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Solarenergie : EEG-Reform: Wahnsinn mit Methode

Der Versuch, den Zubau neuer Solaranlagen durch behutsames Senken der Subventionen abzubremsen, hat das Gegenteil bewirkt: den beschleunigten Wettlauf der Subventionsjäger.

          Der Versuch, den Zubau neuer Solaranlagen durch stetiges, aber behutsames Senken der Subventionen abzubremsen, hat das Gegenteil bewirkt: den beschleunigten Wettlauf der Subventionsjäger. Denn je schneller die Solarzelle installiert ist, desto mehr Fördergeld in Form der garantierten Einspeisevergütung für Solarstrom sichert sich der Betreiber noch.

          Der Wahnsinn hat also Methode. Deshalb wird der Ausbau nun mehr als doppelt so stark vorangetrieben wie von der Bundesregierung erwartet. Zwar greift ein neuer Passus im Fördergesetz für Erneuerbare Energien (EEG). Überschreitet der Zubau den dort festgelegten Korridor, verringert sich die Vergütung zusätzlich. Doch wird die von der Bundesnetzagentur angekündigte Kürzung kaum Effekt haben.

          Die sicheren Renditen für Solarstrom sind immer noch zu attraktiv - zumal in einem Zinsumfeld, in dem andere sichere Geldanlagen kaum lohnen. Zum Wahnsinn gehört, dass der Stromkunde die Förderung selbst dann bezahlt, wenn Teile der rasant wachsenden Sonnenstrommenge gar nicht genutzt werden können - weil passende Stromnetze noch fehlen. Jetzt rächt sich, dass Union und FDP die EEG-Reform zu spät und zu zaghaft angepackt haben.

          Heike Göbel

          Verantwortliche Redakteurin für Wirtschaftspolitik, zuständig für „Die Ordnung der Wirtschaft“.

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