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Sondersteuer Strafe für Boni-Banker

10.12.2009 ·  Die Sondersteuer für Boni-Banker in der Londoner City nennt Angela Merkel „eine charmante Idee“. Doch Merkels Lob für London muss man nicht so lesen, dass auch die Bundesregierung die Hälfte der Boni für Banker abschöpfen will.

Von Holger Steltzner
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Die Sondersteuer für Boni-Banker in der Londoner City ist "eine charmante Idee": Mit dieser Aussage unterstützt Bundeskanzlerin Angela Merkel die Initiative des britischen Premiers Gordon Brown, der sich der französische Präsident Nicolas Sarkozy anschließt. Liegt aber der Charme darin, dass die britische Regierung im Wahlkampf punkten kann, oder darin, dass Londoner Banker bald einen Flug nach Zürich oder zu einem anderen Finanzplatz buchen könnten?

Merkels Lob für London muss man deshalb nicht so lesen, dass auch die Bundesregierung die Hälfte der Boni für Banker abschöpfen will. Denn eine einmalige Sondersteuer wäre das Gegenteil von langfristig. Das könnte sogar zu mehr Spekulation verführen, Händler könnten noch mehr riskieren, um nach Steuer denselben Gewinn zu machen.

Eigentlich haben 20 führende Industrie- und Schwellenländer (G 20) beschlossen: Die variable Vergütung soll sich am langfristigen Erfolg einer Bank ausrichten. Wenn die deutsche Finanzwirtschaft diesen Weg schon in diesem Jahr freiwillig geht und die Boni frühestens nach drei Jahren ausgezahlt werden, ist für die Stabilität des Finanzsystems mehr gewonnen als mit einer Strafsteuer.

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