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Risikoabsicherung

Software SAP senkt wegen anhaltender Schwäche im Asiengeschäft Umsatzziel

Der Abschwung in China macht auch Deutschlands größtem Softwarekonzern zu schaffen. Nach schlechten Umsätzen senkte SAP nun auch die Prognose.

© dpa Vergrößern Ein eher dunkles Quartal

Europas größter Softwareentwickler SAP wird vom schrumpfenden Asiengeschäft ausgebremst. Der Abschwung in China ziehe auch Japan herunter. In Asien, wo SAP in den vergangenen Jahren besonders stark gewachsen war, fiel der Umsatz im zweiten Quartal um 7 Prozent. Daher senkte SAP das Jahresziel für das Umsatzwachstum im Kerngeschäft mit Software und softwarebezogenen Dienstleistungen. Es soll den Vorjahreswert von 13,25 Milliarden Euro nur noch um 10 Prozent übertreffen - geplant waren eigentlich 11 bis 13 Prozent.

Die Walldorfer halten indes am Ziel fest, einen Betriebsgewinn zwischen 5,85 Milliarden und 5,95 Milliarden Euro einzufahren. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz insgesamt von 3,9 Milliarden auf 4,06 Milliarden Euro. Der Überschuss erhöhte sich dank massiver Kosteneinsparungen von 661 Millionen auf 724 Millionen Euro. Der Umsatz blieb leicht hinter den Erwartungen zurück, der Gewinn lagen sie etwas darüber.

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Am Himmel ist die Cloud

Immer mehr schlägt sich der Wandel in der IT-Branche weg von fest auf den Rechnern der Kunden installierter Software zu Mietsoftware aus der Cloud auch in der SAP-Bilanz nieder. Um mehr als das anderthalbfache auf 183 Millionen Euro konnten die Walldorfer ihre Erlöse aus dem noch vergleichsweise kleinen Cloud-Bereich von April bis Juni steigern. Beim traditionellen Geschäft mit fest auf den Rechnern der Kunden installierter Software dagegen ging es deutlich auf 982 Millionen Euro bergab. Um sieben Prozent weniger Lizenzen konnten die Walldorfer hier verkaufen, währungsbereinigt beträgt das Minus immer noch drei Prozent.

Während SAP beim Cloud-Geschäft die Analysten positiv überraschen konnte, hatten sie für das traditionelle Geschäft mehr als 1 Milliarde an Erlösen erwartet. Allerdings hatte SAP beim Lizenzverkauf vor einem Jahr die Latte noch sehr hoch gelegt: Währungsbereinigt war der Bereich damals um satte 19 Prozent gewachsen.

Lizenzerlöse sind eine Kerngröße im Software-Geschäft. Neue Lizenzen gelten als Indikator für künftiges Wachstum, weil Kunden in der Regel mit den Programmen Wartungsverträge unterzeichnen und damit weitere Umsätze garantieren.

Für die Erlöse aus verkauften Software-Lizenzen und Abos für Miet-Software über die Cloud (Non-IFRS) gab SAP keinen konkreten Ausblick mehr. Sie sollten bislang bis Jahresende um 14 bis 20 Prozent steigen. Diese Wachstumsrate wird nun niedriger ausfallen, sagte SAP-Co-Vorstandschef Jim Hagemann Snabe. Allerdings werde SAP hier weiterhin zweistellig wachsen. Das Cloud-Geschäft soll dazu weiterhin voraussichtlich 750 Millionen Euro und damit mehr als doppelt so viel als noch vor einem Jahr beitragen. Ihre Prognose für die ultraschnelle Datenanalyse bestätigten die Walldorfer: Der Hana-Umsatz soll weiterhin 650 bis 700 Millionen Euro betragen.

Der Erzrivale Oracle aus den Vereinigten Staaten hatte zuletzt bei den Lizenz- und Subskriptionserlösen gerade einmal um ein Prozent wachsen können. Der Umsatz sank leicht um 0,3 Prozent auf 10,95 Milliarden Dollar, der Gewinn dagegen kletterte dank Einsparungen um 10 Prozent auf 3,81 Milliarden Dollar.

Quelle: dpa-AFX, Dow Jones

 
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Veröffentlicht: 18.07.2013, 07:54 Uhr

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