18.07.2012 13:28 Uhr
Till Diesing
Till Diesing (Zabel24) - 18.07.2012 13:28 Uhr

Eigenartige Verquickung Herr Stenzler.

Grundlagenforschung am Cern (welche weder Radioaktivität freisetzt noch eine Kettenreaktion ist) mit AKWs aufzurechnen ist eine ziemlich krude Gemengelage. Auch weitere Schlussfolgerungen Ihres Kommentars wirken mir dubios: das "Energieäquivalent" ist beeindruckend, wohlweisslich verschweigen Sie aber, dass es technisch ein Klacks ist, 2.000.000 kg zu verbrennnen, um 1 kg Uran zu spalten brauchen Sie enorme Sicherheitsmassnahmen, und selbst dann haben Sie ein "Rest"risiko welches offensichtlich nicht vertretbar ist. Zu jedem kg spaltbaren Uran haben Sie mind. 5 kg abgereichertes Uran, welches immernoch munter vor sich hin strahlt. Wenn Sie dann noch berücksichtigen, dass Sie für diese 5 kg Uran mindestens 15 Tonnen Uranerz fördern müssen... da würde ich lieber Kohle verbrennen - welche übrigens auch endlich ist. An Regenerativen führt kein Weg vorbei.

Hätte Ihnen jemand vor 15 Jahren gesagt dass heute mehr als 20% des Stroms von Regenerativen erzeugt werden... :-)

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Friedrich Stentzler

Kernenergie

Alle Technik ist eine Herausforderung. Vor dieser läuft man nicht davon, sondern man stellt sich ihr. Daher hätten schon längst überalterte Anlagen ersetzt werden müssen. Das gilt nicht nur für Japan, USA, Frankreich etc., sondern auch für das Hochtechnologieland Deutschland. Es geht nicht an, daß man CERN in Genf betreibt, nach Elementarteilchen aufwendig fahndet, über dunkle Energie und Materie spekuliert, aber gleichzeitig der Kernenergie den Rücken kehrt. Schon längst gibt es Kraftwerke der 3. Generation, neue Wege der Wiederaufarbeitung und Entsorgung, Forschung und Entwicklung, die weitergeht.
1 kg Uran ist energetisch das Äquivalent von 2.000.000 kg bester Steinkohle. Ob wir die Kernfusion jemals nutzen können, steht dahin. Aber Windmühlen und Photovoltaik können immer nur eine Ergänzung des wachsenden Bedarfs sein. Wenn das Öl einmal schwindet und Gas nicht mehr so reichlich gefördert werden kann, wird die Frage lauten: Atom oder Kohle?

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Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 16.07.2012 14:23 Uhr

Die Alternative: Atomstrom aus dem Ausland kaufen

Die Japaner stehen noch am Anfang ihrer Naivität. Obwohl ich kein Fan von Atomkraft bin, weiß ich sie zu schätzen.

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Antworten (4) zu dieser Lesermeinung anzeigen neueste Antwort: 17.07.2012 08:59 Uhr
Helmut Smith
Helmut Smith (fmsus) - 17.07.2012 08:59 Uhr

@ Herr Wrobel/Hr. Blah

LOL mit "Naivität" meine ich den Umstand, das man glaubt gegen Lobbyisten (und ihre Freunde in der Politik) erfolgreich demonstrieren zu können. Aber es ist ja nett anzuschauen.

Alternative Energiequellen fangen seit Jahrzehtne mehr Spinnweben und Staub und das Gejammer will ich bestimmt nicht hören, wenn z. B. hier in Good Old Germany die ersten Engpässe kommen sollten (weil man sich aus den falschen Gründen von der Kernkraft verabschiedet).

Was haben wir den aus Tschernobyl gelernt? Wer redet über Fukushima?

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Christian Wrobel

Wer ist naiv, Mr. Smith?

Japan soll Atomstrom aus dem Ausland kaufen? Und der soll dann nach Japan "gebeamt" werden oder wie? Wenn die Japaner noch am Anfang der Naivität sind, haben Sie bereits das Ende erreicht!

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Friedrich Stentzler

Rolle rückwärts

Die Möglichkeiten der Erneuerbaren sind begrenzt. Schon die Speicherproblematik ist eine ganz harte Nuß. Allein ein Umspannwerk in der Nordsee kostet 1 Milliarde (Drehstrom auf Gleichstrom).
Und Energie in Methan umzuwandeln, um es dann in unterirdischen Kavernen zu speichern, erinnert mehr an die Zukunftsromane eines Hans Domnik als an ernstzunehmende Alternativen.
Der Kraftwerkpark der Kernenergie ist weitgehend veraltet. Er gehört ersetzt durch neue, moderne Kernkraftwerke. Die Bude schließen wie in Deutschland ist keine Lösung, schon gar nicht für ein Hochtechnologieland.
Statt davonzulaufen, hat man sich den Herausforderungen zu stellen. Das Atomzeitalter hat 1945 gerade erst begonnen - mit zwei furchtbaren Katastrophen, ausgelöst von Menschenhand. Einzig die friedliche Nutzung ist die Antwort darauf, weder Tabus noch Panik. Denn diese Technik, einmal entwickelt, schafft keiner mehr aus der Welt.

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Khaled Blah

Naivität

Sie sprechen von Naivität und verkennen dabei gleichzeitig die Möglichkeiten der Eneuerbaren. Wer ist denn hier wirklich naiv?

Ausserdem, ich kann doch bestimmt damit rechnen, dass Sie persönlich dafür gerade stehen, wenn's denn "mal schief geht" so wie in Fukushima. Sie sind ja schließlich nicht naiv und haben für diesen Fall sicher schon Vorkehrungen getroffen.

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Jahrgang 1959, Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

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