Home
http://www.faz.net/-gqe-77ll7
HERAUSGEGEBEN VON WERNER D'INKA, BERTHOLD KOHLER, GÜNTHER NONNENMACHER, HOLGER STELTZNER
easyfolio

Schweiz Lehner durch den Fall Vasella belastet

Die Millionenabfindung für den Novartis-Chef könnte ein Nachspiel haben. Die Staatsanwaltschaft Basel hat ein Verfahren gegen Verantworliche eröffnet. Namen wurden zwar nicht genannt, aber die Vermutung liegt nahe, dass nicht zuletzt Mitglieder des Verwaltungsrats inklusive Ulrich Lehner gemeint sind.

© dpa Vergrößern Der frühere Henkel-Chef Ulrich Lehner

Ulrich Lehner, Favorit für die Nachfolge von Gerhard Cromme an der Spitze des Aufsichtsrats der Thyssen-Krupp AG, dürfte in nächster Zeit mit einigem Unbehagen in Richtung Basel blicken. Dort hat nämlich die Staatsanwaltschaft Basel-Stadt Ermittlungen im Zusammenhang mit der geplanten Zahlung von 72 Millionen Franken (60 Millionen Euro) an Daniel Vasella, den abgetretenen Verwaltungsratspräsidenten im Pharmakonzern Novartis, eingeleitet. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft bestätigte im Gespräch mit der F.A.Z. die Ermittlungen, die aufgrund von Anzeigen eines Aktionärsvertreters und von anonymer Seite aufgenommen wurden. Es gehe um den Verdacht einer „ungetreuen Geschäftsbesorgung“, sagte der Sprecher. Namen von Personen, die eine Straftat begangen haben könnten, nannte er nicht, sondern sprach nur von „Verantwortlichen“.

Jürgen  Dunsch Folgen:    

Aber die Vermutung liegt nahe, dass nicht zuletzt Mitglieder des Verwaltungsrats inklusive Lehner gemeint sind; dies auch, weil der Fall auf der Führungsebene der Staatsanwaltschaft verfolgt wird. Der ehemalige Chef des Chemiekonzerns Henkel und heutige Multi-Aufsichtsrat spielt gerade bei Novartis eine Schlüsselrolle. Er gehört seit 2002 dem Verwaltungsrat an. Als Vizepräsident handelte er mit Vasella den Verzicht auf das 72-Millionen-Paket aus, verteidigte aber den ursprünglichen Beschluss des Gremiums noch in der Generalversammlung vom 22. Februar.

Daniel Vasella © AP Vergrößern Daniel Vasella

Lehner ist Mitglied des Vergütungsausschusses. Bis zum Amtsantritt von Jörg Reinhardt Anfang August leitet er vorübergehend den Verwaltungsrat.

Mehr zum Thema

Quelle: F.A.Z.

 
 ()
   Permalink
 
 
 

Hier können Sie die Rechte an diesem Artikel erwerben

Weitere Empfehlungen
Weitere Nachrichten Quartalszahlen treiben Nike-Aktie auf Rekordhoch

Kuka will den schweizerischen Logistikexperten Swisslog kaufen, Bayer möchte seine Agrochemie behalten und der spanische Großaktionär ACS stellt auch den neuen Hochtief-Aufsichtsratschef. Mehr

26.09.2014, 06:51 Uhr | Wirtschaft
Zur WM einfach mit der eigenen Couch ins Stadion

Im Stadion von Union Berlin können Fans sich während der Fußball-WM auf dem Rasen häuslich niederlassen. Ein 700 Zoll Fernseher ist inklusive. Mehr

02.06.2014, 10:35 Uhr | Gesellschaft
Vor dem EZB-Zinsentscheid Sinkende Inflation setzt Zentralbank unter Druck

Wann kauft die europäische Notenbank Staatsanleihen? Es mehren sich die Stimmen, die diesen Schritt für greifbar halten. Die nächste Zinsentscheidung steht am Donnerstag an. Mehr Von Johannes Pennekamp

01.10.2014, 14:15 Uhr | Wirtschaft
Steinmeier äußert sich zur Freilassung der OSZE-Beobachter

Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigt sich froh, dass alle Geiseln inklusive der fünf ukrainischen Begleiter der Militärbeobachter freigelassen wurden. Dem ersten Eindruck nach gehe es allen den Umständen entsprechend gut. Mehr

03.05.2014, 16:00 Uhr | Politik
Markt für Babynahrung Nestlé verkauft Alete an Investoren

Bislang waren der Expansion der bekannten Marke für Babynahrung klare Grenzen gesetzt. Nun übernimmt Finanzinvestor BWK die Mehrheit. Der will Europa ins Visier nehmen. Mehr

30.09.2014, 08:32 Uhr | Wirtschaft
   Permalink
 Permalink

Veröffentlicht: 12.03.2013, 15:52 Uhr

Wen die Portoerhöhung am meisten kostet

Von Helmut Bünder

Die Deutschen schreiben immer weniger Briefe, daher regt sie die verbraucherunfreundliche Portoerhöhung kaum auf. Aber für manche kostet sie auch Millionen. Mehr 14 9


Die Börse
Name Kurs Änderung
  Dax --  --
  F.A.Z.-Index --  --
  Dow Jones --  --
  Euro in Dollar --  --
  Gold --  --
  Rohöl Brent --  --

Grafik des Tages Wo die Milliardäre wohnen

In den Vereinigten Staaten wohnen mit Abstand die meisten Superreichen der Welt. Deutschland ist unter ihnen aber auch beliebt - in Europa liegt nur ein Land vor der Bundesrepublik. Mehr 2

Nachrichten in 100 Sekunden
Nachrichten in 100 Sekunden