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Schweiz Lehner durch den Fall Vasella belastet

 ·  Die Millionenabfindung für den Novartis-Chef könnte ein Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein Verfahren gegen Verantworliche eröffnet. Namen wurden zwar nicht genannt, aber die Vermutung liegt nahe, dass nicht zuletzt Mitglieder des Verwaltungsrats inklusive Ulrich Lehner gemeint sind.

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Ulrich Lehner, Favorit für die Nachfolge von Gerhard Cromme an der Spitze des Aufsichtsrats der Thyssen-Krupp AG, dürfte in nächster Zeit mit einigem Unbehagen in Richtung Basel blicken. Dort hat nämlich die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Ermittlungen im Zusammenhang mit der geplanten Zahlung von 72 Millionen Franken (60 Millionen Euro) an Daniel Vasella, den abgetretenen Verwaltungsratspräsidenten im Pharmakonzern Novartis, eingeleitet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte im Gespräch mit der F.A.Z. die Ermittlungen, die aufgrund von Anzeigen eines Aktionärsvertreters und von anonymer Seite aufgenommen wurden. Es gehe um den Verdacht einer „ungetreuen Geschäftsbesorgung“, sagte der Sprecher. Namen von Personen, die eine Straftat begangen haben könnten, nannte er nicht, sondern sprach nur von „Verantwortlichen“.

Aber die Vermutung liegt nahe, dass nicht zuletzt Mitglieder des Verwaltungsrats inklusive Lehner gemeint sind; dies auch, weil der Fall auf der Führungsebene der Staatsanwaltschaft verfolgt wird. Der ehemalige Chef des Chemiekonzerns Henkel und heutige Multi-Aufsichtsrat spielt gerade bei Novartis eine Schlüsselrolle. Er gehört seit 2002 dem Verwaltungsrat an. Als Vizepräsident handelte er mit Vasella den Verzicht auf das 72-Millionen-Paket aus, verteidigte aber den ursprünglichen Beschluss des Gremiums noch in der Generalversammlung vom 22. Februar.

Lehner ist Mitglied des Vergütungsausschusses. Bis zum Amtsantritt von Jörg Reinhardt Anfang August leitet er vorübergehend den Verwaltungsrat.

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Lesermeinungen zu diesem Artikel (1)

12.03.2013, 15:52 Uhr

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