22.07.2004 · Zwar bleibt das Europa-Geschäft weiter schwach. Doch nach deutlichen Zuwächsen im zweiten Quartal hat SAP seinen bisherigen Geschäftsausblick bekräftigt.
Europas größter Software-Hersteller SAP hat mit deutlichen Zuwächsen bei Betriebsgewinn und Software-Lizenz-Erlösen im zweiten Quartal 2004 die Erwartungen der Analysten erfüllt und seinen bisherigen Geschäftsausblick bekräftigt.
Das im Konzern dominierende europäische Geschäft erholt sich nur langsam, während die Regionen Amerika und Asien-Pazifik weiterhin boomen. Schlechte Vorgaben aus den Vereinigten Staaten drückten die Aktie in Frankfurt um mehr als drei Prozent ins Minus.
Zuwachs bei Software-Lizenzen
Das in Walldorf ansässige Unternehmen teilte am Donnerstag mit, der für die künftige Ertragslage wichtige Umsatz mit Software-Lizenzen habe sich weltweit um 15 Prozent zum Vorjahreszeitraum auf 497 Millionen Euro erhöht. Analysten hatten im Schnitt ein Plus von zwölf Prozent prognostiziert. Das Konzernergebnis legte um 14 Prozent auf 249 Millionen Euro zu.
SAP sieht sich vor amerikanischen Konkurrenten
"Wir verzeichnen weiterhin ein kräftige Wirtschaft in den USA, unser Europa-Geschäft trägt dagegen Zeichen einer Stabilisierung in einem eher gedämpften Umfeld", erklärte SAP-Chef Henning Kagermann.
Dank des Booms in den Vereinigten Staaten werde sich SAP von seinen amerikanischen Konkurrenten für Firmensoftware wie Siebel oder PeopleSoft auch künftig deutlich absetzen, prognostizierte der Konzern. Siebel hatte in der Nacht zum Donnerstag berichtet, daß im zweiten Quartal der Netto-Gewinn gesunken und der Umsatz auf Grund einer schwächeren Auftragslage um zehn Prozent geschrumpft sei.
Hoffnungen auf eine Anhebung der Geschäftsprognosen enttäuschte SAP, was den Aktienkurs bei schwachem Marktumfeld um 3,1 Prozent auf 123,90 Euro drückte. Damit wurde auch der Kursrutsch der SAP-Papiere am Mittwoch in New York nachvollzogen, wo Technologietitel unter Befürchtungen über einen möglichen Branchenabschwung gelitten hatten.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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