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Solarindustrie : Licht und Schatten

Zum Schutz der heimischen Solarbranche hat Amerika Sonderzölle auf Billigimporte aus China beschlossen. Auch die deutschen Solarfirmen beklagen sich über ihre chinesischen Konkurrenten. Subventioniert wird hier und dort.

          Die deutschen Solarfirmen sind die Guten. Sie haben Zehntausende Arbeitsplätze geschaffen, und sie schützen mit ihren Produkten unsere Umwelt. Die chinesischen Konkurrenten sind die Bösewichte. Sie ahmen die Produkte billig nach und treiben die deutschen Unternehmen in die Insolvenz - ach ja, wenn die Welt nur so einfach wäre.

          Die Wirklichkeit in der Sonnenstrombranche will es, dass auch auf die Deutschen mancher Schatten fällt. Die Unternehmen hierzulande hängen genauso am Subventionstropf namens Einspeisevergütung wie die chinesischen. Und nicht nur die chinesischen Unternehmen werden großzügig vom (eigenen) Staat bedacht. Firmen wie Solarworld durften sich in den vergangenen Jahren über direkte Zuwendungen in mutmaßlich dreistelliger Millionenhöhe freuen.

          Da erscheint der Vorstoß des Solarworld-Chefs Frank Asbeck, der nun die Amerikaner Strafzölle gegen Anbieter aus dem Reich der Mitte verhängen lässt, plötzlich im Zwielicht. Geht es ihm nur um gleiche und gerechte Marktbedingungen für alle? Oder geht es eher darum, der Konkurrenz juristisch eins auszuwischen?

          Wie auch immer: Wer den Handel einschränkt, produziert am Ende nur Verlierer.

          Thiemo Heeg

          Redakteur in der Wirtschaft.

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          Quelle: F.A.Z.

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