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Silberpfeil : Mercedes-Oldtimer stellt neuen Auktionsrekord auf

Der fünffache Formel-Eins-Weltmeister Juan Manuel Fangio hat mit dem Silberpfeil 1954 den Großen Preis von Deutschland auf dem Nürburgring gewonnen. Bild: AP

Die Schnauze hat über die Jahre zwar ein paar Dellen abbekommen und auch der Motor springt nicht an. Dennoch hat ein alter Mercedes Silberpfeil auf einer Auktion dem Verkäufer umgerechnet 22,7 Millionen Euro gebracht.

          Es ist das teuerste Auto, das jemals auf einer Auktion verkauft wurde: Umgerechnet 22,7 Millionen Euro kostet der Mercedes Silberpfeil, ein Formel-Eins-Rennwagen vom Typ W196, Baujahr 1954, der am Freitag auf einer Oldtimerauktion im englischen Goodwood unter den Hammer kam.

          Nach Angaben des Auktionshauses Bonham, das den Verkauf abgewickelt hat, handelt es sich bei dem neuen Eigentümer um einen Käufer aus dem Ausland, der telefonisch mitgeboten hat. Bisheriger Eigentümer des Mercedes-Renners soll der Emir von Katar gewesen sein, was aber nicht bestätigt wird.

          Fachleute hatten bereits damit gerechnet, dass der Silberpfeil einen neuen Auktionsrekord aufstellen würde (F.A.Z. vom 11. Juli). Den bisher höchsten Preis bei einer Versteigerung hatte vor zwei Jahren ein Ferrari Testa Rossa aus dem Jahr 1957 mit umgerechnet rund 12,8 Millionen Euro erzielt.

          Nach Berechnungen von Oldtimer-Analysten haben sich die Preise für besonders rare Autoveteranen seit Anfang 2009 rund verdoppelt. Experten führen dies auch auf die Finanzkrise und die Geldschwemme durch die Notenbanken zurück: Immer mehr Anleger setzten auf ungewöhnliche Investitionsobjekte, in der Hoffnung auf eine rentable und inflationsgeschützte Geldanlage.

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