27.01.2010 · Oracle hat Sun Microsystems gekauft; Microsoft kooperiert eng mit Hewlett-Packard. Und IBM hat seit jeher alles in eigener Hand. SAP macht diesen Schwenk derGeschäftsmodelle nicht mit. Das kann gefährlich werden, ist aber nicht unklug.
Von Stephan FinsterbuschEuropas größtes Softwarehaus schaltet versucht, wieder auf Angriff umzuschalten. Das ist dringend nötig. Denn einerseits spürt SAP nach den Einschnitten durch die Finanz- und Wirtschaftskrise nun wieder eine steigende Nachfrage nach neuen, besseren und preiswerteren Programmen.
Und tatsächlich können die Walldorfer hier Neues, Besseres und Preiswerteres liefern. Andererseits steckt die Branche aber selbst in einem tiefgreifenden Wandel. Konkurrenten wie Oracle und Microsoft schwenken beschreiten den Weg zu integrierten Soft- und Hardwareanbietern: Oracle hat Sun Microsystems gekauft; Microsoft kooperiert eng mit Hewlett-Packard. Und IBM hat seit jeher alles in eigener Hand. SAP hingegen macht diesen Schwenk derGeschäftsmodelle nicht mit. Das kann gefährlich werden, ist aber nicht unklug. Zwar ist das beste Computerprogramm immer nur so gut, wie die Maschine, auf der es läuft. Aber nicht immer sind integrierte Angebote von Hard- und Software auch die beste Lösung für die Nutzer. Dass die Computer für jede Art von Software offen bleiben, dafür haben die Wettbewerbshüter zu sorgen. Auf die Arbeit dieser Behörden dürfte sich SAP nach den bisherigen Erfahrungen aber verlassen können.
| Name | Kurs | Prozent |
|---|---|---|
| FAZ-INDEX | 1.394,15 | +1,26% |
| Dow Jones | 12.580,70 | +1,01% |
| EUR/USD | 1,2465 | −0,19% |
| Rohöl Brent Crude | 106,29 $ | −0,52% |
| Gold | 1.579,50 $ | +0,31% |
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