Microsoft ist der ewige Zuspätkommer. In neuen Geschäftsfeldern gehörte der Softwarekonzern meist zu den Imitatoren, selten zu den Innovatoren. Entsprechend ist der große Erfolg mit Spielekonsolen, Handys, dem Internet oder digitalen Musikspielern bisher ausgeblieben. Mit der neuen Spielesteuerung Kinect hat das Unternehmen nun aber einmal den Spieß umgedreht.
Die Spieler können ihren Computer - schön verpackt in einer Spielekonsole Xbox - künftig per Sprache und Bewegung steuern. Damit fällt gleich eine ganze Reihe von Hürden, die Technikmuffel bisher abgehalten haben. Eine Tastatur oder einen Controller mit vielen Knöpfen gibt es nicht mehr. Das Gerät reagiert auf Zuruf. Wer ein Video anhalten möchte, ruft einfach „Stopp“. Eine E-Mail lässt sich künftig vom Sofa aus diktieren, ein Videotelefonat bequem aus dem Sessel führen.
Wenn Microsoft clever ist, könnte Kinect der Ausgangspunkt für eine neue Softwaregeneration sein, die intuitiv bedient werden kann. Microsoft hält mit Kinect den Schlüssel für etwas Großes in der Hand, könnte die Computerwelt endgültig im Wohnzimmer etablieren. Ob der ewige Zuspätkommer seine ungewohnte Position nutzen kann, steht auf einem anderen Blatt.
Funktionsfähigkeit
Christian Peters (shredding)
- 18.08.2010, 00:17 Uhr
Der Zuspaet k o m m e n d e!
Rolf Joachim Siegen (rolfS2)
- 18.08.2010, 17:39 Uhr