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Donnerstag, 23. Februar 2012
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Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung Bankretter Soffin mit Verlust von 4,3 Milliarden

22.05.2010 ·  Der deutsche Bankenrettungsfonds Soffin hat für das Jahr 2009 einen Verlust von fast 4,3 Milliarden Euro berichtet. Der Fonds stützt unter anderem die Hypo Real Estate und die Commerzbank mit Milliardenbeträgen.

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Der Bankenrettungsfonds Soffin hat wegen Abschreibungen auf die Immobilienbank Hypo Real Estate das Jahr 2009 mit einem Verlust von 4,26 Milliarden Euro abgeschlossen. Das teilte der dem Bundesfinanzministerium unterstellte Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (Soffin) in Frankfurt mit.

Der Soffin war im Oktober 2008 nach der Insolvenz von Lehman Brothers von der Bundesregierung mit 480 Milliarden Euro ausgestattet worden. 80 Milliarden Euro davon können systemrelevanten Banken in Not als Eigenkapital zur Verfügung gestellt werden, die übrigen 400 Milliarden können als Garantien für Bankanleihen verwendet werden. Seither hat der Soffin 6,3 Milliarden Euro Eigenkapital in die Hypo Real Estate (HRE), 18,2 Milliarden Euro in die Commerzbank, 3 Milliarden Euro in die West LB und 0,525 Milliarden in die Aareal Bank eingebracht. Im Jahr 2009, dem ersten vollen Geschäftsjahr, schrieb der Soffin auf die für 5,3 Milliarden Euro vollständig erworbenen Aktien der HRE 4,1 Milliarden Euro ab, auf weitere 1 Milliarde Euro an stillen Einlagen des Soffin in der HRE gab es eine Wertberichtigung um 0,65 Milliarden Euro. Abschreibungen auf die übrigen Bankbeteiligungen gab es nicht.

"Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um Steuergelder zu schonen", sagte Hannes Rehm, Sprecher des Leitungsausschusses des Soffin. Handlungsmaxime aber sei, durch die Rettung von Banken Schaden vom Wirtschaftssystem fernzuhalten. "Retten ist leider kein lukratives Geschäft", sagte Rehm. Der Soffin nahm im Jahr 2009 rund 690 Millionen Euro Provisionen für Garantien und 214 Millionen Euro an Zinsen unter anderem von der Aareal Bank für die stille Einlage ein. Diese operativen Erträge aber wurden aufgefressen von 407 Millionen Euro an Zinsaufwendungen und den Abschreibungen von insgesamt 4,75 Milliarden Euro auf die Beteiligung an der Hypo Real Estate.

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