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Skandal um Eliot Spitzer New Yorker Gouverneur räumt Verbindungen zu Prostituiertenring ein

11.03.2008 ·  Lange hatte er das Image eines Saubermannes kultiviert - jetzt ist er auf einmal in einen Skandal verwickelt: Eliot Spitzer, der als Reformer der Wall Street bekanntgewordene Gouverneur von New York, hat Verbindungen zu einem Prostitutionsring eingeräumt.

Von Norbert Kuls, New York
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Eliot Spitzer, der als Reformer der Wall Street bekanntgewordene Gouverneur des Bundesstaates New York, hat Verbindungen zu einem Prostitutionsring eingeräumt. Das berichtete die „New York Times“ am Montag. In einer eilig einberufenen Pressekonferenz nach Erscheinen des Berichts sagte Spitzer, er habe mit seinem Verhalten die Verpflichtungen gegenüber seiner Familie verletzt.

„Ich habe mich nicht an die Maßstäbe gehalten, die ich von mir selbst erwartet habe“, sagte er. Nach Angaben aus Polizeikreisen wurden Spitzers Verbindungen zu dem Call-Girl-Ring im Rahmen einer Abhöraktion offenkundig. Demnach soll sich Spitzer im vergangenen Monat in einem Washingtoner Hotel mit einer Prostituierten getroffen haben.

Image eines Saubermanns

Eine Verwicklung in Prostitution, die in den Vereinigten Staaten illegal ist, kommt politischem Selbstmord gleich. Denn Spitzer hatte bisher das Image eines Saubermanns kultiviert (Skandal um Eliot Spitzer: Schadenfreude an der Wall Street). Als Generalstaatsanwalt von New York hatte er in den vergangenen Jahren unlautere Geschäftspraktiken von Investmentbanken, Fondsgesellschaften und Versicherern öffentlich angeprangert und diese Vorwürfe in der Regel mit außergerichtlichen Vergleichen in Milliarden-Dollar-Höhe beigelegt. Auch die Deutsche Bank war bei diesen Vergleichen beteiligt.

Spitzer wurde als gnadenloser Sheriff der Wall Street bekannt und hat die Karrieren einiger der bekanntesten Köpfe in der amerikanischen Finanzbranche beendet. So mußte der langjährige Chef des größten amerikanischen Versicherers AIG, Maurice Greenberg, den Konzern verlassen, nachdem Spitzer ihm Manipulation von Bilanzen vorgeworfen hatte. Spitzer hatte zudem den früheren New Yorker Börsenchef Richard Grasso auf die Rückgabe eines großen Teil seines Gehalts verklagt.

Spitzers Reputation als Reformer war einer der wichtigsten Gründe, dass er die Wahl zum Gouverneur mit großer Mehrheit gewonnen hatte.

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Jahrgang 1965, Finanzmarktkorrespondent in New York.

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